VMAX VX2 Lite Test und Erfahrungen – Komfortabler E Scooter mit Vollfederung

Lektor

Bernard Miletic

Wer einen kräftigen E-Scooter für tägliche Wege sucht, erwartet meist entweder viel Reichweite oder ein komfortables Fahrwerk. Der VMAX VX2 Lite 70 km verbindet beides mit einer deutschen Straßenzulassung, 624 Wh Akkukapazität und einer echten Federung an Vorder- und Hinterrad. In diesem ausführlichen Erfahrungsbericht prüfe ich, wie sich der Scooter im einwöchigen Alltagstest bei Beschleunigung, Fahrkomfort, Bedienung, Beleuchtung, Bremsen und Transport bewährt.

Getestet wird die 20-km/h-Version mit deutscher Zulassung und einer Herstellerreichweite von bis zu 70 km. Mit 22,7 kg bleibt der Scooter für ein gefedertes Modell noch transportabel, ist aber kein Leichtgewicht für mehrere Stockwerke. Besonders interessant ist deshalb die Kombination aus Leistungsreserve, Komfort, Sicherheitsausstattung und einem vergleichsweise moderaten Gewicht.

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VMAX VX2 Lite 70 km: Produktdetails und Zielgruppe

 

 

Der VMAX VX2 Lite 70 km richtet sich an Pendlerinnen und Pendler, Tourenfahrerinnen und Tourenfahrer sowie an alle, die einen komfortablen E-Scooter für Stadt, Radwege und längere Alltagsstrecken suchen. Im Test eignet sich das Modell besonders für Personen, die Wert auf ein ruhiges Fahrverhalten, eine hohe Zuladung und eine kräftige Beschleunigung legen. Die erlaubte Zuladung von 130 kg erweitert den nutzbaren Bereich deutlich.

Auch für Fahrten bei wechselhaftem Wetter ist der Scooter vorbereitet. Die Schutzart IPX6, die geschützte Trommelbremse, die Beleuchtung mit Blinkern an beiden Fahrzeugenden und die breiten 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen vermitteln im Alltag ein durchdachtes Sicherheits- und Komfortkonzept. Wer den Scooter dagegen regelmäßig über viele Treppen tragen muss, sollte das Gewicht von 22,7 kg realistisch einplanen.

Technische Daten:

  • Modell: VMAX VX2 Lite
  • Variante: 70 km, 20 km/h, deutsche Straßenzulassung
  • Herstellerpreis: ca. 899 Euro
  • Motor: bürstenloser Heckmotor
  • Nennleistung: 500 Watt
  • Spitzenleistung: bis zu 1.400 Watt
  • Controller: V-Core 25A
  • Systemspannung: 48 Volt
  • Akku: 48 Volt, 13,0 Ah
  • Energieinhalt: 624 Wh
  • Herstellerreichweite: bis zu 70 km unter Idealbedingungen
  • Steigfähigkeit: laut Hersteller bis zu 28 Prozent
  • Maximale Zuladung: 130 kg
  • Eigengewicht: 22,7 kg
  • Rahmen: Aluminium
  • Schutzart: IPX6
  • Reifen: 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen
  • Vorderradfederung: Öldruck-Federgabel mit 47 mm Federweg
  • Hinterradfederung: Elastomer-Dämpfung
  • Vorderradbremse: geschützte Trommelbremse
  • Hinterradbremse: elektronische Rekuperationsbremse
  • Bremsbetätigung: zwei getrennte Bremshebel
  • Frontlicht: 60 Lux mit Doppelkegel für Nah- und Fernbereich
  • Rücklicht und Bremslicht: vorhanden
  • Blinker: vorne und hinten
  • Display: zentral am Lenker integriert
  • App: VMAX-App für iOS und Android
  • Fahrmodi: Eco und Sport
  • Klappmechanismus: klappbare und mechanisch gesicherte Lenksäule
  • Seitenständer: serienmäßig
  • Abmessungen fahrbereit: etwa 1.148 × 555 × 1.278 mm
  • Abmessungen zusammengeklappt: etwa 1.148 × 555 × 535 mm
  • Lenkerhöhe ab Trittbrett: 1.008 mm
  • Lenkerbreite: 555 mm
  • Trittbrett: etwa 456 × 188 mm
  • Trittbretthöhe: 230 mm
  • Bodenfreiheit: 156 mm
  • Ladezeit: etwa 6,5 Stunden
  • Ladegerät: 54,6 Volt, 2 Ampere
  • Lieferumfang: Ladegerät, Sicherheitshinweise, Werkzeugset mit vier Schrauben und Inbus sowie Ventilverlängerung

Besondere Eigenschaften im Alltag:

  • Echte Vollfederung: Die Öldruck-Federgabel vorne und die Elastomer-Dämpfung hinten arbeiten gemeinsam mit den Luftreifen.
  • Kräftiger 48-Volt-Antrieb: Die Kombination aus 500 Watt Nennleistung und bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung sorgt für eine deutliche Leistungsreserve.
  • 624-Wh-Akku: Die große Batterie unterstützt längere tägliche Strecken und reduziert den Ladebedarf.
  • Sicherheitsausstattung: Front- und Rückblinker, Rücklicht, Bremslicht und ein 60-Lux-Frontscheinwerfer sind serienmäßig vorhanden.
  • Alltagstaugliche Bremslösung: Eine geschützte Trommelbremse vorne wird mit einer elektronischen Rekuperationsbremse hinten kombiniert.
  • App ohne zwingenden Nutzungszwang: Grundfunktionen lassen sich direkt am Scooter bedienen, während die App zusätzliche Einstellungen und Fahrdaten ergänzt.
  • 130 kg Zuladung: Das Modell ist auch für höhere Körpergewichte ausgelegt.
  • IPX6-Schutz: Der Scooter ist für nasse Bedingungen vorbereitet, wobei Ladebereich und Fahrzeug nach Regenfahrten trocknen sollten.

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Produkttest über sieben Tage

Testkriterien

Ich prüfe den VMAX VX2 Lite über sieben Tage unter realistischen Alltagsbedingungen. Dabei stehen keine Laborwerte im Mittelpunkt, sondern die Eigenschaften, die sich beim täglichen Fahren direkt beurteilen lassen. Als Zweiradmechatroniker achte ich besonders auf die mechanische Ausführung, die Funktion der Bedienelemente und das Zusammenspiel aus Fahrwerk, Reifen, Bremsen und Rahmen.

  • Verpackung und Lieferumfang: Zustand des Kartons, Schutz des Scooters und Übersichtlichkeit der Zubehörteile
  • Montage und Erstinbetriebnahme: notwendige Arbeitsschritte, Werkzeugbedarf und Kontrolle der Lenksäule
  • Verarbeitung: Rahmen, Kabelverlegung, Trittbrett, Klappmechanismus und sichtbare Verschraubungen
  • Fahrkomfort: Verhalten auf glattem Asphalt, schlechtem Radweg, abgesenkten Bordsteinen und unebenen Abschnitten
  • Antrieb: Anfahrverhalten, Beschleunigung, Fahrmodi und Verhalten an Steigungen
  • Bremsen: Dosierbarkeit der getrennten Bremshebel und Zusammenspiel aus Trommel- und Rekuperationsbremse
  • Bedienung: Display, Lenkerbedienung, Blinkertaste und optionale App-Funktionen
  • Sichtbarkeit: Frontlicht, Rücklicht, Bremslicht und Blinker bei Tageslicht und in der Dämmerung
  • Alltagstauglichkeit: Trittbrett, Seitenständer, Klappmechanismus, Gewicht und Transportstellung
  • Pflege und Sicherheit: Reifendruck, sichtbare Federung, Verriegelung, Beleuchtung und Verhalten nach nasser Fahrt

Ablauf des einwöchigen Tests

Ich fahre den VMAX VX2 Lite während einer Woche auf typischen innerstädtischen Strecken, auf Radwegen und auf Abschnitten mit wechselnder Asphaltqualität. Dabei nutze ich sowohl den Eco- als auch den Sport-Modus und achte auf das Verhalten beim Anfahren, beim Abbremsen und beim Überfahren kleiner Unebenheiten. Für die Beurteilung des Fahrwerks fahre ich bewusst auch über raueren Asphalt und abgesenkte Übergänge.

Die Testfahrten finden mit dem 20-km/h-Modell für den deutschen Straßenverkehr statt. Ich prüfe die Reichweite nicht als standardisierten Laborwert, sondern ordne die Herstellerangabe anhand der technischen Voraussetzungen ein. VMAX ermittelt die bis zu 70 km unter Idealbedingungen mit etwa 20 bis 25 °C, 75 kg Fahrergewicht, ebener Strecke, wenig Stop-and-go, Eco-Modus, konstanten 20 km/h und rund 3 bar Reifendruck.

Zusätzlich kontrolliere ich die Bedienbarkeit im Stand und während kurzer Fahrten. Die App nutze ich ergänzend, die grundlegenden Funktionen bediene ich direkt am Scooter. Dadurch lässt sich nachvollziehen, ob der VX2 Lite auch ohne permanente Smartphone-Nutzung alltagstauglich bleibt. Eine Woche erlaubt eine gute Einschätzung von Komfort, Handhabung und Bedienung, ersetzt aber keine Langzeitprüfung von Akkualterung oder Verschleiß.

Unboxing

Der Scooter kommt in einem länglichen, blau bedruckten VMAX-Produktkarton. Nach dem Öffnen liegt der VX2 Lite zusammengeklappt in der Verpackung, während Ladegerät, Dokumentation und Kleinteile separat verpackt sind. Die Unterlagen befinden sich in einer transparenten Kunststoffhülle, kleinere Montage- und Zubehörteile liegen zusätzlich in einem separaten Beutel.

Zum Lieferumfang gehören ein relativ flaches, rechteckiges VMAX-Netzteil, Sicherheitshinweise mit dem Titel „Start your Journey“, ein Werkzeugset mit vier Schrauben und Inbusschlüssel sowie eine Ventilverlängerung. Letztere ist für die 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen praktisch, weil sie das Prüfen und Befüllen der Ventile erleichtert. Bei der deutschen Variante liegt außerdem das Kennzeichen zur Online-Aktivierung bei.

Die Präsentation ist funktional und übersichtlich. Ladegerät und Zubehör sind gut voneinander getrennt, sodass die für die erste Montage benötigten Teile schnell gefunden werden. Der Scooter selbst vermittelt bereits im ausgepackten Zustand einen kompakten, stabilen Eindruck. Die Lenksäule, das breite Trittbrett und die sichtbare Federgabel zeigen unmittelbar, dass der Schwerpunkt auf Komfort und Alltagseinsatz liegt.

Installation und erste Nutzung

Für die Erstmontage werden die vier mitgelieferten Schrauben und der Inbusschlüssel verwendet. Nach dem Aufrichten der Lenksäule prüfe ich den festen Sitz des Lenkers und der Schraubverbindungen. Anschließend wird die mechanische Verriegelung des Klappmechanismus kontrolliert. Sie muss vollständig einrasten, bevor der Scooter gefahren wird.

Die Inbetriebnahme verläuft ohne besondere Schwierigkeiten. Der Seitenständer lässt sich seitlich ausklappen, das zentrale Display startet übersichtlich und die kompakten Tasten liegen unmittelbar in Griffnähe. Die Blinkertaste ist mit dem Daumen erreichbar. Eine App-Anmeldung ist für die grundlegende Nutzung nicht zwingend erforderlich, für zusätzliche Fahrparameter und Einstellungen bietet die VMAX-App jedoch einen praktischen Mehrwert.

Testverlauf und Testergebnis

Verarbeitung und Materialanmutung

Der Aluminiumrahmen wirkt stabil und sauber aufgebaut. Besonders positiv fällt die vergleichsweise aufgeräumte Kabelverlegung auf. Leitungen am Lenker und Steuerrohr stehen nicht weit ab, sondern sind eng am Fahrzeug geführt und teilweise fixiert. Das Trittbrett ist großflächig strukturiert und gummiert, wodurch die Schuhe auch bei wechselnder Fußposition sicher stehen.

Die sichtbaren Standrohre der vorderen Federgabel unterstreichen die solide Fahrwerkskonstruktion. Der Klappmechanismus wird mechanisch verriegelt und besitzt einen Sicherungsmechanismus. Beim Aufstellen lässt sich gut kontrollieren, ob die Lenksäule vollständig eingerastet ist. Der Seitenständer sitzt unterhalb des Trittbretts und gibt dem Scooter im abgestellten Zustand einen stabilen Stand.

Mit 22,7 kg fühlt sich der VX2 Lite nicht leicht, aber für einen vollgefederten Scooter noch gut handhabbar an. Beim kurzen Anheben, etwa beim Überwinden einer Bordsteinkante oder beim Einladen, ist das Gewicht problemlos zu bewältigen. Beim regelmäßigen Tragen über mehrere Stockwerke wird es dagegen deutlich spürbar. Das ist vor allem eine Frage des persönlichen Einsatzortes und weniger der Verarbeitung.

Fahrkomfort und Federung

Das stärkste Merkmal im praktischen Fahreindruck ist die Kombination aus 47-mm-Öldruck-Federgabel, hinterer Elastomer-Dämpfung und 10-Zoll-Luftreifen. Auf schlechtem Asphalt arbeiten Vorder- und Hinterradfederung sichtbar zusammen. Kleine Kanten, Risse und Unebenheiten erreichen das Trittbrett deutlich gedämpft, sodass die Fahrt ruhig und kontrolliert bleibt.

Auch bei abgesenkten Bordsteinen zeigt sich die vordere Federgabel hilfreich. Die sichtbaren Standrohre bewegen sich nachvollziehbar, ohne dass der Scooter nervös wirkt. Hinten ergänzt die Elastomer-Dämpfung den Komfort, besonders wenn das Körpergewicht auf dem Trittbrett leicht nach hinten verlagert wird. Mehrere externe Praxistests beschreiben diesen Fahrwerkseindruck ebenfalls positiv, die persönliche Wahrnehmung deckt sich damit.

Die Federung ist für Straßen, Radwege und alltägliche Unebenheiten ausgelegt. Im Test entsteht ein komfortabler Eindruck, ohne dass der Scooter schwammig reagiert. Für längere Fahrten ist das breite, gummierte Trittbrett hilfreich, weil sich die Fußposition variieren lässt. Die Trittfläche misst etwa 456 × 188 mm und bietet dadurch ausreichend Raum für eine entspannte Standposition.

Antrieb und Beschleunigung

Der bürstenlose Heckmotor arbeitet mit 500 Watt Nennleistung und kann bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung abrufen. In der Praxis fällt der Antritt für einen auf 20 km/h begrenzten Scooter kräftig aus. Besonders beim Losfahren an Steigungen macht sich die Leistungsreserve bemerkbar. Der V-Core-25A-Controller und das 48-Volt-System sorgen für eine direkte, aber gut kontrollierbare Leistungsentfaltung.

Im Eco-Modus wirkt die Reaktion etwas zurückhaltender und eignet sich gut für ruhige Alltagsfahrten. Im Sport-Modus steht die Leistung unmittelbarer zur Verfügung. Einen offiziellen Wert für die Beschleunigung von 0 auf 20 km/h gibt der Hersteller für die geprüfte Version nicht an, deshalb bewerte ich ausschließlich den subjektiven Antritt und das Verhalten während der Fahrt.

Die Herstellerangabe von bis zu 28 Prozent Steigfähigkeit ist als Maximalwert unter passenden Bedingungen zu verstehen. Fahrergewicht, Akkustand, Untergrund und Anlauf beeinflussen die tatsächliche Leistung. Ein externer Praxistest bewältigt eine 16-prozentige Parkhausrampе mit etwa 13 bis 14 km/h. Bei extremen Steigungen oberhalb von 25 Prozent stößt das Testfahrzeug an Grenzen. Im normalen Stadtverkehr bietet der VX2 Lite jedoch eine überzeugende Leistungsreserve.

Reichweite und Akku

Der integrierte Akku stellt 624 Wh bereit. Für die 70-km-Version ist das eine großzügige Kapazität, die lange Pendelstrecken und ausgedehnte Ausfahrten unterstützt. Die beworbene Reichweite von bis zu 70 km entsteht unter klar definierten Idealbedingungen. Dazu gehören etwa 20 bis 25 °C, 75 kg Fahrergewicht, eine ebene Strecke, konstante Fahrt, wenig Stop-and-go, Eco-Modus, 20 km/h und ungefähr 3 bar Reifendruck.

Im Alltag wirken Gegenwind, häufiges Anfahren, Steigungen, Kälte und höheres Fahrergewicht auf den Energieverbrauch. Auch der Sport-Modus beansprucht den Akku stärker. Für die Tourenplanung empfehle ich daher, die Herstellerangabe als Orientierungswert zu verstehen und eine Reserve einzuplanen. Der Akku ist fest integriert und nicht als schneller Wechselakku ausgelegt.

Das mitgelieferte 54,6-Volt-Ladegerät mit 2 Ampere lädt den 624-Wh-Akku in ungefähr 6,5 Stunden vollständig. Das passt gut zum Laden über Nacht. Für kurze tägliche Wege genügt häufig auch eine Teilaufladung. Ein Schnellladegerät gehört nicht zum Lieferumfang, im einwöchigen Test wirkt die angegebene Ladezeit für die Akkugröße jedoch nachvollziehbar und alltagstauglich.

Bremsen und Rekuperation

Vorne arbeitet eine geschützte Trommelbremse, hinten eine elektronische Rekuperationsbremse. Beide Systeme werden über getrennte Bremshebel betätigt. Das ermöglicht eine differenzierte Nutzung und erleichtert es, die Verzögerung an die jeweilige Fahrsituation anzupassen. Die Trommelbremse liegt geschützt im Vorderrad und ist dadurch weniger direkt äußeren Einflüssen ausgesetzt.

Beim elektrischen Verzögern wird Energie zurückgewonnen. Die Rekuperationsbremse ergänzt die mechanische Verzögerung und eignet sich besonders für kontrolliertes Abbremsen im Stadtverkehr. Die Bedienung fühlt sich im Test nachvollziehbar an. Bei Nässe bleiben angepasste Geschwindigkeit und ein ausreichender Bremsweg selbstverständlich wichtig, wie bei jedem Fahrzeug mit Luftreifen.

Beleuchtung und Sichtbarkeit

Das runde Frontlicht sitzt mittig unterhalb des Lenkers und arbeitet laut Hersteller mit 60 Lux. Der Doppelkegel leuchtet den Nah- und Fernbereich aus. Im Test macht sich die klare Ausrichtung besonders bei Fahrten in der Dämmerung bemerkbar. Hinten befinden sich Rücklicht und Bremslicht als kompakte Einheit rund um das Schutzblech.

Die Blinker sitzen vorne am Lenker und hinten seitlich neben der Rückleuchte. Dadurch sind Richtungswechsel aus verschiedenen Blickwinkeln besser erkennbar. Die Blinkertaste liegt direkt am Lenker und lässt sich mit dem Daumen erreichen, ohne die Hand weit vom Griff zu nehmen. Vor Fahrten bei Dunkelheit sollten Frontlicht, Rücklicht, Bremslicht und alle vier Blinkbereiche auf Funktion und Sauberkeit geprüft werden.

Bedienung, Display und App

Das zentrale Display ist in den Lenker integriert und liefert die wesentlichen Fahrinformationen übersichtlich. Die kompakten Bedientasten befinden sich direkt in Griffnähe. Dadurch lassen sich Fahrmodus und weitere Funktionen bedienen, ohne die Handposition stark zu verändern. Eco und Sport decken die wichtigsten Nutzungssituationen ab.

Die VMAX-App ist für iOS und Android verfügbar. Sie ergänzt den Scooter um Fahrdaten und Einstellungen. Je nach Konfiguration lassen sich Fahrparameter und das Startverhalten anpassen. Auch ein optionaler Zero Start kann aktiviert werden, sodass nach der Einstellung kein initiales Anschieben erforderlich ist. Die Basisfunktionen bleiben trotzdem ohne zwingende App-Anmeldung nutzbar.

Diese Aufteilung gefällt mir im Alltag besonders gut. Wer einfach losfahren möchte, kann das direkt am Scooter erledigen. Wer Einstellungen anpassen oder Fahrdaten genauer betrachten möchte, erhält über die App zusätzliche Möglichkeiten. Damit bleibt die Bedienung flexibel, ohne dass die tägliche Nutzung an ein Smartphone gebunden ist.

Klappmechanismus und Transport

Die Lenksäule lässt sich nach dem Entriegeln nach hinten über das Trittbrett klappen. Die mechanische Verriegelung hält die Transportstellung sicher. Zusammengeklappt misst der Scooter etwa 1.148 × 555 × 535 mm. Die Länge bleibt damit beträchtlich, obwohl sich das Fahrzeug deutlich kompakter verstauen lässt.

Für kurze Transportwege ist der Klappmechanismus praktisch. Beim Einladen in ein größeres Fahrzeug oder beim Verstauen im Keller erleichtert er die Handhabung. Mit 22,7 kg bleibt das Anheben körperlich spürbar. Ein externer Nutzer berichtet außerdem, dass der zusammengeklappte Scooter nicht ohne Weiteres in den Kofferraum eines Golf VII passte. Je nach Fahrzeugform und Kofferraumdiagonale kann die Unterbringung daher unterschiedlich ausfallen.

Wettertauglichkeit und Pflege

Die Schutzart IPX6 spricht für eine gute Vorbereitung auf Regen und Spritzwasser. Der Scooter ist dadurch für nasse Alltagsbedingungen ausgelegt, nicht jedoch zum Untertauchen. Nach einer Regenfahrt sollten Fahrzeug und Ladebereich trocknen, bevor der Ladevorgang beginnt. Die geschützte Trommelbremse ist im Alltag angenehm unempfindlich gegenüber äußerem Schmutz.

Bei den Tubeless-Luftreifen ist die regelmäßige Luftdruckkontrolle wichtig. VMAX legt dafür eine Ventilverlängerung bei. Abhängig vom Fahrergewicht werden ungefähr 2,5 bis 3,5 bar genannt, für die Reichweitenmessung dienen rund 3,0 bar als Grundlage. Zusätzlich kontrolliere ich Reifenprofil, sichtbare Beschädigungen, Schrauben, Klappmechanismus und die saubere Führung der sichtbaren Standrohre.

Persönlicher Eindruck

Mein persönlicher Eindruck nach sieben Tagen fällt klar positiv aus. Der VMAX VX2 Lite wirkt nicht wie ein auf Reichweite reduziertes Fahrzeug, sondern wie ein ausgewogener Alltags-Scooter mit spürbarer Leistungsreserve. Besonders überzeugend ist das Fahrwerk: Die Kombination aus vorderer Öldruck-Federgabel, hinterer Elastomer-Dämpfung und Luftreifen macht sich auf typischen schlechten Radwegen unmittelbar bemerkbar.

Auch die Bedienung gefällt mir. Ich kann den Scooter einschalten, den Fahrmodus wählen und die grundlegenden Funktionen nutzen, ohne mich zuerst mit der App beschäftigen zu müssen. Gleichzeitig bietet die App sinnvolle Zusatzoptionen. Die Blinker am Lenker und Heck, das 60-Lux-Frontlicht sowie das Bremslicht erhöhen im Alltag das Sicherheitsgefühl.

„Die Vollfederung ist für mich das deutlichste Highlight. Auf schlechtem Asphalt bleibt der VX2 Lite ruhig, ohne sich träge anzufühlen.“

„Ich schätze, dass die App zusätzliche Einstellungen bietet, aber für die normale Fahrt nicht zwingend erforderlich ist.“

Als kleiner Nebenpunkt bleibt das Gewicht beim Treppentragen spürbar. Das relativiert den Namen „Lite“ etwas, ändert aber nichts daran, dass 22,7 kg für einen Scooter mit 624-Wh-Akku, Vollfederung und umfangreicher Beleuchtung noch nachvollziehbar sind. Für den Transport im Alltag kommt es deshalb stark darauf an, ob der Scooter überwiegend gefahren oder regelmäßig getragen wird.

Externe Erfahrungszusammenfassung

Die verfügbaren externen Erfahrungen fallen überwiegend positiv aus und bestätigen mehrere Eindrücke aus meinem eigenen Test. Besonders häufig werden der kräftige Antrieb, das komfortable Fahrwerk, die 48-Volt-Technik und die ausgewogene Verbindung aus Akkukapazität und Gewicht hervorgehoben. Mehrere Erfahrungsberichte beschreiben die Vollfederung als zentrale Stärke des Modells.

In einem externen Praxistest bewältigt der Scooter bei etwa 82 kg Fahrergewicht eine 16-prozentige Rampe mit ungefähr 13 bis 14 km/h. Gleichzeitig zeigen die dort beschriebenen Erfahrungen, dass die Herstellerangabe von 28 Prozent stark von Untergrund, Fahrergewicht und Anlauf abhängt. Das entspricht der technischen Einordnung, die sich auch aus der Leistungscharakteristik des Scooters ergibt.

Weitere externe Erfahrungen loben, dass die Grundfunktionen ohne zwingende App-Anmeldung nutzbar bleiben. In einem Forum wird die Qualitätsanmutung nach einer längeren Fahrt positiv beschrieben. Derselbe Erfahrungsbericht weist darauf hin, dass die Transportlänge im zusammengeklappten Zustand bei einem bestimmten Fahrzeug ungünstig sein kann. Diese Rückmeldung ist nachvollziehbar, hängt aber von der jeweiligen Kofferraumgröße ab.

Eine belastbare externe Erfahrungsbasis liegt damit vor, ersetzt jedoch keinen eigenen Test unter identischen Bedingungen. Die Nutzermeinungen und Expertenberichte unterstützen vor allem die Einschätzung von Fahrwerk, Antrieb und Bedienkonzept. Bei Reichweite und Steigfähigkeit bleiben die jeweiligen Einsatzbedingungen entscheidend.

Alternativprodukte

Segway Ninebot MAX G3 D

Der Segway Ninebot MAX G3 D kostet ungefähr 879 Euro und bietet 500 Watt Nennleistung, bis zu 2.000 Watt Maximalleistung, 597 Wh, bis zu 80 km Herstellerreichweite, 130 kg Zuladung, 11-Zoll-Luftreifen sowie Federung vorne und hinten. Mit etwa 24,6 kg wiegt er rund zwei Kilogramm mehr. Die Ladezeit von ungefähr 3,5 Stunden fällt deutlich kürzer aus. Der Vorteil des getesteten VMAX liegt dagegen im geringeren Gewicht, im etwas größeren 624-Wh-Akku und im deutschen Service-Schwerpunkt.

NIU KQi 300X

Der NIU KQi 300X kostet je nach Händler ungefähr 519 bis 539 Euro und ist damit deutlich günstiger. Er bietet 500 Watt Nennleistung, bis zu 1.000 Watt Spitzenleistung, 608 Wh, bis zu 60 km Reichweite, 120 kg Zuladung, 10,5-Zoll-Reifen, eine hydraulische Frontfederung und Scheibenbremsen. Der Nachteil der Alternative liegt aus Sicht dieses Tests in der geringeren Zuladung und der fehlenden zusätzlichen Hinterradfederung. Der VMAX bietet 1.400 Watt Peak, 130 kg Zuladung und echte Federung an beiden Rädern.

Xiaomi Electric Scooter 5 Max DE

Die deutsche Version des Xiaomi Electric Scooter 5 Max kostet ungefähr 600 Euro und bietet bis zu 60 km Herstellerreichweite, 468 Wh, maximal 1.000 Watt, 120 kg Zuladung, 10-Zoll-Reifen und Federung. Die Ladezeit liegt bei rund neun Stunden. Der Preis ist niedriger, der getestete VMAX bietet jedoch den größeren Akku, höhere Spitzenleistung, höhere Zuladung, mehr nominelle Reichweite und den stärkeren IPX6-Wetterschutz. Für komfortorientierte längere Alltagsstrecken ist diese Ausstattung ein klarer Vorteil.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum VMAX VX2 Lite 70 km im Test

Wie weit kommt der VMAX VX2 Lite 70 km im Alltag?

Der VMAX VX2 Lite 70 km erreicht laut Hersteller bis zu 70 km unter Idealbedingungen. Grundlage sind etwa 20 bis 25 °C, 75 kg Fahrergewicht, ebene Strecke, konstante 20 km/h, Eco-Modus, wenig Stop-and-go und ungefähr 3 bar Reifendruck. Im Alltag beeinflussen Kälte, Gegenwind, Steigungen, häufiges Anfahren und höheres Gewicht die Reichweite. Für längere Fahrten sollte deshalb eine Reserve eingeplant werden.

Ist der VMAX VX2 Lite für Fahrerinnen und Fahrer bis 130 kg geeignet?

Ja, die maximale Zuladung des VMAX VX2 Lite beträgt 130 kg. Der 500-Watt-Motor, die bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung und das 48-Volt-System unterstützen die Fortbewegung auch bei höherer Belastung. Die tatsächliche Geschwindigkeit an Steigungen hängt zusätzlich von Akkustand, Untergrund und Fahrweise ab. Für die Reichweite gilt ebenfalls, dass höheres Fahrergewicht den Energieverbrauch erhöhen kann.

Wie komfortabel ist die Federung des VMAX VX2 Lite?

Der VMAX VX2 Lite besitzt eine echte Federung vorne und hinten. Vorne arbeitet eine Öldruck-Federgabel mit 47 mm Federweg, hinten eine Elastomer-Dämpfung. Zusammen mit den 10-Zoll-Luftreifen werden schlechter Asphalt, kleine Kanten und abgesenkte Bordsteine spürbar gedämpft. Im einwöchigen Test wirkt das Fahrwerk ruhig und kontrolliert. Für Straßen und Radwege ist es komfortabel ausgelegt, nicht für anspruchsvolles Gelände.

Welche Bremsen verwendet der VMAX VX2 Lite?

Vorne arbeitet eine geschützte mechanische Trommelbremse, hinten eine elektronische Rekuperationsbremse. Beide Bremsen besitzen getrennte Bremshebel. Dadurch lässt sich die Verzögerung differenziert steuern. Die Rekuperation gewinnt beim elektrischen Bremsen Energie zurück und ergänzt die mechanische Verzögerung. Bei nasser Fahrbahn sollten Geschwindigkeit und Bremsweg stets an die Bedingungen angepasst werden.

Hat der VMAX VX2 Lite Blinker vorne und hinten?

Ja, der VMAX VX2 Lite besitzt Blinker an beiden Fahrzeugenden. Die vorderen Blinker sitzen am Lenker, die hinteren seitlich neben der Rückleuchte. Zusätzlich sind ein Rücklicht und ein Bremslicht vorhanden. Die Blinkertaste liegt in Griffnähe und lässt sich mit dem Daumen bedienen. Dadurch sind Richtungswechsel im Straßenverkehr gut vorbereitbar und die Sichtbarkeit wird unterstützt.

Wie hell ist das Frontlicht des VMAX VX2 Lite?

Das Frontlicht des VMAX VX2 Lite arbeitet mit 60 Lux und sitzt mittig unterhalb des Lenkers. Laut Hersteller erzeugt es einen Doppelkegel für den Nah- und Fernbereich. Im Test sorgt die runde Leuchte bei Fahrten in der Dämmerung für eine klare Ausleuchtung des Fahrbereichs. Vor jeder Fahrt bei Dunkelheit sollten Licht, Rücklicht, Bremslicht und Blinker auf Funktion geprüft werden.

Benötigt man für den VMAX VX2 Lite zwingend die App?

Nein, die grundlegenden Funktionen des VMAX VX2 Lite lassen sich auch ohne zwingende App-Anmeldung nutzen. Das zentrale Display und die Bedientasten am Lenker ermöglichen die normale Fahrt. Die VMAX-App für iOS und Android ergänzt Fahrdaten, Einstellungen und anpassbare Fahrparameter. Auch das Startverhalten kann über das System verändert werden. Wer zusätzliche Optionen nutzen möchte, profitiert von der App, ist aber nicht vollständig von ihr abhängig.

Kann der VMAX VX2 Lite mit Zero Start gefahren werden?

Ja, ein optionaler Zero Start kann über das System beziehungsweise die App aktiviert werden. Nach der Aktivierung ist kein initiales Anschieben notwendig, bevor der Motor einsetzt. Diese Funktion kann beim häufigen Anfahren im Stadtverkehr praktisch sein. Die konkrete Einstellung sollte vor der Fahrt bewusst gewählt und zunächst in ruhiger Umgebung ausprobiert werden, damit das Anfahrverhalten sicher beherrscht wird.

Wie lange dauert das Aufladen des VMAX VX2 Lite 70 km?

Der 624-Wh-Akku benötigt mit dem mitgelieferten 54,6-Volt- und 2-Ampere-Ladegerät ungefähr 6,5 Stunden für eine vollständige Ladung. Das integrierte Akkusystem eignet sich daher besonders für das Laden über Nacht. Im Alltag müssen nicht immer 100 Prozent nachgeladen werden, wenn nur kurze Strecken anstehen. Ein schneller Wechsel des Akkus ist bei dieser Ausführung nicht vorgesehen.

Welche Reifen sind am VMAX VX2 Lite montiert?

Der VMAX VX2 Lite fährt auf 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen. Diese Reifen ergänzen die Federung und tragen auf rauem Asphalt zum Komfort bei. Der Luftdruck sollte regelmäßig geprüft werden. VMAX nennt abhängig vom Fahrergewicht ungefähr 2,5 bis 3,5 bar, während für die Reichweitenmessung rund 3,0 bar angesetzt werden. Die mitgelieferte Ventilverlängerung erleichtert die Kontrolle und das Befüllen.

Ist der VMAX VX2 Lite für Regen geeignet?

Der VMAX VX2 Lite besitzt die Schutzart IPX6 und ist damit auf nasse Bedingungen vorbereitet. IPX6 bedeutet Schutz gegen kräftige Wasserstrahlen, nicht gegen Untertauchen. Nach einer Regenfahrt sollten Scooter und Ladebereich trocknen, bevor geladen wird. Auch bei guter Abdichtung verändern Nässe, Reifenhaftung und Bremsweg die Fahreigenschaften. Eine angepasste Geschwindigkeit bleibt deshalb wichtig.

Wie groß ist das Trittbrett des VMAX VX2 Lite?

Das Trittbrett misst ungefähr 456 × 188 mm. Die Oberfläche ist großflächig strukturiert und gummiert, sodass die Schuhe guten Halt finden. Die Trittbretthöhe beträgt 230 mm, die Bodenfreiheit 156 mm. Im Test bietet die Fläche genügend Raum, um die Fußposition während längerer Fahrten zu verändern. Das unterstützt eine entspannte Haltung auf wechselnden Strecken.

Wie schwer ist der VMAX VX2 Lite 70 km?

Die 624-Wh-Version wiegt 22,7 kg. Damit lässt sie sich für kurze Wege anheben und in ein geeignetes Fahrzeug verladen. Für regelmäßiges Tragen über mehrere Stockwerke ist das Gewicht jedoch deutlich spürbar. Der Wert ergibt sich aus dem großen Akku, dem Aluminiumrahmen, der Vollfederung und der umfangreichen Ausstattung. Beim Fahren selbst wirkt der Scooter stabil und nicht unnötig schwerfällig.

Kann man den VMAX VX2 Lite zusammenklappen?

Ja, die Lenksäule lässt sich über einen mechanisch gesicherten Klappmechanismus nach hinten über das Trittbrett legen. Zusammengeklappt misst der Scooter ungefähr 1.148 × 555 × 535 mm. Die Verriegelung sollte beim Aufstellen vollständig einrasten, bevor gefahren wird. Das Falten erleichtert das Verstauen und Einladen. Wegen der verbleibenden Länge sollte die verfügbare Fahrzeug- oder Abstellfläche vorher geprüft werden.

Passt der VMAX VX2 Lite in einen Autokofferraum?

Das hängt von der Größe und Form des Kofferraums ab. Zusammengeklappt bleibt der Scooter etwa 1.148 mm lang, 555 mm breit und 535 mm hoch. In größeren Fahrzeugen lässt er sich leichter unterbringen. Ein externer Nutzer berichtet, dass der VX2 Lite nicht ohne Weiteres in den Kofferraum eines Golf VII passte. Die nutzbare Diagonale sollte deshalb vor dem Transport verglichen werden.

Welche Steigung schafft der VMAX VX2 Lite?

VMAX nennt eine maximale Steigfähigkeit von bis zu 28 Prozent. Dieser Wert hängt von Fahrergewicht, Akkustand, Anlauf, Geschwindigkeit und Untergrund ab. In einem Praxistest bewältigt der Scooter eine 16-prozentige Rampe mit etwa 13 bis 14 km/h. Oberhalb von 25 Prozent zeigen sich abhängig von den Bedingungen Grenzen. Die Herstellerangabe ist daher als Maximalwert und nicht als garantierte Dauergeschwindigkeit zu verstehen.

Ist der VMAX VX2 Lite in Deutschland zugelassen?

Die geprüfte 20-km/h-Version besitzt eine deutsche Straßenzulassung. Für den öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland ist diese Konfiguration vorgesehen. VMAX bietet daneben eine 25-km/h-Variante ohne deutsche ABE an. Ein Firmwarewechsel zwischen den Versionen wird vom Hersteller weder unterstützt noch als zulässig angegeben. Beim Kauf sollte deshalb ausdrücklich auf die deutsche 20-km/h-Ausführung geachtet werden.

Wie wartungsintensiv ist der VMAX VX2 Lite?

Die geschützte Trommelbremse liegt weitgehend abgeschirmt und benötigt typischerweise weniger regelmäßige Justage als offen liegende Bremssysteme. Die Tubeless-Reifen sind dennoch nicht wartungsfrei. Luftdruck, Profil und sichtbare Beschädigungen sollten regelmäßig geprüft werden. Außerdem empfiehlt sich eine Kontrolle von Schrauben, Klappmechanismus, Beleuchtung und den sichtbaren Standrohren der Federgabel. Die mitgelieferte Ventilverlängerung erleichtert die Reifenpflege.

Welche Sicherheitsausstattung bietet der VMAX VX2 Lite?

Zur Sicherheitsausstattung gehören eine geschützte Trommelbremse vorne, eine elektronische Rekuperationsbremse hinten, zwei getrennte Bremshebel, ein 60-Lux-Frontlicht, Rücklicht, Bremslicht sowie Blinker vorne und hinten. Der Seitenreflektor an der vorderen Gabel ergänzt die Sichtbarkeit. Vor der Fahrt sollten Verriegelung, Bremsen, Reifen und Beleuchtung kontrolliert werden. Bei Dunkelheit und Nässe ist eine angepasste Fahrweise erforderlich.

Vorstellung der Marke VMAX

VMAX entsteht 2015 in der Schweiz. Die ersten Ideen und Prototypen entwickelt der Gründer Dany im Kanton Aargau. Als zentrale Markenwerte nennt das Unternehmen Qualität, Präzision, Design und hohe Wertigkeit. VMAX versteht sich nach eigener Darstellung nicht ausschließlich als Importanbieter, sondern verweist auf eine eigene ISO-zertifizierte Produktionsstätte und die Einbindung von Kundenfeedback in die Weiterentwicklung.

Die Produktpalette umfasst verschiedene E-Scooter-Klassen für kompakte Stadtfahrten, Pendelstrecken, komfortorientierte Nutzung und leistungsstärkere Einsätze. Wiederkehrende technische Schwerpunkte der Marke sind kräftige Antriebe, abgestimmte Controller, größere Akkus, erhöhte IP-Schutzklassen und Fahrwerke mit Fokus auf Komfort. Beim getesteten Modell zeigt sich diese Ausrichtung in der Kombination aus V-Core-25A-Controller, 500 Watt Nennleistung, bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung und Vollfederung.

Für den deutschen Markt hebt VMAX eine eigene Werkstatt, deutschsprachigen Kundensupport, ein Händler- und Servicenetz sowie langfristige Ersatzteilversorgung hervor. Nach den veröffentlichten Angaben sind Ersatzteile langfristig verfügbar. Die Herstellergarantie beträgt 24 Monate ab Rechnungsdatum. Verschleiß- und Verbrauchsteile wie Akku, Reifen, Ladegerät oder Bremsen sind nach den Garantiebedingungen grundsätzlich ausgenommen, sofern nicht bereits bei Lieferung ein Mangel vorliegt.

Auch beim Versand und bei Umweltprojekten nennt VMAX konkrete Maßnahmen und verweist auf CO₂-neutralen Versand sowie eine Kooperation mit Greenspark. Eine externe Bewertungsplattform weist für VMAX Mobility 4,6 von 5 Punkten aus mehr als 1.600 Bewertungen aus. Solche Plattformwerte sind Nutzermeinungen und kein technischer Prüfbericht, passen aber zum Service-Schwerpunkt, den der Hersteller für den deutschen Markt kommuniziert.

Fazit

Der VMAX VX2 Lite 70 km überzeugt im einwöchigen Test vor allem durch seine ausgewogene Kombination aus Komfort, Leistung und Ausstattung. Die echte Federung an Vorder- und Hinterrad, die 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen und das breite gummierte Trittbrett sorgen für ein ruhiges Fahrgefühl auf typischen Alltagsstrecken. Dazu kommen der 624-Wh-Akku, 130 kg Zuladung, kräftige 1.400 Watt Spitzenleistung und eine umfangreiche Beleuchtung.

Besonders gut eignet sich der Scooter für Pendlerinnen und Pendler, längere Stadtfahrten und komfortorientierte Fahrerinnen und Fahrer, die eine deutsche 20-km/h-Straßenzulassung benötigen. Auch Personen mit höherem Körpergewicht profitieren von der Zuladungsgrenze. Wer den Scooter regelmäßig über Treppen tragen muss, sollte das Eigengewicht von 22,7 kg in die Planung einbeziehen.

Für die genannte Zielgruppe spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus. Der VMAX VX2 Lite liefert im Alltag ein überzeugendes Fahrwerk, eine kräftige Leistungsentfaltung, gute Sichtbarkeit und eine flexible Bedienung mit optionaler App-Unterstützung. Die Erfahrungen aus dem einwöchigen Test zeigen ein stimmiges Gesamtpaket für komfortable und längere Wege im deutschen Straßenverkehr.

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