devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band 3-Pack im Test: Wi-Fi-7-Mesh-System

Lektor

Bernard Miletic

Ein modernes Heimnetz muss heute nicht nur viele Räume erreichen, sondern auch unterschiedliche Geräte, hohe Datenmengen und getrennte Netzwerkbereiche zuverlässig verwalten. In meinem Erfahrungsbericht zum devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band 3-Pack prüfe ich deshalb nicht nur die beworbene Wi-Fi-7-Technik, sondern vor allem Einrichtung, Bedienung, Anschlussvielfalt und Alltagstauglichkeit über mehrere Räume hinweg. Das System verbindet drei Mesh-Einheiten, Tri-Band-WLAN mit 2,4, 5 und 6 GHz sowie eine Routerfunktion in einem Paket.

Der Herstellerpreis liegt bei ca. 700 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Besonders geeignet ist das Set für technisch interessierte Haushalte mit mehreren Etagen, größeren Wohnbereichen, Glasfaseranschluss über einen ONT oder vielen kabelgebundenen Geräten. Im einwöchigen Praxistest zeigt sich, dass die vorkonfigurierten Erweiterungen den Start spürbar erleichtern und das System eine breite Auswahl an Netzwerkfunktionen bietet.

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Produktdetails und technische Daten

  • Produktname: devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band 3-Pack
  • Hersteller: devolo solutions GmbH, Aachen
  • Systemaufbau: Ein Mesh-Controller und zwei vorkonfigurierte Mesh-Erweiterungen
  • WLAN-Standard: IEEE 802.11be, Wi-Fi 7
  • Abwärtskompatibilität: Wi-Fi 6, Wi-Fi 5, Wi-Fi 4 sowie ältere kompatible Standards nach IEEE 802.11a/b/g/n/ac/ax/be
  • Frequenzbereiche: 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz gleichzeitig
  • Theoretische kombinierte Datenrate: Rund 9.300 Mbit/s beziehungsweise 9,3 Gbit/s pro Einheit
  • 2,4-GHz-Band: Bis zu 688 Mbit/s
  • 5-GHz-Band: Bis zu 2.882 Mbit/s
  • 6-GHz-Band: Bis zu 5.765 Mbit/s
  • Antennen: Sechs interne WLAN-Antennen pro Einheit
  • Datenströme: 2 × 2 MIMO je Frequenzband
  • Kanalbreite: Bis zu 320 MHz auf 6 GHz
  • Anschlüsse: Drei Gigabit-Ethernet-Ports und ein kombinierter 2,5-Gbit/s-WAN-/LAN-Port je Einheit
  • Gesamtzahl der Ethernet-Ports: Zwölf physische Anschlüsse im Dreier-Set
  • Betriebsarten: Router, Mesh-Controller, Mesh-Erweiterung sowie Bridge-/Access-Point-Betrieb
  • Modem: Nicht integriert
  • Verschlüsselung: WPA, WPA2 und WPA3 Personal
  • Abmessungen je Einheit: 175 × 118 × 72 mm in Höhe, Breite und Tiefe
  • Gehäuse: Weiß, aufrecht stehend, matte Oberfläche, abgerundete Kanten und ovaler Grundriss
  • Stromversorgung: Externes Netzteil, laut Datenblatt 12 V / 2,5 A
  • Betriebstemperatur: −5 bis +40 °C
  • Lagertemperatur: −40 bis +70 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 10 bis 90 Prozent, nicht kondensierend
  • Aufstellung: Freistehend auf einer ebenen Fläche in trockenen Innenräumen
  • Garantie: Drei Jahre Herstellergarantie

Besondere Eigenschaften im Überblick

  • Tri-Band-Wi-Fi 7: Die drei Frequenzbereiche können gleichzeitig verwendet werden und verteilen den Datenverkehr flexibler.
  • Multi-Link Operation: Kompatible Wi-Fi-7-Geräte können mehrere Funkverbindungen parallel nutzen. Dafür lässt sich eine eigene MLO-SSID einrichten.
  • 320-MHz-Kanäle auf 6 GHz: Unter geeigneten Bedingungen steht eine besonders breite Funkverbindung für kompatible Endgeräte zur Verfügung.
  • Vorkonfigurierte Mesh-Erweiterungen: Die beiden zusätzlichen Einheiten sind bereits für den gemeinsamen Betrieb vorbereitet.
  • Vier Ethernet-Anschlüsse pro Einheit: Neben drei Gigabit-Ports steht je Gerät ein 2,5-Gbit/s-Anschluss zur Verfügung.
  • Separates Smart-Home-WLAN: IoT-Geräte können in einem eigenen, vom Hauptnetz getrennten Bereich betrieben werden.
  • Flexible Betriebsarten: Das System kann als Router hinter einem ONT oder Modem arbeiten und lässt sich auch als Access Point in ein vorhandenes Netzwerk integrieren.
  • Umfangreiche Verwaltung: App und lokale Weboberfläche bieten Netzwerkübersicht, Diagnose, Firewall, DHCP, IPv6-Optionen und QoS-Profile.

Im Alltag wirkt die Kombination aus vorkonfiguriertem Dreier-Mesh und flexibler Routerfunktion besonders praktisch. Die theoretischen 9,3 Gbit/s sind dabei als addierter Höchstwert der drei Funkbänder zu verstehen und nicht als Geschwindigkeit eines einzelnen Smartphones oder Internetanschlusses. Für die tatsächliche Leistung zählen zusätzlich Endgerät, Entfernung, Wände, Funkumgebung und Anschlussgeschwindigkeit.

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Produkttest

Testkriterien

Ich prüfe das System über sieben Tage hinweg in mehreren realistischen Nutzungssituationen. Im Mittelpunkt stehen nicht nur technische Daten, sondern die Frage, wie verständlich sich ein vollständiges Mesh-Netz im Alltag einrichten und verwalten lässt. Da ich beruflich mit Netzwerklösungen, Smart-Home-Produkten und Sicherheitstechnik arbeite, achte ich besonders auf Betriebsarten, IP-Konfiguration, WLAN-Trennung, Diagnosemöglichkeiten und Datenschutzoptionen.

  • Verpackung und Lieferumfang: Vollständigkeit, Schutz der Geräte und Übersichtlichkeit der Präsentation
  • Verarbeitung: Gehäuseform, Oberflächen, Anschlüsse, Lüftungsöffnungen und Standfestigkeit
  • Installation: Einrichtung mit App, Browser und Ethernet-Verbindung
  • Mesh-Funktion: Synchronisierung der drei Einheiten, gemeinsamer WLAN-Name und Wechsel zwischen Zugangspunkten
  • Routerfunktionen: WAN-Konfiguration, DHCP, Firewall, IPv6 und Betriebsarten
  • WLAN: Verhalten der drei Frequenzbänder, Band Steering, MLO-Konfiguration und Kompatibilität mit älteren Geräten
  • Anschlussvielfalt: Nutzung der Gigabit- und 2,5-Gbit/s-Ports für kabelgebundene Geräte
  • Sicherheit: WPA3, Gastnetz, Smart-Home-WLAN, AP-Isolation und Firewall-Regeln
  • Bedienung: Home Network App, lokale Weboberfläche, Statusanzeigen und Protokolle
  • Alltagstauglichkeit: Aufstellung, Wärmeentwicklung, LED-Nachtmodus und Neustartverhalten

Ablauf des einwöchigen Tests

Ich teste den Controller zunächst in der Nähe des Internetübergabepunkts und verbinde ihn über den 2,5-Gbit/s-WAN-/LAN-Port mit dem vorhandenen Anschlussgerät. Danach schalte ich die beiden Erweiterungen zunächst in der Nähe des Controllers ein. Diese Vorgehensweise entspricht der vorgesehenen Erstinstallation, weil die Geräte so ihre Synchronisierung zuverlässig durchführen können.

Am zweiten Tag verteile ich die Erweiterungen auf unterschiedliche Wohnbereiche und prüfe die gemeinsame SSID, die Verbindung älterer WLAN-Geräte sowie die Nutzung eines separaten Smart-Home-Netzes. Am dritten und vierten Tag konzentriere ich mich auf App und Browseroberfläche. Ich rufe die lokale Verwaltung auf, benenne Mesh-Einheiten, kontrolliere verbundene Geräte und prüfe Netzwerk- sowie WLAN-Informationen.

Am fünften und sechsten Tag teste ich die Routerfunktionen, die Gastnetztrennung, QoS-Profile und die kabelgebundene Anbindung mehrerer Geräte. Am letzten Tag überprüfe ich den LED-Nachtmodus, die Diagnoseinformationen und die grundsätzliche Alltagstauglichkeit. Die sieben Tage erlauben eine belastbare Einschätzung von Einrichtung und Bedienung, ersetzen aber keine Langzeitbewertung über mehrere Jahre.

Unboxing

Das devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band 3-Pack kommt in einer rechteckigen weiß-blauen Verkaufsverpackung aus bedrucktem Karton. Auf der Vorderseite sind die drei Geräte, das devolo-Logo und die Produktbezeichnung abgebildet. Die Verpackung vermittelt direkt, dass es sich um ein vollständiges Dreier-System und nicht um ein einzelnes Netzwerkgerät handelt.

Im Karton finde ich den Mesh-Controller, zwei passende Mesh-Erweiterungen, drei externe Netzteile mit europäischen Steckern und drei RJ45-Ethernet-Kabel. Ergänzt wird der Lieferumfang durch eine gedruckte mehrsprachige Installationsanleitung, einen Flyer mit Sicherheits- und Serviceinformationen sowie eine vereinfachte CE-Konformitätserklärung.

Die Geräte liegen übersichtlich getrennt voneinander. Die rückseitigen Anschlüsse sind vertikal angeordnet und gut zugänglich. Neben den Ethernet-Buchsen sehe ich den Stromanschluss, die WPS-Taste und die separate Reset-Öffnung. Positiv fällt auf, dass die Erweiterungen bereits für den gemeinsamen Mesh-Betrieb vorbereitet sind und nicht einzeln manuell gekoppelt werden müssen.

Installation und erste Nutzung

Die Inbetriebnahme gelingt sowohl mit der kostenlosen Home Network App als auch vollständig über den Browser. Für die App-lose Einrichtung verbinde ich einen Computer per Ethernet mit einer der drei oberen LAN-Buchsen des Controllers oder nutze das vorkonfigurierte WLAN über den QR-Code auf der Geräterückseite. Die lokale Verwaltungsoberfläche ist standardmäßig unter https://192.168.7.1 erreichbar, sofern die Netzwerkkonfiguration noch dem Ausgangszustand entspricht.

Bei einem Glasfaseranschluss wird der Controller mit dem Ethernet-Ausgang des ONT verbunden. Je nach Anschluss genügt DHCP, bei einem PPPoE-Anschluss müssen die Zugangsdaten in den WAN-Einstellungen eingetragen werden. Die beiden Erweiterungen synchronisieren sich nach dem Einschalten. Für die erste Verbindung sind bis zu etwa drei Minuten vorgesehen.

Die Installation verläuft in meinem Ablauf reibungslos. Die vorkonfigurierten Einheiten sparen mehrere manuelle Schritte. Wer das System hinter einem bereits routenden Providergerät betreibt, sollte den passenden Router- oder Access-Point-Modus auswählen, damit nicht unbeabsichtigt eine zusätzliche Routingebene entsteht.

Testverlauf und Testergebnis

Tag 1: Gehäuse, Aufstellung und Verarbeitung

Die drei Einheiten besitzen ein aufrecht stehendes, weißes Gehäuse mit abgerundeten Kanten und ovalem Grundriss. Die matte Oberfläche wirkt unaufdringlich und lässt sich problemlos in Wohnräumen aufstellen. Mit 175 × 118 × 72 Millimetern beanspruchen die Geräte keine große Stellfläche, benötigen aber eine freie, ebene Position.

Die seitlichen und an den Gehäuseenden angeordneten Lüftungsöffnungen sind deutlich sichtbar. Deshalb stelle ich die Einheiten nicht in geschlossene Fächer und bedecke die Öffnungen nicht. Die Geräte sind ausdrücklich für den freistehenden Betrieb in trockenen Innenräumen vorgesehen. Eine eigene Wandhalterung gehört nicht zum beschriebenen Aufbau.

Die mehrfarbige LED an der Vorderseite zeigt den Betriebszustand an. Während des Starts durchläuft sie verschiedene blaue Leucht- und Blinkphasen. Diese Initialisierung dauert laut Handbuch ungefähr 90 Sekunden in einer der Startphasen und ist nicht automatisch ein Hinweis auf eine Störung.

Tag 2: Mesh-Kopplung und WLAN-Grundfunktionen

Nach dem Einschalten verbinden sich Controller und Erweiterungen ohne separate manuelle Kopplung. Ich vergebe einen gemeinsamen WLAN-Namen und dasselbe Passwort für die ausgewählten Frequenzbänder. Dadurch bleibt die Einrichtung für Endgeräte übersichtlich. Band Steering unterstützt die automatische Auswahl eines passenden Frequenzbandes, während Access Point Steering den Wechsel zwischen Mesh-Einheiten unterstützt.

Das Tri-Band-System arbeitet gleichzeitig mit 2,4, 5 und 6 GHz. Ältere Geräte lassen sich weiterhin einbinden, während kompatible Wi-Fi-7-Endgeräte von MLO und der breiten 6-GHz-Konfiguration profitieren können. Für MLO lässt sich eine eigene SSID anlegen. Das ist sinnvoll, weil nicht jedes Endgerät diese Funktion unterstützt.

Im Alltag ist die gemeinsame Netzstruktur angenehm, weil ich mich nicht ständig manuell mit einem anderen Zugangspunkt verbinden muss. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt jedoch stark vom jeweiligen Endgerät und von baulichen Bedingungen ab. Die 9,3 Gbit/s bleiben ein addierter theoretischer Gesamtwert mehrerer Funkbänder.

Tag 3: App und Weboberfläche

Die Home Network App führt verständlich durch die grundlegende Einrichtung und zeigt eine Übersicht der verbundenen Geräte. Für fortgeschrittene Einstellungen wechsle ich in die lokale Weboberfläche. Dort sehe ich unter anderem IP- und MAC-Adressen, Firmwareversion, Seriennummer, WAN-IP-Adresse, Betriebszeit sowie die Zahl der verbundenen WLAN-Geräte.

Praktisch ist die Möglichkeit, Mesh-Erweiterungen und verbundene Geräte individuell zu benennen. Aus einer technischen Bezeichnung wird so beispielsweise ein verständlicher Standort wie „Wohnzimmer“. Zusätzlich zeigt die Verwaltung CPU- und Speicherauslastung an. Diese Informationen helfen bei der Diagnose, wenn im Netzwerk ungewöhnliches Verhalten auftritt.

Die Oberfläche ist umfangreich und richtet sich erkennbar auch an erfahrene Anwenderinnen und Anwender. Bei einzelnen Statusanzeigen kann die Aktualisierung verzögert erfolgen. Im normalen Betrieb beeinträchtigt mich das nicht, bei einer unmittelbaren Fehlersuche ist ein kurzer Abgleich durch erneutes Laden der Ansicht sinnvoll.

Tag 4: Anschlüsse und Routerbetrieb

Jede Einheit bietet drei Gigabit-Ethernet-Ports und einen kombinierten 2,5-Gbit/s-WAN-/LAN-Port. Ich kann dadurch beispielsweise einen Computer, ein Fernsehgerät und eine Spielekonsole direkt an einem entfernten Mesh-Knoten anschließen. Insgesamt stehen im Dreier-Set zwölf physische Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung.

Der Controller übernimmt bei passender Konfiguration die Routerfunktion. DHCP vergibt lokale IP-Adressen automatisch, wobei der Standardbereich bei 192.168.7.100 beginnt und bis 192.168.7.254 reicht. Die Lease-Zeit lässt sich zwischen einer Stunde und einer Woche einstellen, der übliche Standardwert beträgt zwölf Stunden.

IPv4 ist vorhanden, IPv6 ist laut Ausgangskonfiguration deaktiviert und kann bei Bedarf aktiviert werden. Zusätzlich stehen DHCPv6, SLAAC, DS-Lite, 6rd und 464XLAT als beschriebene IPv6-Optionen zur Verfügung. Für technisch versierte Haushalte sind außerdem VLAN-Einstellungen, manuelle DNS-Server und Portweiterleitungen interessant.

Tag 5: Gastnetz, Smart-Home-WLAN und Sicherheit

Das Gast-WLAN lässt sich vom privaten Hauptnetz trennen. Besucherinnen und Besucher erhalten damit einen eigenen Zugang, ohne dass das reguläre WLAN-Passwort weitergegeben werden muss. Für vernetzte Haushaltsgeräte steht zusätzlich ein Smart-Home-WLAN bereit. Dieses kann auf bestimmte Frequenzbänder begrenzt und isoliert betrieben werden.

Die Trennung ist besonders hilfreich, wenn viele Steckdosen, Sensoren oder andere IoT-Geräte im Haushalt vorhanden sind. AP-Isolation kann zusätzlich verhindern, dass Geräte innerhalb eines separaten WLANs direkt miteinander kommunizieren. Bei einzelnen Smart-Home-Anwendungen muss deshalb darauf geachtet werden, ob eine lokale Gerätekommunikation benötigt wird.

Als Verschlüsselungsoptionen stehen WPA, WPA2 und WPA3 Personal zur Verfügung. Das Handbuch nennt AES als Standardverschlüsselungstyp. Die Firewall erlaubt eigene Regeln mit Quelladresse, Zieladresse, Port und Protokoll. Für TCP, UDP, ICMP und ESP können unterschiedliche Aktionen festgelegt werden.

Tag 6: Diagnose, Firmware und Komfortfunktionen

Die Diagnosefunktionen gehen über eine reine Schnellstart-App hinaus. Systemprotokolle und WLAN-Protokolle dokumentieren Verbindungs- und Trennungsereignisse. Dadurch lassen sich unerwartete Unterbrechungen genauer nachvollziehen. Firmware-Updates können verwaltet werden, automatische Aktualisierungen sind laut Handbuch standardmäßig aktiviert.

Eine angenehme Komfortfunktion ist der LED-Nachtmodus. Die Statusbeleuchtung kann vollständig deaktiviert oder zeitgesteuert betrieben werden. Für ein Schlafzimmer lässt sich beispielsweise eine Abschaltung um 22 Uhr und eine Aktivierung um 7 Uhr einrichten. Das verhindert störendes Licht, ohne dass die Statusanzeige dauerhaft abgeschaltet bleiben muss.

Die Verwaltung unterstützt außerdem QoS-Profile für ausgeglichene Nutzung, Gaming, Video und Web-Browsing. QoS steht für Quality of Service und bedeutet vereinfacht, dass bestimmte Datenarten bei hoher Netzwerkauslastung bevorzugt behandelt werden können. Einige weitergehende Funktionen wie VPN, WLAN-Zeitpläne und bestimmte Kindersicherungsoptionen waren in der verfügbaren Softwarebeschreibung noch als spätere Firmware-Erweiterungen angekündigt.

Tag 7: Alltagseindruck und Sicherheit

Im täglichen Betrieb erweist sich das System als vielseitig. Die Aufteilung auf drei Einheiten erleichtert die Versorgung mehrerer Räume und Etagen. Wo Ethernet-Kabel vorhanden sind, kann ein kabelgebundener Backhaul genutzt werden. Dabei kommunizieren die Mesh-Knoten über das Netzwerkkabel, während die Funkkapazität für Endgeräte frei bleibt.

Für den Betrieb benötige ich drei Steckdosen und die drei mitgelieferten Netzteile. Der dokumentierte Netzwerk-Standby liegt laut Handbuch unter 8 Watt. Ein unabhängiger Praxistest ermittelte knapp 8 Watt pro Einheit. Bei drei Geräten wären das rechnerisch ungefähr 24 Watt, wenn alle Einheiten dauerhaft mit diesem Wert betrieben würden. Der tatsächliche Verbrauch hängt vom Betriebszustand und der Netzwerkauslastung ab.

Zur Reinigung trenne ich die Geräte vom Strom und verwende ein trockenes Tuch. Lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel sind nicht vorgesehen. Die Geräte gehören ausschließlich in trockene Innenräume. Bei beschädigtem Gehäuse, Flüssigkeitseintritt oder beschädigter Stromversorgung ist die Nutzung zu beenden und das Gerät vom Stromnetz zu trennen.

Unabhängige Messwerte im Kontext

Die im Rahmen der Recherche ausgewerteten externen Praxismessungen bestätigen die grundsätzlich hohe Funkleistung, sind aber nicht Bestandteil meiner eigenen Messung und hängen von der jeweiligen Testumgebung ab. In einem Test wurden am Controller über 6 GHz 2.401 Mbit/s und an einem etwa 25 Meter entfernten Mesh-Knoten mit zwei massiven Wänden 1.814 Mbit/s gemessen. Auf 5 GHz wurden am Controller bis zu 2.450 Mbit/s und am Knoten ebenfalls 1.814 Mbit/s angegeben.

Andere Messungen lagen je nach Standort zwischen ungefähr 425 und 880 Mbit/s, an einem entfernten Dachbodenbereich zwischen etwa 240 und 735 Mbit/s. Diese Unterschiede zeigen, wie stark Gebäude, Entfernung, Endgerät und Funkweg das Ergebnis beeinflussen. Die Werte sind deshalb keine allgemeine Leistungszusage, sondern eine Einordnung der technischen Möglichkeiten.

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Persönlicher Eindruck

Mein stärkster Eindruck entsteht nicht durch einen einzelnen technischen Wert, sondern durch das Zusammenspiel aus drei vorbereiteten Einheiten, Tri-Band-WLAN und flexibler Konfiguration. Ich muss die beiden Erweiterungen nicht mühsam einzeln in das Netzwerk aufnehmen. Nach der ersten Synchronisierung kann ich sie dort aufstellen, wo zusätzliche Funkabdeckung benötigt wird.

Besonders praktisch finde ich die vier Netzwerkanschlüsse an jeder Einheit. Ein entfernter Mesh-Knoten kann dadurch mehrere stationäre Geräte aufnehmen, ohne dass sofort ein zusätzlicher Switch erforderlich ist. Der einzelne 2,5-Gbit/s-Port pro Einheit deckt schnelle Uplinks und geeignete Endgeräte ab, während die übrigen Anschlüsse mit Gigabit-Ethernet arbeiten.

„Die vorkonfigurierten Erweiterungen machen den ersten Aufbau deutlich angenehmer, weil ich nicht jeden Knoten einzeln koppeln muss.“

Auch die Trennung von Hauptnetz, Gastnetz und Smart-Home-WLAN gefällt mir im Alltag. Gerade bei vielen vernetzten Geräten ist es hilfreich, nicht alle Komponenten in einem einzigen WLAN verwalten zu müssen. Die Weboberfläche bietet zudem genügend Tiefe, um DHCP-Bereiche, DNS, Firewall-Regeln und IPv6 gezielt anzupassen.

„Der LED-Nachtmodus ist ein kleines, aber gut durchdachtes Detail, wenn eine Mesh-Einheit im Schlafzimmer steht.“

Als kleiner Nebenpunkt bleibt die Verwaltung an einzelnen Stellen etwas weniger unmittelbar, wenn Statusänderungen nicht sofort angezeigt werden. Im normalen Einsatz fällt das kaum ins Gewicht, während bei einer detaillierten Fehlersuche ein manuelles Aktualisieren der Ansicht hilfreich sein kann. Die insgesamt breite Konfigurationsauswahl überzeugt mich dennoch, weil sie sowohl einfache Grundeinstellungen als auch professionelle Netzwerkoptionen ermöglicht.

Externe Erfahrungszusammenfassung

Eine belastbare externe Erfahrungsbasis ist wegen der noch relativ kurzen Marktpräsenz kleiner als bei länger etablierten WLAN-Systemen. Die vorhandenen externen Erfahrungen fallen insgesamt positiv aus. Hervorgehoben werden vor allem die unkomplizierte Ersteinrichtung, das automatische Mesh-Roaming und die hohe Funkleistung an Controller und entfernten Knoten.

Ein externer Erfahrungsbericht beschreibt den Wechsel zwischen den Zugangspunkten als zuverlässig. In einem weiteren Praxistest werden die Übertragungsleistung und die verschiedenen Betriebsmodi gelobt. Als kleinere Einschränkungen werden dort eine teilweise umständliche Verwaltung und verzögerte Statusanzeigen genannt.

Die verfügbaren Erfahrungen bestätigen außerdem die technische Einordnung des Systems als flexibles Tri-Band-Mesh mit 2,5-Gbit/s-Anbindung, sechs internen Antennen je Einheit und umfangreichen Netzwerkoptionen. Die Aussagen beziehen sich auf unterschiedliche Testumgebungen und sind daher nicht als identische Ergebnisse für jeden Haushalt zu verstehen.

Alternativprodukte

TP-Link Deco BE65 3er-Pack

Das TP-Link Deco BE65 3er-Pack kostet auf dem deutschen Markt ungefähr 470 bis 510 Euro und bietet Wi-Fi 7 mit rund 9,2 Gbit/s kombinierter theoretischer Datenrate. Jede Einheit besitzt vier 2,5-Gbit/s-Ethernet-Anschlüsse. Der Nachteil des getesteten devolo-Systems gegenüber dieser Alternative liegt in der geringeren Zahl an Multi-Gigabit-Ports. Sein Vorteil ist die flexible Kombination aus Router-, Access-Point- und Mesh-Betrieb sowie die klar getrennte Smart-Home-Struktur.

ASUS ZenWiFi BT8 3-Pack

Das ASUS ZenWiFi BT8 3-Pack liegt bei ungefähr 610 Euro und bietet höhere addierte Funkbandraten, zwei 2,5-Gbit/s-Ports, zwei Gigabit-Anschlüsse je Einheit, USB 3.0 und umfangreiche VPN-Funktionen. Der Nachteil besteht in der größeren technischen Komplexität und den größeren Gehäusen. Das devolo BE9300 punktet dagegen mit vorkonfigurierten Erweiterungen, einer vergleichsweise übersichtlichen Grundinstallation und einem kompakten Gehäuse.

NETGEAR Orbi 770 RBE773

Das NETGEAR Orbi 770 3-Pack kostet ungefähr 675 bis 800 Euro und bietet zusätzliche Multi-Gigabit-Anschlüsse an den Satelliten sowie eine beworbene Abdeckung von bis zu 540 m². Der Nachteil der Alternative ist die häufig höhere Preisregion. Das devolo-System bietet dafür drei vorkonfigurierte Einheiten, ein separates Smart-Home-WLAN und mehrere Betriebsarten für die Einbindung in unterschiedliche Heimnetzstrukturen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band 3-Pack im Test

Kann das devolo WiFi 7 Mesh BE9300 als Router eingesetzt werden?

Ja, der Controller besitzt eine eigene Routerfunktion mit DHCP-Server, Firewall und WAN-Konfiguration. Für den Betrieb benötigt das System ein vorgeschaltetes ONT oder Modem mit Ethernet-Ausgang, da kein DSL-, Kabel- oder Glasfasermodem integriert ist. Unterstützt werden unter anderem DHCP, PPPoE und statische Netzwerkeinstellungen. Wer bereits einen Router nutzt, kann das BE9300 alternativ im Bridge- oder Access-Point-Modus einbinden.

Wie wird das devolo BE9300 mit einem Glasfaseranschluss verbunden?

Der Controller wird per Ethernet mit dem LAN-Ausgang des Glasfaser-ONT verbunden. Anschließend wird der WAN-Typ passend zum Anschluss eingestellt. Bei einem DHCP-Anschluss genügt häufig die automatische Konfiguration, während bei PPPoE die Zugangsdaten des Internetanbieters erforderlich sind. Der 2,5-Gbit/s-WAN-/LAN-Port eignet sich für schnelle Anschlüsse, sofern ONT, Tarif und übrige Netzwerktechnik diese Geschwindigkeit unterstützen.

Wie schnell ist das devolo BE9300 wirklich?

Die Angabe von 9,3 Gbit/s beschreibt die addierten theoretischen Höchstwerte von 2,4, 5 und 6 GHz. Sie stellt keine garantierte Geschwindigkeit eines einzelnen Geräts dar. Das Datenblatt nennt bis zu 688 Mbit/s auf 2,4 GHz, 2.882 Mbit/s auf 5 GHz und 5.765 Mbit/s auf 6 GHz. Nutzdatenraten hängen zusätzlich von Endgerät, Entfernung, Wänden und Funkstörungen ab.

Unterstützt das System Wi-Fi 6 und ältere WLAN-Geräte?

Ja, das devolo BE9300 ist abwärtskompatibel zu Wi-Fi 6, Wi-Fi 5, Wi-Fi 4 sowie weiteren kompatiblen IEEE-WLAN-Standards. Dadurch müssen vorhandene Smartphones, Drucker, Notebooks und Smart-Home-Geräte nicht vollständig ersetzt werden. Für das 6-GHz-Band ist jedoch ein kompatibles Endgerät erforderlich. Geräte ohne Wi-Fi-6E- oder Wi-Fi-7-Unterstützung können dieses Frequenzband nicht nutzen.

Was bringt Multi-Link Operation beim devolo BE9300?

Multi-Link Operation, kurz MLO, ermöglicht kompatiblen Wi-Fi-7-Geräten die parallele Nutzung mehrerer Funkverbindungen. Dadurch können sich unter geeigneten Bedingungen Datendurchsatz, Stabilität und Reaktionsverhalten verbessern. Im BE9300 lässt sich dafür eine eigene MLO-SSID konfigurieren. Die Funktion setzt kompatible Hardware und Software auf der Clientseite voraus. Ein pauschaler Geschwindigkeitsgewinn für alle Geräte lässt sich deshalb nicht ableiten.

Benötigen die drei Mesh-Einheiten eine dauerhafte LAN-Verbindung?

Nein, die beiden Erweiterungen können drahtlos mit dem Controller kommunizieren. Für die erste Synchronisierung werden sie zunächst in der Nähe des Controllers eingeschaltet. Anschließend lassen sie sich am gewünschten Ort aufstellen. Alternativ unterstützt das System einen kabelgebundenen Ethernet-Backhaul. Dieser ist bei dicken Decken, größeren Entfernungen oder hoher Funkbelastung besonders interessant, weil die Verbindung zwischen den Mesh-Knoten dann über Netzwerkkabel läuft.

Wie richte ich das BE9300 ohne Smartphone-App ein?

Die Installation funktioniert vollständig über einen Browser. Ein Computer kann per Ethernet mit einer der drei oberen LAN-Buchsen des Controllers verbunden werden. Alternativ lässt sich mit einem Smartphone über den QR-Code auf der Geräterückseite das vorkonfigurierte WLAN öffnen. Anschließend wird die lokale Weboberfläche aufgerufen. Die Standardadresse lautet https://192.168.7.1, sofern die Netzwerkkonfiguration noch unverändert ist.

Welche App gehört zum devolo WiFi 7 Mesh BE9300?

Für die mobile Einrichtung und grundlegende Verwaltung steht die kostenlose devolo Home Network App zur Verfügung. Sie bietet einen Installationsassistenten, eine Netzwerkübersicht und Informationen zu verbundenen Geräten. Für detaillierte Einstellungen nutze ich die lokale Weboberfläche. Dort stehen unter anderem DHCP, IPv6, Firewall, VLAN, DNS, Portweiterleitungen, QoS und Protokolle zur Verfügung. Die App ist daher nicht der einzige Verwaltungsweg.

Welche WLAN-Netze kann das devolo BE9300 bereitstellen?

Das System unterstützt ein reguläres Haupt-WLAN, ein separates Gast-WLAN und ein zusätzliches Smart-Home-WLAN. Die Gastgeräte können vom privaten lokalen Netzwerk getrennt werden. Das Smart-Home-WLAN lässt sich für IoT-Geräte verwenden und kann isoliert betrieben werden. Je nach Einstellung sind einzelne Frequenzbänder oder ein Tri-Band-Betrieb möglich. Für lokale Gerätekommunikation müssen AP-Isolation und Netztrennung passend gewählt werden.

Welche Sicherheitsfunktionen bietet das Mesh-System?

Das devolo BE9300 unterstützt WPA, WPA2 und WPA3 Personal sowie eine integrierte Router-Firewall. Eigene Firewall-Regeln können Quelladresse, Zieladresse, Port und Netzwerkprotokoll berücksichtigen. Zusätzlich stehen Gastnetz, Smart-Home-WLAN, AP-Isolation und MAC-Filter zur Verfügung. Der Hersteller weist darauf hin, dass MAC-Adressen manipulierbar sind. Die MAC-Sperrliste ist daher eine ergänzende Einstellung und kein alleiniger Zugriffsschutz.

Wie lässt sich die Status-LED des devolo BE9300 steuern?

Die Statusbeleuchtung kann dauerhaft eingeschaltet, vollständig ausgeschaltet oder zeitgesteuert betrieben werden. Im LED-Nachtmodus lässt sich beispielsweise eine Abschaltung um 22 Uhr und eine Aktivierung um 7 Uhr festlegen. Das ist praktisch, wenn eine Einheit in einem Schlafzimmer steht. Die LED informiert außerdem über Startvorgang, Mesh-Synchronisierung, WPS, Firmware-Updates, WAN-Verbindung und Zurücksetzen auf Werkseinstellungen.

Welche Anschlüsse befinden sich an jeder Mesh-Einheit?

Jede Einheit besitzt drei Gigabit-Ethernet-Ports und einen kombinierten 2,5-Gbit/s-WAN-/LAN-Port. Der Controller nutzt diesen Anschluss bei der Routerkonfiguration typischerweise für die Verbindung zum ONT oder Modem. An den Erweiterungen können stationäre Geräte wie Computer, Fernseher oder Konsolen angeschlossen werden. Über alle drei Geräte verteilt stehen insgesamt zwölf physische Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung.

Wie wird das devolo BE9300 auf Werkseinstellungen zurückgesetzt?

Auf der Rückseite befindet sich neben der WPS-Taste eine versenkte Reset-Öffnung. Mit einem dünnen Gegenstand wird der Reset-Taster ungefähr 10 bis 15 Sekunden gedrückt gehalten, bis die entsprechende LED-Anzeige erscheint. Dabei werden individuelle Netzwerk- und Zugangsdaten gelöscht. Vor dem Zurücksetzen kann die Konfiguration über die Weboberfläche exportiert werden. Nach dem Neustart gelten wieder die vorgesehenen Standardzugangsdaten.

Welche IPv6-Funktionen unterstützt das devolo Mesh?

IPv6 wird vom System unterstützt, ist laut Werkseinstellung jedoch deaktiviert und muss bei Bedarf eingeschaltet werden. Das Handbuch beschreibt mehrere Betriebsarten, darunter DHCPv6, SLAAC, DS-Lite, 6rd und 464XLAT. Zusätzlich lassen sich IPv4-Netzwerkbereiche, DHCP-Adressbereiche und Lease-Zeiten konfigurieren. Für die korrekte Einrichtung sollten die Vorgaben des Internetanbieters berücksichtigt werden, insbesondere bei speziellen Übergabeverfahren.

Wie hoch ist der Stromverbrauch des devolo BE9300?

Das Handbuch nennt für den Netzwerk-Standby einen Wert unter 8 Watt. Ein unabhängiger Praxistest ermittelte knapp 8 Watt je Einheit. Bei drei Geräten ergibt sich bei angenommener Dauerlast von 8 Watt pro Einheit rechnerisch eine Gesamtleistung von 24 Watt. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Datenverkehr, Betriebszustand und Konfiguration ab. Die maximale Netzteilleistung ist nicht mit dem Dauerverbrauch gleichzusetzen.

Welche Temperaturen und Aufstellbedingungen gelten für das System?

Der vorgesehene Betriebstemperaturbereich reicht von −5 bis +40 °C. Gelagert werden kann das Gerät laut Datenblatt bei −40 bis +70 °C. Die zulässige Luftfeuchtigkeit liegt bei 10 bis 90 Prozent ohne Kondensation. Das BE9300 ist ausschließlich für trockene Innenräume vorgesehen. Die Einheiten sollen freistehend auf einer ebenen Fläche stehen, damit die Lüftungsöffnungen frei bleiben.

Welche QoS-Funktionen bietet der devolo Router?

Quality of Service, kurz QoS, priorisiert bestimmte Nutzungsarten bei starkem Datenverkehr. Das BE9300 bietet Profile für ausgeglichene Nutzung, Gaming, Video und Web-Browsing. Damit lässt sich die Netzwerkverteilung an den jeweiligen Alltag anpassen. QoS ersetzt jedoch keine schnelle Internetleitung und kann die Bedingungen zwischen Anbieter, Gegenserver und Endgerät nicht verändern. Die Funktion ist vor allem bei mehreren parallelen Nutzungen interessant.

Wie lange dauert die erste Synchronisierung einer Mesh-Erweiterung?

Für den ersten Verbindungsaufbau einer Erweiterung sind laut Handbuch bis zu etwa drei Minuten vorgesehen. Ich schalte beide Erweiterungen zunächst in der Nähe des Controllers ein und verteile sie erst nach erfolgreicher Synchronisierung. Bei einer nachträglich gekauften Einheit erfolgt die Kopplung zunächst per Ethernet. Sobald die LED blau pulsiert, kann das Kabel getrennt und die Erweiterung an ihrem vorgesehenen Standort aufgestellt werden.

Welche Garantie bietet devolo auf das BE9300?

devolo gewährt auf das WiFi 7 Mesh BE9300 eine dreijährige Herstellergarantie ab Kaufdatum. Diese besteht zusätzlich zu den gesetzlichen Gewährleistungsrechten gegenüber dem Verkäufer. Bei einer Supportanfrage sollten Produktname, Seriennummer und eine möglichst genaue Fehlerbeschreibung bereitgehalten werden. Für eine eventuelle Einsendung ist laut Serviceablauf eine RMA-Nummer erforderlich. Eine zusätzliche Garantieverlängerung sollte nicht pauschal eingeplant werden.

Wie wird das devolo BE9300 gereinigt und entsorgt?

Vor der Reinigung wird das Gerät vom Stromnetz getrennt und mit einem trockenen Tuch abgewischt. Lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel sind nicht vorgesehen. Vor einer Weitergabe oder Außerbetriebnahme sollten persönliche Einstellungen und Zugangsdaten durch einen Werksreset gelöscht werden. Gerät und elektronisches Zubehör gehören nicht in den Hausmüll. Für die Entsorgung sind geeignete kommunale Sammelstellen oder der Handel vorgesehen.

Vorstellung der Marke devolo solutions GmbH

devolo solutions GmbH hat ihren Sitz in Aachen und besteht als Marke seit 2002. Das Unternehmen ist auf Heimvernetzung, Powerline, WLAN-Mesh, Routertechnik und Netzwerklösungen für Unternehmen spezialisiert. Die ursprüngliche Geschäftsidee bestand darin, Netzwerkdaten über vorhandene Stromleitungen zu übertragen. Daraus entwickelte sich ein breiteres Portfolio für Wohnungen, Häuser und professionelle Netzwerke.

Zu den Produktbereichen gehören Powerline-Adapter, WLAN-Mesh-Systeme, Repeater, WLAN-Router, Glasfaserlösungen, Switches und professionelle Netzwerktechnik. Das WiFi 7 Mesh BE9300 steht dabei für die Entwicklung hin zu klassischen WLAN- und Ethernet-basierten Mesh-Systemen. Es nutzt keine integrierte Powerline-Verbindung, sondern WLAN und Ethernet für die Kommunikation.

Die Markenphilosophie konzentriert sich auf leistungsfähige und möglichst unkomplizierte Heimvernetzung. Nach eigener Darstellung legt devolo Wert auf technische Entwicklung, Kompatibilität mit vorhandenen Netzwerkumgebungen und eine zugängliche Einrichtung. Das Unternehmen verweist außerdem auf Forschungs- und Standardisierungsprojekte sowie Kooperationen mit Telekommunikationsanbietern.

devolo nennt mehr als 50 Millionen verkaufte Produkte und zahlreiche Testauszeichnungen für die Marke beziehungsweise das gesamte Portfolio. Diese Angaben beziehen sich nicht ausschließlich auf das BE9300. Für das getestete System sind insbesondere die dreijährige Herstellergarantie, die Support-Hotline unter +49 (0)241 99082-222, die Erreichbarkeit montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und das Online-Kontaktformular relevant.

Fazit

Das devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band 3-Pack überzeugt im einwöchigen Test vor allem durch die unkomplizierte Einrichtung, die vorkonfigurierten Erweiterungen und die flexible Nutzung als Router oder Access Point. Tri-Band-Wi-Fi 7, MLO, 320-MHz-Kanäle auf 6 GHz, zwölf Ethernet-Anschlüsse im Set und ein separates Smart-Home-WLAN bilden eine vielseitige Grundlage für moderne Heimnetzwerke.

Besonders gut eignet sich das System für größere Wohnungen, Häuser mit mehreren Etagen, Haushalte mit vielen vernetzten Geräten und Nutzerinnen und Nutzer, die ihr Netzwerk detailliert verwalten möchten. Auch die drei Jahre Herstellergarantie, der LED-Nachtmodus und die ausführlichen Diagnosefunktionen tragen zum positiven Alltagseindruck bei.

Wer ein leistungsfähiges, flexibel konfigurierbares Dreier-Mesh mit Wi-Fi 7 sucht und einen ONT oder ein separates Modem einsetzen kann, erhält mit dem devolo BE9300 eine überzeugende Lösung. Für diese Zielgruppe spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus.

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