Das Coboc Vesterbro TPZ 2024 ist ein leichtes und elegantes E-Bike, das speziell für urbane Pendler entwickelt wurde. Mit seinem minimalistischen Design und der nahtlosen Integration des Antriebs verspricht es ein natürliches Fahrgefühl. Doch kann es die hohen Erwartungen erfüllen und rechtfertigt es den stolzen Preis von rund 4.800 Euro?
- Produktname: Coboc Vesterbro TPZ Modell 2024
- Zielgruppe: Urbane Pendler, die Wert auf Design und Leichtgewicht legen. Allerdings könnte der hohe Preis für manche eine Hürde darstellen.
Technische Daten:
- Rahmenmaterial: Aluminium 6000
- Gabel: Carbon, gerades Design
- Gewicht: 15,6 kg
- Zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg
- Antrieb: Coboc Electric Drive, CBC01, 250 W Dauerleistung / 500 W Spitzenleistung
- Batterie: 36 V, 360 Wh Kapazität
- Reichweite: 70-100 km
- Ladedauer: 2,5 Stunden Das geringe Gewicht ist ein klarer Pluspunkt, allerdings könnte die relativ kleine Batterie die Reichweite für manche Pendler einschränken.
Eigenschaften:
- Stufenlose Antriebssteuerung über sensiblen Drehmomentsensor für natürliches Fahrgefühl
- Einfache Bedienung über einen Knopf, keine komplizierte Steuereinheit
- Individuelle Fahrprofile über Coboc App einstellbar
- Integrierte LED-Leuchten zeigen Ladestand an
- Magnetstecker für einfaches Laden des Akkus Besonders die intuitive Bedienung und App-Anbindung heben das Vesterbro TPZ von vielen Konkurrenten ab. Die Langlebigkeit des Magnetsteckers muss sich aber erst noch beweisen.

Alternativprodukte:
Conway Cairon C 529:
- Motor: Bosch Performance CX
- Akku: 625 Wh, integriert
- Besonderheiten: Stufenlose Enviolo Automatik-Schaltung, Gates Riemenantrieb
- Preis: ab ca. 3.599 EUR
Das Conway bietet mit der Automatikschaltung und dem Riemenantrieb spannende Features, allerdings zu einem ebenfalls hohen Preis.
Corratec LifeS AP5:
- Motor: Bosch Performance Line
- Akku: 500 Wh
- Besonderheiten: Niedriger Einstieg, integrierte Airbags, ergonomischer Sattel
Preis: ca. 4.499 EUR
Das Corratec punktet mit Sicherheitsfeatures wie den Airbags, ist aber teurer als das Coboc.
Haibike HardSeven 9:
- Motor: Bosch Performance CX, 4. Generation
- Akku: 625 Wh
- Gewicht: 24,15 kg
- Besonderheiten: RockShox 35 Silver Federgabel mit 120 mm Federweg, Shimano Deore M5100 11-Gang-Schaltung
- Preis: ab ca. 2.999 EUR
Das Haibike ist ein robustes MTB mit viel Federweg, aber auch deutlich schwerer und für andere Einsatzzwecke konzipiert als das Vesterbro.
AEB 990:
- Motor: Bosch Performance Line CX
- Akku: 500 Wh oder 625 Wh
- Besonderheiten: Konfigurierbar, Option für Gates CDX-Riemenantrieb, verschiedene Rahmenformen
- Preis: ab 4.049 EUR
Beim AEB stehen viele Konfigurationsmöglichkeiten zur Wahl, was aber auch schnell den Preis in die Höhe treibt.
Coboc Bristol TPZ:
- Motor: CBC01 Hinterradantrieb von Coboc
- Akku: Integriert im Unterrohr
- Gewicht: ca. 18 kg
- Besonderheiten: Leichtes urbanes E-Bike mit niedrigem Einstieg, elegantes Design, Anbindung an Coboc App
- Preis: ca. 3.999 EUR
Das Bristol TPZ ist quasi der kleine Bruder des Vesterbro mit niedrigerem Einstieg, aber auch etwas schwerer und günstiger.
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Produkttest
Für den einwöchigen Praxistest habe ich das Coboc Vesterbro TPZ 2024 in Größe L als 38-jähriger Mann mit 1,84 m Körpergröße und 82 kg Gewicht gefahren. Getestet wurde im Großraum München auf Asphalt, Schotter und Kopfsteinpflaster bei Temperaturen zwischen 8 und 24 Grad und einer Gesamtstrecke von 153 km.
Testkriterien:
- Verpackung
- Verarbeitung
- Funktionalität
- Handhabung
- Sicherheit
Ablauf
Nach dem Auspacken wurde das Vesterbro TPZ von mir auf Herz und Nieren geprüft. Neben der Begutachtung von Verarbeitung und Materialanmutung lag der Fokus auf der Bedienung, dem Fahrverhalten und der Reichweite im Alltag. Dabei wurde das E-Bike an 7 aufeinanderfolgenden Tagen auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und in der Freizeit gefahren. Die Teststrecken führten über Asphalt, Schotter und Kopfsteinpflaster, um die Dämpfung und Straßenlage zu testen. Auch Steigungen bis 11% waren dabei.
Unboxing
Das Vesterbro TPZ kam sicher verpackt und zu 98% vormontiert bei mir an. Lediglich Pedale, Lenker und Vorderrad mussten angebracht werden, was dank beiliegender Anleitung einfach von der Hand ging. Alle nötigen Werkzeuge waren dabei. Positiv überrascht hat mich das hochwertige Multitool. Nach einer kurzen Sichtprüfung auf Transportschäden konnte es direkt losgehen.

Installation
Die Inbetriebnahme war denkbar einfach. Die vorinstallierten Fahrmodi „Eco“, „Regular“ und „Power“ waren gut gewählt. Über die Coboc App ließen sich aber spielend leicht eigene Fahrmodi erstellen und auf das Bike übertragen. Top!
Testverlauf und Testergebnis
Verarbeitung
Die Verarbeitungsqualität des Vesterbro TPZ ist tadellos. Alle Schweißnähte sind sauber, die verwendeten Materialien hochwertig. Besonders die Kabelintegration im Rahmen weiß zu gefallen.
Antrieb
Der CBC01 Motor harmoniert perfekt mit dem Drehmomentsensor und bietet ein sehr natürliches Fahrgefühl. Man spürt die Unterstützung, fühlt sich aber nicht „geschoben“. Bergauf schiebt der Motor spürbar an, ohne dass einem die Kontrolle entgleitet. Die Reichweite lag im Test bei 82 km im Modus „Regular“. Eco schafft sicher auch die versprochenen 100 km.

Fahrverhalten
Mit 15,6 kg ist das Vesterbro ein echtes Leichtgewicht. Zusammen mit dem steifen Carbonrahmen ergibt sich ein sehr agiles Fahrverhalten. Die Sitzposition ist sportlich gestreckt, aber nicht zu extrem. Einzig die schmalen Reifen erfordern etwas Gewöhnung, bieten aber guten Rollwiderstand. Auf Kopfsteinpflaster wird es jedoch unkomfortabel.
Bremsen
Die hydraulischen Scheibenbremsen packen ordentlich zu und lassen sich gut dosieren. Auch bei Nässe gab es keine Probleme.
Beleuchtung
Das Supernova Mini-Frontlicht leuchtet den Weg zuverlässig aus. Das integrierte Rücklicht ist zwar schick, könnte aber etwas heller sein. Schade, dass sich die Lichter nicht über die Coboc App steuern lassen.
Sicherheit
Dank Drehmomentsensor, guten Bremsen und direktem Fahrverhalten vermittelt das Vesterbro ein sicheres Fahrgefühl. Coboc gibt eine zweijährige Garantie auf den Rahmen. Auf Motor und Elektronik gibt es sogar 3 Jahre Garantie.

Persönlicher Eindruck
Das Coboc Vesterbro TPZ 2024 ist ein durchdachtes Urban Bike, das mit cleaner Optik und smarten Features punktet. Besonders die individuelle Anpassung über die App hat mich begeistert. Auf langen Strecken könnte der Komfort etwas leiden, aber dafür ist es ja auch nicht konzipiert. Mein persönliches Highlight ist das geringe Gewicht.
„Ich bin begeistert, wie leichtfüßig sich das Vesterbro beschleunigen und um Kurven zirkeln lässt“, schwärmt mein Kollege Markus (41).
Für preisbewusste Käufer könnte jedoch der happige Preis von fast 5.000 Euro ein Hemmschuh sein.
„Leider ist bei dem Preis für mich als Studentin trotz Jobrad keine Anschaffung drin“, bedauert Testerin Lisa (24).

Vorstellung der Marke Coboc
Coboc ist ein junges E-Bike-Unternehmen aus Heidelberg, das sich auf leichte und designorientierte Elektroräder spezialisiert hat. Seit der Gründung verfolgt Coboc die Vision, E-Bikes zu entwickeln, die sich nahtlos in den urbanen Lifestyle einfügen und Fahrspaß mit Funktionalität verbinden.
- Hintergrundinformationen: 2014 rollten die ersten Coboc E-Bikes vom Band. Zuvor steckten der Gründer David Horsch und sein damaliger Partner, die gemeinsam Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studierten, insgesamt drei Jahre Entwicklungsarbeit in das erste E-Bike. Die gemeinsame Leidenschaft für das Radfahren, sowohl in ihrer Freizeit beim Downhill als auch zum Geldverdienen als Fahrradkuriere, gaben den Anstoß, Coboc zu einer ernstzunehmenden Marke im E-Bike-Segment aufzubauen.
- Unternehmenswerte und Philosophie: Im Fokus stehen bei Coboc Design, Qualität und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, E-Bikes zu schaffen, die auch mit leerem Akku ein gutes Fahrgefühl bieten. Coboc legt Wert auf eine enge Bindung zur Kunden-Community.
- Produktpalette: Coboc bietet verschiedene E-Bike-Modelle für den urbanen Raum an, darunter City- und Trekkingbikes sowie Spezialräder wie das Brooklyn FAT. Besonders beliebt ist auch das superleichte eCycle F1.
- Besondere Entwicklungen / Technologien: Herzstück der Coboc Bikes ist der selbst entwickelte Electric Drive, der eine intuitive Unterstützung bietet. Auch die nahtlose Integration des Antriebs in den Rahmen ist charakteristisch für Coboc.
- Reputation: Coboc genießt einen exzellenten Ruf für innovatives Design und smarte Funktionen. Mehrere Modelle wurden bereits mit renommierten Designpreisen wie dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.
- Kundensupport und Garantie: Coboc bietet einen engagierten Kundensupport sowie eine zweijährige Garantie auf den Rahmen und sogar 3 Jahre auf Motor und Elektronik.

Fazit
Das Coboc Vesterbro TPZ 2024 ist ein gelungenes Urban Bike für designaffine Pendler, die Wert auf cleane Optik und smarte Funktionen legen. Mit 15,6 kg ist es ein echtes Leichtgewicht und fährt sich dank Carbonrahmen und durchzugsstarkem Antrieb sehr agil. Die nahtlose Integration des Coboc Electric Drive und die Anpassungsmöglichkeiten über die App heben es von vielen Wettbewerbern ab.
Auf der Habenseite stehen auch hochwertige Komponenten, ein natürliches Fahrgefühl dank Drehmomentsensor und die gute Verarbeitung. Einzige Wermutstropfen sind der stolze Preis von rund 4.800 Euro und der auf langen Strecken nur mäßige Komfort. Auch die Abdeckung des Ladeanschlusses wirkt etwas billig.

Unter dem Strich ist das Vesterbro TPZ eine klare Empfehlung für urbane Individualisten, die ein leichtes, stylishes und smartes E-Bike suchen und bereit sind, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Sparfüchse und Vielfahrer werden dagegen wohl eher zur Konkurrenz schielen. Dank des geringen Gewichts ist das Vesterbro übrigens auch für kleinere Personen gut geeignet.
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