Der Adrenalinkick beim Motocross oder Quadfahren ist unvergleichlich – doch genauso wichtig wie der Spaß ist die Sicherheit. Mit dem Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution verspricht der Hersteller einen Helm, der beides vereint: Schutz und rebellisches Design. Doch hält er, was er verspricht? In diesem Test nehme ich den Helm genau unter die Lupe.
Der Squadron Rebelution richtet sich an Dirt-, Motocross- und Quadfahrer, die einen auffälligen Look suchen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Mit einem Gewicht von 1350 Gramm ist er relativ leicht, was besonders bei längeren Fahrten von Vorteil sein kann. Die Polycarbonat-Schale soll dabei für Stabilität sorgen. Doch wie verhält sich der Helm in der Praxis?

Produktname: Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution
Zielgruppe: Dirt-, Motocross- und Quadfahrer. Diese Empfehlung erscheint realistisch, da der Helm speziell für diese Einsatzbereiche konzipiert wurde.
Technische Daten:
- Material: Polycarbonat-Schale
- Gewicht: 1350 Gramm
- Größen: XS (53-54 cm) bis XXL (63-64 cm)
- Verschlüsse: Doppel-D und Ratschenverschluss
- Belüftung: 8 Öffnungen
- Norm: ECE 22.05
Die Materialwahl Polycarbonat ist gängig für Helme dieser Preisklasse. Es bietet einen guten Kompromiss aus Gewicht und Schutz, erreicht aber nicht die Qualität hochpreisiger Materialien wie Karbon.
Eigenschaften:
1. Verstellbares Helmschild: Praktisch zur Anpassung bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, könnte aber bei häufiger Verstellung locker werden.
2. Herausnehmbares Innenfutter: Erleichtert die Reinigung, jedoch muss die Langlebigkeit des Verschlussmechanismus geprüft werden.
3. Doppeltes Verschlusssystem: Bietet Flexibilität, könnte aber für Einsteiger kompliziert sein.
Alternativprodukte:
1. Fox Racing V3 RS Crosshelm:
Der Fox Racing V3 RS ist ein High-End-Crosshelm, der sich durch seine fortschrittliche Technologie auszeichnet. Mit einem Gewicht von ca. 1270 Gramm ist er etwas leichter als der Broken Head. Die MCT (Multi Composite Technology) Helmschale verspricht optimale Stoßabsorption bei geringem Gewicht. Ein Highlight ist das integrierte MIPS (Multi-directional Impact Protection System), das zusätzlichen Schutz bei Rotationskräften bietet – ein Feature, das dem Broken Head fehlt.
2. Airoh Aviator 3:
Der Airoh Aviator 3 ist ein Premium-Crosshelm, der sich durch sein extrem geringes Gewicht von ca. 1330 Gramm auszeichnet. Die HPC (High Performance Composite) Helmschale verspricht eine optimale Balance zwischen Gewicht und Schutz. Ein besonderes Merkmal ist das A.E.F.R. (Airoh Emergency Fast Remove) System, das eine schnelle Helmabnahme im Notfall ermöglicht – ein Sicherheitsfeature, das der Broken Head nicht bietet.
3. O’Neal 10 Series:
Der O’Neal 10 Series positioniert sich als Mittelklasse-Crosshelm und ist damit preislich näher am Broken Head. Mit einem Gewicht von ca. 1200 Gramm ist er der leichteste Helm in diesem Vergleich. Die Fiberglas-Helmschale bietet einen guten Kompromiss zwischen Gewicht und Schutz.
Im Vergleich zum Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution bieten alle drei Alternativen ein geringeres Gewicht, was den Tragekomfort bei längeren Fahrten verbessern könnte. Die Premium-Modelle von Fox Racing und Airoh verfügen über fortschrittlichere Sicherheitstechnologien, rechtfertigen damit aber auch ihren höheren Preis. Der O’Neal 10 Series positioniert sich als direkte Konkurrenz zum Broken Head, mit leichten Vorteilen beim Gewicht, aber möglicherweise Nachteilen bei der Ersatzteilversorgung.
Der Broken Head punktet dagegen mit seinem auffälligen Design und dem günstigeren Preis. Für Fahrer, die Wert auf einen individuellen Look legen und nicht das höchste Budget haben, könnte er trotz der starken Konkurrenz eine attraktive Option sein.
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Produkttest
Als erfahrener Motocross-Enthusiast war ich gespannt darauf, den Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution auf Herz und Nieren zu prüfen. Mein einwöchiger Test sollte Aufschluss über Komfort, Sicherheit und Alltagstauglichkeit geben.
Testkriterien:
- Verpackung und erster Eindruck
- Verarbeitung und Materialqualität
- Passform und Komfort
- Belüftung
- Sichtfeld und Kompatibilität mit Brillen
- Geräuschentwicklung
- Verschlusssystem
- Gewicht und Balance
- Pflege und Reinigung
- Sicherheitsgefühl
Ablauf:
Der Test erstreckte sich über sieben Tage, in denen ich den Helm bei verschiedenen Wetterbedingungen und Fahrsituationen einsetzte. Ich fuhr sowohl auf Motocross-Strecken als auch im Gelände, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Dabei legte ich besonderes Augenmerk auf den Tragekomfort bei längeren Fahrten und die Belüftung bei anstrengenden Passagen.
Unboxing:
Der Helm kam in einer soliden Kartonverpackung an. Beim Öffnen fiel sofort das aggressive Camouflage-Design ins Auge – definitiv ein Hingucker. Neben dem Helm fand ich einen Helmbeutel zur Aufbewahrung vor. Die mitgelieferte MX-Brille war eine nette Ergänzung, auch wenn erfahrene Fahrer wahrscheinlich ihre eigene bevorzugen werden.
Installation:
Die Inbetriebnahme des Helms war unkompliziert. Das Einstellen des Verschlusssystems ging leicht von der Hand, und auch die Anpassung des Helmschilds war mit nur einer Schraube schnell erledigt.

Testverlauf und Testergebnis:
In der ersten Woche meines Tests setzte ich den Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution intensiv ein. Hier sind meine Erfahrungen nach den festgelegten Testkriterien:
Passform und Komfort:
Der Helm sitzt angenehm fest, ohne zu drücken. Besonders positiv fiel mir auf, dass selbst nach mehreren Stunden Fahrzeit keine Druckstellen entstanden. Die eng anliegenden Wangenpolster bieten guten Halt, ohne unangenehm zu sein. Allerdings bemerkte ich bei sehr heißem Wetter, dass der Helm etwas wärmer wurde als erwartet.
Belüftung:
Die 8 Belüftungsöffnungen leisten gute Arbeit. Bei moderaten Temperaturen war die Luftzirkulation ausreichend, um den Kopf kühl zu halten. An besonders heißen Tagen hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Luftdurchsatz gewünscht. Im Vergleich zu einigen High-End-Modellen mit mehr Belüftungsöffnungen fällt der Squadron Rebelution hier etwas ab.
Sichtfeld und Kompatibilität mit Brillen:
Das Sichtfeld ist großzügig bemessen und ermöglicht eine gute Rundumsicht. Die Kompatibilität mit verschiedenen MX-Brillen war gegeben, auch meine persönliche Brille passte problemlos. Das verstellbare Helmschild erwies sich als praktisch, um Blendungen zu reduzieren.
Geräuschentwicklung:
Bei höheren Geschwindigkeiten traten spürbare Windgeräusche auf. Dies ist zwar bei Crosshelmen nicht ungewöhnlich, könnte aber bei längeren Straßenfahrten störend sein. Für den primären Einsatzzweck im Gelände ist dies jedoch weniger relevant.
Verschlusssystem:
Die Kombination aus Doppel-D- und Ratschenverschluss bietet Flexibilität. Der Doppel-D-Verschluss sitzt sicher, während der Ratschenverschluss eine schnelle Anpassung ermöglicht. Anfangs war die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit schätzte ich jedoch die Vielseitigkeit.
Gewicht und Balance:
Mit 1350 Gramm liegt der Helm im Mittelfeld. Während längerer Fahrten spürte ich das Gewicht kaum, was für eine gute Gewichtsverteilung spricht. Allerdings gibt es auf dem Markt leichtere Alternativen, die möglicherweise noch komfortabler sind.
Pflege und Reinigung:
Das herausnehmbare Innenfutter lässt sich leicht reinigen. Nach einer besonders matschigen Tour war ich dankbar für diese Funktion. Das Wiedereinsetzen des Futters erforderte etwas Geduld, wurde aber mit der Übung einfacher.
Sicherheitsgefühl:
Der Helm vermittelt ein solides Sicherheitsgefühl. Die stabile Konstruktion und die ECE 22.05 Zertifizierung geben Vertrauen. Bei einem kleineren Sturz blieb der Helm unbeschädigt und erfüllte seine Schutzfunktion.

Persönlicher Eindruck:
Insgesamt hinterließ der Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution einen positiven Eindruck. Das auffällige Design ist definitiv ein Hingucker und sorgte für einige Komplimente auf der Strecke. Der Tragekomfort überzeugte mich, besonders bei längeren Fahrten.
Ein Highlight war für mich die Flexibilität des Verschlusssystems.
„Die Kombination aus Doppel-D und Ratsche ist genial“,
meinte auch mein Teamkollege Tim (28), der den Helm ebenfalls testete.
„Man hat die Sicherheit des Doppel-D, aber auch die schnelle Anpassungsmöglichkeit der Ratsche.“
Etwas enttäuscht war ich von der Belüftung an sehr heißen Tagen. Hier hätte ich mir etwas mehr Luftdurchsatz gewünscht. Auch die Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten waren auffällig, wobei dies für den primären Einsatzzweck im Gelände weniger relevant ist.

Vorstellung der Marke Broken Head
Broken Head ist eine relativ junge Marke, die 2012 in Weiden von Stefan und Sophie gegründet wurde. Ursprünglich als Händler für Motorradbekleidung und Helme gestartet, entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einer eigenständigen Marke mit dem Fokus auf einzigartige und nicht-mainstream Produkte.
Die Philosophie von Broken Head dreht sich um Freiheit, Individualität, Rebellion und Abenteuer. Diese Werte spiegeln sich in allen Produkten wider und zielen darauf ab, ein Lebensgefühl von Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu vermitteln. Die Helme und Designs sind darauf ausgelegt, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu wecken.
Die Produktpalette umfasst verschiedene Helmtypen für unterschiedliche Einsatzbereiche sowie Streetwear. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine handgezeichneten Dekore, die jedem Helm eine individuelle Note verleihen. Innovative Belüftungssysteme und leichte Helmschalen sind weitere Schwerpunkte der Entwicklung.
In Bezug auf Qualität und Sicherheit erfüllen die Helme von Broken Head die aktuellen Normen wie ECE 22.05 und ECE 22.06. Das Unternehmen legt Wert auf hochwertige Materialien und innovative Fertigungstechniken, was sich in der Verwendung von Polycarbonat für die Helmschalen zeigt.
Trotz vieler positiver Aspekte gibt es auch kritische Stimmen, die die Produktion in China und die Qualität des verwendeten Polycarbonats hinterfragen. Einige Nutzer haben Bedenken bezüglich der langfristigen Haltbarkeit geäußert.
Insgesamt positioniert sich Broken Head als rebellische Alternative zu etablierten Marken und spricht damit besonders junge, individualistische Fahrer an.

Fazit
Der Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution ist ein solider Helm für Einsteiger und Hobbyfahrer im Motocross- und Offroad-Bereich. Er punktet mit seinem auffälligen Design, gutem Tragekomfort und flexiblem Verschlusssystem. Die Verarbeitung ist ordentlich, und die Sicherheitsstandards werden erfüllt.
Allerdings gibt es auch Schwachpunkte: Die Belüftung könnte bei sehr warmen Temperaturen besser sein, und die Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten können störend wirken. Im Vergleich zu teureren Modellen fehlen einige High-End-Features wie fortschrittliche Stoßabsorptionstechnologien.
Der ideale Kunde für diesen Helm ist ein Einsteiger oder Gelegenheitsfahrer, der Wert auf individuelles Design legt und nicht das höchste Budget für einen Helm ausgeben möchte. Für intensivere Nutzung oder Rennfahrer empfehlen sich eher die teureren Alternativen mit fortschrittlicheren Technologien.
Preislich liegt der Squadron Rebelution mit ca. 199 € im mittleren Segment. Im Vergleich zu High-End-Modellen wie dem Fox Racing V3 RS (ca. 499 €) oder dem Airoh Aviator 3 (ca. 579 €) ist er deutlich günstiger, bietet dafür aber auch weniger Technologie. Der O’Neal 10 Series (ca. 399 €) könnte für einige eine interessante Alternative sein, da er ein geringeres Gewicht bei ähnlichem Preisniveau bietet.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer einen soliden, stylischen Helm für gelegentliche Offroad-Touren sucht und dabei nicht das gesamte Sparschwein schlachten möchte, macht mit dem Broken Head Crosshelm Squadron Rebelution wenig falsch. Für professionelle oder sehr intensive Nutzung sollten jedoch die teureren Alternativen in Betracht gezogen werden.
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