Wir treffen Sarah Larissa Bruns auf einer Veranstaltung in Cannes – sie wird hier gleich als Model laufen. Schon im vergangenen Jahr war sie in der illustren Gesellschaft an der Côte d’Azur unterwegs und das hat sich gelohnt.
Andreas ist nämlich Schönheitschirurg – wie schön, dass die beiden sich auf einem Event begegnet sind. Er macht hier Connections und sie wollte sich unbedingt optimieren. Eine Geschichte wie aus dem Bilderbuch der Schönen und Reichen.
Sarah ist 20 Jahre alt und kommt eigentlich aus Wesel. Sie ist schon auf einigen Shows gelaufen, im vergangenen Jahr sogar in New York – allerdings glaubt sie, dass ihr zum richtigen Erfolg die richtige Nase fehlt.
Die Nase - man braucht es gar nicht erklären - hat sie von Papa Thomas. Er ist eigentlich in der Baubranche tätig und glaubt zu diesem Zeitpunkt noch fest an Sarahs Erfolg, ob mit der Nase oder einer anderen.
Und jetzt kommt Andreas ins Spiel, der Mann, den sie in Cannes kennengelernt hat. Er ist Schönheitschirurg und Experte in Sachen Networking.
Man kann es nicht oft genug sagen: Ein Eingriff an der Nase ist kein Spaziergang, gehört zu den schwierigsten Operationen überhaupt. Und Papa Thomas ist in Sachen Karriere auch noch skeptisch
Kurz vor der OP, kommen keine Zweifel bei Sarah auf, aber doch ein bisschen Herzflattern.
Drei Stunden wird die OP dauern – in Vollnarkose muss sie durchgeführt werden.
Wenn man den Besteckkasten für die OP sieht, muss man nicht mehr viel erklären – es ist kein angenehmer Eingriff. Die üblichen OP-Risiken gibt es natürlich sowieso und auch danach ist man erstmal nicht schöner.
Bilder einer Nasen-OP kann man kaum zeigen – so blutig sind sie. An der Nasenspitze wird erst einmal der Knorpel modelliert. Dann die seitlichen Nasenwände mit einem Ultraschallskalpell gelöst. Und dann können die Knochen so verschoben werden, wie man sie braucht. Davor wollen wir Sie verschonen und treffen Sarah 5 Monate später in Cannes wieder. Links die jetzt ganz gerade Nase – rechts die Nase, vor der OP.
Tatsächlich ist Sarah hier als Model gebucht, Geld bekommt man dafür allerdings keins, manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall. Papa Thomas kennt das Business mittlerweile, er ist auch Sarahs Manager. Und hat die Modellrealität mittlerweile etwas besser kennengelernt.
Und so glamourös die Welt hier erscheint, die meisten Models, die hier sind, haben vermutlich noch andere Jobs und hoffen wie auch Sarah auf den ganz großen Durchbruch.
Sarah hat allerdings einen Riesenvorteil – wenn das mit dem Modeln alles nichts wird, kann sie immer noch in die Baufirma ihres Vaters einsteigen. Denn handwerklich ist sie total geschickt. Und so kann man doch bestimmt auch schöne Shootings machen