Hat er über Jahre hinweg Collien Fernandes Identität im Netz missbraucht, sich über Fakeprofile, als sie ausgegeben und Männer für sexuelle Kontakte angelockt? Das zumindest wirft die 44-Jährige ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor und hat ihn deshalb wegen virtueller Vergewaltigung angezeigt.
„Wenn dann die Betroffene, also hier Collien Fernandes, wenn die tatsächlich so wie sie sagt, erheblich massiv psychisch unter Druck ist, dann ist das ja sogar Körperverletzung. Und da drohen eben nicht nur Strafen, also Haftstrafen möglicherweise, sondern auch Schmerzensgeldansprüche."
Im Spiegel-Interview spricht Fernandes jetzt über ihr Martyrium und sagt: „Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut."
Laut Spiegel vermutet Fernandes zunächst Internettrolle hinter den Erniedrigungen und erstattet im November 2024 Anzeige gegen Unbekannt. Später, so sagt sie, soll Christian Ulmen, mit dem die Schauspielerin von 2011 bis 2025 verheiratet war, ihr gebeichtet haben, dass er selbst dahinter steckt. „Es war wie bei einer Todesnachricht. Ich konnte nicht reden, nicht heulen", sagt sie.
Anfang des Jahres spricht Fernandes mit uns, als vermeintliche Pornovideos von ihr im Netz auftauchen, aber nicht über den Verursacher.
„Das fühlte sich einfach so gemein an, dass meine Identität geklaut wurde, um so einen Mist mitzumachen. Ich war wirklich fassungslos."
Christian Ulmen selbst hat sich zu der Anzeige bislang nicht geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: Spiegel