Dieter Bohlen spricht im Podcast „Hopf und Kettner" gerade ganz offen das aus, was sich viele Fans schon so lange gewünscht haben.
„Ich würde ihnen sogar drücken und umarmen und sagen. ‚Komm, Thomas, wollen wir diese ganze Scheiße nicht ein für alle Mal vergessen?'"
Und der 72-Jährige geht sogar noch weiter.
„Auf die Bühne gehen mit ihm? Ja."
Warum nicht ein Modern Talking-Comeback? Das galt in den vergangenen Jahren als undenkbar.
„Cherry Cherry lady going through a motion love is where you find it listen to your heart."
1984 werden Produzent Dieter Bohlen und Sänger Thomas Anders direkt mit ihrer Debütsingle zu Überfliegern.
„You my heart, you're my song, Yeah, wilde love love."
You're my heart, You're my soul schießt direkt auf die Eins und verhilft Modern Talking zum Durchbruch in ganz Europa. Zwischen 1984 und 1987 verkauft das Duo rund 60 Millionen Tonträger. Doch dann der erste Bruch. Wegen interner Spannungen und persönlicher Differenzen.
„Thomas hat damals gedacht, wir haben Erfolg, weil er so gut singt. Von ihm stammt ja auch diese Äußerung, er könnte auf eine Platte kotzen, und die Leute kaufen es trotzdem."
Knapp zehn Jahre später, Ende der 90er, probieren es Dieter und Thomas noch mal miteinander. Die alten Streitigkeiten vergessen, erzählen sie Katja Burkhardt, 1998 bei Punkt 12.
„Also gerade jetzt im Frühling. Im Sommer ist eine tolle Zeit. Ich hab da irgendwie bessere Sachen zu tun, als mich mit irgendwelchen Leuten zu streiten."
„Ist es nicht so, dass wir alle nach der Harmonie streben?"
Auch musikalisch startet Modern Talking megaerfolgreich in ihren zweiten Frühling.
„Can't you see, we are ready for the victory is clear, You're hero, just for you and me."
Und trotzdem ist 2003 nach einem erneuten Streit endgültig Schluss. Bis jetzt.
„Thomas ist ja nicht mein Feind. Ich laufe ja nicht mit Hass im Bauch seit Jahren rum. Das ist ja schon lange verflogen."
Erzählt der Poptitan in der Bild. Das klingt eigentlich, als stünde einem Comeback wirklich nichts im Weg. Blöd nur, dass Thomas Anders uns vor knapp zwei Stunden mitteilt, ein gemeinsames Comeback stehe für ihn nicht zur Diskussion.
„Ich bin stolz und dankbar für die großen Erfolge von Modern Talking. Gleichzeitig bin ich glücklich und stolz, dass ich mir nach unserer Trennung vor 23 Jahren meine eigene Karriere erfolgreich aufgebaut habe. Darauf möchte ich mich auch in Zukunft weiter konzentrieren."
Zumindest die angebotene Umarmung von Dieter, die hat er nicht ausgeschlossen.