Eigentlich gilt Sarah Knappik als hart im Nehmen – eklige Dschungelprüfungen und Krabbeltiere hat sie längst hinter sich gebracht. Doch diesmal reicht ein winziger Kriebelmücken-Biss, um die 39-Jährige mit starken Schmerzen und einer massiv angeschwollenen Fußsohle außer Gefecht zu setzen. Ein Stich, dem man ansieht, wie schmerzhaft und entzündet er ist. Sarah Knappik wurde in Berlin von einer Kriebelmücke erwischt – mit fiesen Folgen:
"Heute bin ich an Tag sechs, habe immer noch Schmerzen. Es tut noch weh, mein Fuß fühlt sich zwischendurch an, als wäre er eingeschlafen. Da ist noch eine Blase drauf, wenn sie aufgeht, können die Bakterien tief in den Fuß eindringen. Ich kann keine Schuhe tragen, weder offen noch geschlossen und muss die ganze Zeit desinfizieren", schildert die Reality-TV-Bekanntheit ihre Leidensgeschichte.
Das Tückische an Kriebelmücken im Vergleich zu "normalen" Stechmücken: Sie stechen nicht, sondern sie beißen die Haut auf. Hautärztin Dr. Ina Schulze erklärt den entscheidenden Unterschied: "Bei einer Mücke hat man ja eher einen Stich und der Stich ist geschlossen. Bei einer Kriebelmücke, die zwickt ein Stückchen ab, ist weg und es ist was offen. Und wenn man dann kratzt, können natürlich eher Keime rein und es kann sich entzünden."
Nur woher weiß man, welches Insekt zugeschlagen hat? Kriebelmücken und Stechmücken bemerkt man nicht direkt, da sie mit ihrem Speichel die Wunde während des Saugens betäuben – der Juckreiz kommt erst später.
Typisch für den Biss einer Kriebelmücke ist ein erbsengroßer, harter Knubbel mit rotem Punkt, stark geschwollen und sehr juckend. Mückenstiche sind dagegen kleine, punktförmige Quaddeln mit leichter Rötung, wenig Juckreiz, meist nach wenigen Tagen verschwunden. Ein Bremsenstich tut sofort weh, er hat oft eine sichtbare kleine Wunde, stärkere Schwellung und Rötung, entzündet sich aber meist nicht.
Oberste Regel nach jeglichem Stich ist: nicht kratzen! Hitze-Tools zum Beispiel dämmen den Juckreiz ein. Danach gilt: Dr. Ina Schulze rät: "Gut ist auf jeden Fall, wenn man die Stelle kühlt. Man wird nicht immer gleich ein Desinfektionsmittel zur Hand haben. Aber das wäre auch auf jeden Fall gut, dass man die Stelle möglichst von Keimen fernhält. Man sollte auf keinen Fall kratzen, weil wir unter den Fingernägeln auch Keime haben, die wir dann reinbringen können. Wenn man gar nichts zur Hand hat, ein kleines bisschen Spucke drauf und ein bisschen wedeln, dass das kühlt."
Sollte sich trotzdem eine bakterielle Infektion entwickeln, also die Stelle stärker schmerzen, heiß werden oder sogar eitern, dann heißt es sofort zum Arzt. Dieser verschreibt in der Regel Antibiotika. Auch cortisonhaltige Salben können helfen – manchmal dauert es trotzdem bis zu einigen Wochen, bis ein Kriebelmückenstich vollständig verheilt ist.