Egal, welches Alter – Hitster begeistert sie alle. Das Prinzip des Spiels ist simpel: Songs anhören und sie in die richtige zeitliche Reihenfolge bringen. Warum das so gut ankommt, fragen wir im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann.
„Ich glaube, weil jeder was damit anfangen kann. Man braucht kein Vorwissen und auch altersübergreifend."
„Weil natürlich jeder mit jedem Song eine Erinnerung verbindet und auch zuordnen kann. Was habe ich in dem Jahr gemacht? Was hatte ich für Gefühle?"
Die Idee dazu entsteht 2019 in einer Wohnung in Stockholm. Erfinder Marcus Carleson, damals Unternehmensberater, lädt Kollegen zum Essen ein und will für Unterhaltung sorgen.
„Ich wollte, dass jeder mitmachen kann und Freude am Spielen hat. Und ich dachte mir, es soll sich um Musik drehen. Ich war also eher der DJ und habe einfach ein paar Songs in eine Excel Liste geschrieben, sie mit einem normalen Drucker ausgedruckt und in grobe Papierstücke zerschnitten."
Er merkt schnell: Dieses Spiel weckt Emotion und Erinnerung. Er nimmt sich eine Auszeit von seinem Job und entwickelt Hitster immer weiter.
„Ich habe meine ersten Testspiele mitgenommen und Freunde und Familie in ganz Schweden damit besucht und mich vielleicht ein bisschen aufgedrängt."
Mit Erfolg. 2022 bringt er mit dem niederländischen Spieleverlag Jumbo die erste Version raus. Seitdem wurde Hitster rund 10 Millionen Mal verkauft – in 50 Ländern.
Mittlerweile ist die Idee sogar im Fernsehen. Am Sonntag treten nämlich wieder zwei Promi-Teams gegeneinander an: Jeanette Biedermann und Luca Hänni gegen Andrea Kiewel und Max Giesinger. Und da gibt es natürlich auch ein paar private Anekdoten.
„Was ist für dich ein klassischer Liebessong, den du irgendwie auflegen würdest, wenn du eventuell mal irgendwann mal jemand Neues kennenlernen willst? Oder was hast du aufgelegt?"
„Eigentlich immer meine eigenen Songs."
Auch darauf ist Marcus Carleson stolz. Er arbeitet schon an den nächsten Spielideen und wer weiß, vielleicht werden auch die wieder zu weltweiten Hits.