Auch während unseres Interviews und Gesprächs mit dem Arzt ist da plötzlich der Moment, in dem Gina-Lisa nicht mehr kann:
Gina-Lisa Lohfink: „Jens, ich muss gleich mal kurz ans Auto, weil ich muss meinen Verband wechseln, weil das läuft hier schon raus.“
Das alles kommt aus ihrem rechten Bein raus. Jeden Tag immer wieder. Als Folge ihrer verpfuschten Schönheit-OP in der Türkei vor drei Jahren. Gina-Lisa wollte ein Brasilien-Butt-Lift, aber dann läuft alles schief, wie uns ihr behandelnder Arzt im Online-Interview erklärt:
Dr. Dorow: „Das ist ein ganz, ganz schwieriger und wirklich medizinisch extrem gefährlicher Fall, weil sie hat von mehreren Ärzten ein Kunststoffgel in den Po injiziert bekommen. Das Gel ist überall im Gewebe verteilt. Und das wird man nie wieder ganz vollständig entfernen können. Wir haben an mehreren Stellen viel davon entfernen können, aber da das im Gewebe bis zur Haut hoch und runter bis zum Muskel verteilt ist, müsste man wirklich die Stellen rausschneiden und dann würde da ein riesen Loch entstehen.“
Dr. Dorow hat Anfang Januar bereits eine OP durchgeführt und Teile des Kunststoffgels entfernt. Aber eben nicht alles. Gina-Lisa muss jetzt ständig Schmerzmittel und Antibiotika nehmen.
Gina-Lisa Lohfink: „Das tut mich komplett handicapen. Das ist ein Handicap. Ja, ich sage viele Jobs ab. Ich verliere viel Geld, ich weine viel. Ich habe Schmerzen ohne Ende. Es läuft Eigenfett, Blut, Aquafilling, Eiter, alles aus mir heraus. Schön ist anders.“
Dazu kommt die ständige Angst, ihr Bein sogar zu verlieren:
Dr. Dorow: „Die Antibiotika, die sie permanent bekommt, kommen nicht überall an die Bakterien ran, weil die in dem Gel eingebettet sind und deswegen flammt das immer wieder auf. Und die Gefahr besteht natürlich auch, dass sich da resistente Bakterien einnisten, dass die Resistenzen entwickeln gegen die Bakterien und dann kann das Ganze noch dramatischer werden.“
Es gibt auch noch die Gefahr, dass sie ihr Bein verliert.
Aber das versucht Gina-Lisa so gut es geht, beiseite zu schieben, auch wenn es schwerfällt:
Gina-Lisa Lohfink: „Es ist eine Riesentutor. Also, es ist eine riesengroße Tour. Echt? Überlegt euch gut, ob ihr nicht einfach so bleibt, wie ihr seid. Und ob er das alles in Kauf nimmt. Das seht ihr jetzt mal an mir, wie das auch alles scheitern kann und nicht gut gehen kann.“
Trotzdem: Gina-Lisa blickt nach vorne. Sie und ihr Arzt hoffen, dass bald noch ein zweiter OP-Eingriff stattfinden kann, um weitere Entzündungsherde aus ihrem Körper zu entfernen.