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Werra

Die Werra ist ein knapp 300 Kilometer langer deutscher Fluss, der durch drei Bundesländer fließt und zusammen mit der Fulda in die Weser mündet.

Werra picture alliance / Peter Schickert | Peter Schickert

Die Werra ist ein deutscher Fluss mit einer Länge von 299,6 Kilometern, der durch die Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Thüringen fließt. Sie ist einer der beiden Hauptquellflüsse der Weser und entspringt in der Nähe des thüringischen Fehrenbach. Die Werra verbindet sich mit der Fulda zur Weser und fließt in die Nordsee. Insgesamt umfasst das Einzugsgebiet der Werra knapp 5.500 Quadratkilometer.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Werra

Während im 16. und 17. Jahrhundert die Schiffsfahrt auf der Werra eine größere Rolle spielte, ist die kommerzielle Werraschifffahrt heute völlig unbedeutend. Lediglich von Sport- und Freizeitbooten wird die rund 89 Kilometer lange, schiffbare Wasserstrände der Werra genutzt. Wesentlich bedeutender ist die Stromgewinnung durch zahlreiche Wasserkraftwerke entlang des Flusses, die teilweise seit über 100 Jahren in Betrieb sind. Erst 2011 wurde durch die Versorgungsbetriebe Hannoversch Münden noch die Wasserkraftmaschine Blumer Wehr in Betrieb genommen. Touristisch bedeutsam sind der Werratal-Radweg, der seit 1997 besteht und 290 km lang ist, sowie der Fernwanderweg Werra-Burgen-Steig, der von Hannoversch Münden bis zur Wartburg bei Eisenach entlang des Flusses verläuft.

Die Versalzung der Werra

Da seit etwa 100 Jahren entlang des Mittel- und Unterlaufs der Werra Kalisalze abgebaut werden, gilt der Fluss als der am stärksten mit Salz belastete Industriefluss Mitteleuropas. Dies führte zur Vernichtung zahlreicher Salzwasserfische und Wirbelloser und dazu, dass das Ökosystem eher dem eines Salzwasserbiotops gleicht. Von rund 100 Salzwasserarten von Wirbellosen gibt es heute nur noch drei.

Bekannte Brücken über die Werra

Zahlreiche Brücken, die teilweise als historische Sehenswürdigkeiten gelten, überspannen die Werra. So ist die Georgsbrücke in Meiningen aus dem Jahr 1899 die Älteste noch stehende Stahlbetonbrücke Deutschlands. Auch die Werrabrücke Vacha, die seit 1990 Brücke der Einheit genannt wird, ist historisch bedeutsam. Die 225 Meter lange Steinbogenbrücke stammt noch aus dem Mittelalter und bildete zu Zeiten der DDR die innerdeutsche Grenze, da sie das thüringische Vacha mit Philippsthal in Hessen verband. Ebenfalls aus der DDR-Zeit stammt die Werratalbrücke Härschel, eine 732 Meter lange Stahlbetonbrücke über die A4 bei Eisenach.