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Minimalismus

Minimalismus bezeichnet einen Stil der Kunst und der Architektur. Auch gibt es den minimalistischen Lebensstil und die Musikrichtung Minimal Music.

Minimalismus

Den Minimalismus gibt es seit den 1960er Jahren in Bildender Kunst und Musik (Minimal Music, Neue Musik) sowie seit den 1980er Jahren in der Architektur. Entstanden ist der Minimalismus in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Daneben bezeichnet der Begriff Minimalismus einen einfachen und bewussten Lebensstil, der von der Kunstform abzugrenzen ist.

Minimalismus in der Kunst

Die Stilrichtung Minimalismus, auch Englisch: Minimal-Art, entstand zu Beginn der 1960er Jahre in den USA als Gegenbewegung zum Abstrakten Expressionismus. Charakteristisch sind geringer Aufwand und die Reduktion der Inhalte. Farben und Formen minimalistischer Werke sind einfach und auf die Grundstrukturen reduziert, beispielsweise reine geometrische Formen. Häufig sind raumfüllend angeordnete, maschinell gefertigte Objekte wie Neonröhren, Fliesen und Eisenrahmen. Ziel der Minimalisten ist es, Räume zu dynamisieren und eine neue Raumordnung zu schaffen. Die Umgebung der Objekte spielt eine wichtige Rolle für das Gesamtwerk. Bedeutende Vertreter des Minimalismus sind Carl Andre, Ronald Bladen, Dan Flavin, Barnett Newman, Donald Judd und Mark Rothko.

Minimalismus in der Architektur

Den Architekturstil Minimalismus prägen seit den 1980er Jahren die einfache Formensprache und der Verzicht auf dekorative Elemente. Seinen Ursprung hat der architektonische Minimalismus in der Moderne der 1920er Jahre, unter anderem im Bauhaus-Stil. Viele Architekten arbeiten bis heute minimalistisch. Beliebte Baustoffe sind Beton, Glas, Naturstein und Stahl. Vorläufer des Minimalismus sind Baumeister wie Friedrich Schinkel und Leo von Klenze, die bereits im 19. Jahrhundert auf klare Geometrien setzen. Prägende Vertreter sind Tadao Ando, Annette Gigon & Mike Guyer, Herzog & de Meuron und Peter Zumthor.

Minimalismus als Lebensstil

Weniger ist mehr lautet das Motto des minimalistischen Lebensstils, der eine Gegenbewegung zu Konsum, Stress und Überfluss ist. Ziel ist es, mehr Klarheit und Bewusstheit in das Leben zu bringen, beispielsweise durch klar und luftig gestaltete Räume. Die Wohnung dient nicht nur als Dach über dem Kopf, sondern als Kraftquelle und Wohlfühloase. Genuss, Verzicht und bewusstes Leben sind wichtige Elemente des Minimalismus. Weiter gehören dazu: Radfahren oder Laufen, anstatt Autofahren, gesunde und bewusste Ernährung, geplante Pausen mit Sport, Meditation und Entspannung, statt pausenlos Stress und Hektik im Alltag.