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Themen und Personen

#metoo

Mit dem Hashtag MeToo wurde über Twitter eine Kampagne ins Rollen gebracht, bei der sexuelle Übergriffe publik und die Täter denunziert werden.

Unter dem Hashtag MeToo wurde auf der Social-Media-Plattform Twitter eine Kampagne in Gang gesetzt, die weltweit ihresgleichen sucht. Ursprünglich ins Leben gerufen wurde der Tweet von der US-amerikanischen Schauspielerin Alyssa Milano. Sie verwendete für ihren Aufruf die Phrase MeToo, der bereits 2006 von der Aktivistin Tarana Burke geprägt worden war. Burke hatte im sozialen Netzwerk MySpace eine Kampagne ins Leben gerufen, die die Übergriffe und sexuelle Belästigung auf afroamerikanische Frauen sammeln und publik machen sollte. Tarana Burke, die selbst Afroamerikanerin ist, veröffentlichte 2017 einen Dokumentarfilm unter dem Titel #metoo.

Der Weinstein-Skandal

Der US-amerikanische Filmproduzent Harvey Weinstein hat seine Machtposition ausgenutzt und sich im Laufe der Jahre an unzähligen Frauen vergriffen. Seine Vergehen reichen von sexueller Belästigung über Nötigung bis hin zu Vergewaltigung. Die betroffenen Frauen schwiegen aufgrund von Scham darüber. Die Schauspielerin Alyssa Milano fühlte sich dazu berufen, sich für die unzähligen Opfer der sexuellen Übergriffe starkzumachen. Am 15. Oktober 2017 startete die engagierte Schauspielerin ihren Aufruf und brachte mit ihrem Tweet #MeToo eine wahre Lawine ins Rollen. Am ersten Tag waren es bereits 200.000, einen Tag später sogar mehr als 500.000 Verwendungen des Hashtags. Der Tweet setzte sich in anderen sozialen Netzwerken wie Facebook fort und wurde auch dort millionenfach geteilt. Viele betroffene Stars meldeten sich und berichteten über ihre eigenen Erfahrungen mit Harvey Weinstein. Diese öffentliche Anklage brachte Weinstein zu Fall. Er wurde verhaftet und am 11. März 2020 zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt.

#MeToo: eine Kampagne geht um die Welt

Durch die Veröffentlichung der sexuellen Übergriffe ermutigt, wurden durch den Aufruf #MeToo weltweit noch viele weitere Prominente an den Pranger gestellt und öffentlich denunziert. Der MeToo-Aufruf hat etwas in Gang gesetzt, was nicht mehr zu stoppen ist. Frauen setzen sich weltweit gegen die sexuellen Übergriffe zur Wehr und machen diese publik; ob im Netz über Twitter oder Facebook, im Fernsehen oder bei öffentlichen Kundgebungen wie dem #MeToo Survivors' March in Hollywood.