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Loveparade

Die Loveparade war eine jährliche Technoparade mit tausenden Besuchern. Nach dem Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg wurde sie eingestellt.

Loveparade dpa

Die Loveparade war eine Technoparade, die von 1989 bis 2006 jährlich in Berlin und anschließend bis 2010 in verschiedenen Städten im Ruhrgebiet stattgefunden hat. Die Idee zur ersten Loveparade stammte von Techno-DJ Dr. Motte, unterstützt wurde er bei der Durchführung von der Multimedia-Künstlerin Danielle de Picciotto.

Angeführt wurde der Party-Zug der ersten Loveparade, der den Berliner Ku’damm entlangführte, von einem blauen VW-Bus mit großen Frontlautsprechern, aus denen Techno-Musik zu hören war. Rund 150 Teilnehmer sollen dabei gewesen sein. Erlaubt war die Parade, weil sie als politische Demonstration angemeldet wurde - allerdings waren keine eindeutigen politischen Proklamationen zu erkennen. Dennoch wurde die Parade jährlich wiederholt und die Zahl der Teilnehmer wuchs stetig an - auf 1,5 Millionen Besucher im Jahr 1999. So entwickelte sich die Veranstaltung zu einem Massenspektakel der Techno-Szene.

Im Jahr 2010 wurde die Loveparade zum ersten Mal in einem eingezäunten Gebiet veranstaltet. Veranstaltungsort war das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Duisburg, zu welchem nur ein einziger Zugang durch einen Tunnel und über eine schmale Rampe hinweg führte. So konnte der große Besucherstrom nicht bewältigt werden, was zu einem Rückstau im Tunnel führte. Das daraus entstehende Gedränge löste schließlich eine Massenpanik aus, bei der 21 Menschen starben und 541 weitere verletzt wurden. Nach dieser Katastrophe teilte der Veranstalter Rainer Schaller mit, dass die Technoparade endgültig eingestellt wird.