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Isar

Der Alpenfluss Isar ist ein wichtiger Lebensraum für seltene und bedrohte Tierarten, aber auch ein Energielieferant für die Menschen an seinen Ufern.

Isar picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Der 292 Kilometer lange Fluss Isar entspringt im österreichischen Karwendel-Gebirge in Tirol, fließt aber nach 20 Kilometern über die österreichisch-deutsche Staatsgrenze nach Bayern und mündet bei Deggendorf in die Donau. Der Isar-Ursprung liegt bei Karnitz im idyllischen Hinterautal. Auf seinem Weg wird der Alpenfluss von mehr als 100 Bächen und Flüssen gespeist. Zu den wichtigen deutschen Städten an den Ufern der Isar gehören Bad Tölz, München, Freising und Landshut. Die Kraft der Isar wird mit mithilfe mehrerer Wasserkraftwerke genutzt.

Der Fluss Isar als Lebensraum seltener Fisch- und Vogelarten

Vor allem der Oberlauf der Isar zählt zu den am natürlichsten erhaltenen Alpenflüssen Österreichs und Deutschlands. Mit verschiedenen Umweltschutzprojekten soll dieser besondere Lebensraum auch für die Zukunft geschützt werden. Dabei geht es vorwiegend um die Revitalisierung sowie Pflege von Hangquellmooren und den Isar-Auen, die seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten wie die Deutsche Tamariske, die Flussseeschwalbe und den Flussuferläufer beheimaten. Bereits in den Jahren 2000 bis 2011 wurde im Raum München der sogenannte Isar-Plan umgesetzt. Im Zuge des Projektes fanden auf acht Kilometern des einst gebändigten Flusses zwischen der Großhesseloher Eisenbahnbrücke und dem Deutschen Museum verschiedene Renaturierungmaßnahmen statt. Dadurch konnte sich nicht nur wieder eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen entwickeln, sondern es wurde damit ebenso ein Naherholungsgebiet für die Münchner Stadtbevölkerung geschaffen.

Mit dem Boot und mit dem Fahrrad die Isar erkunden

Der Fluss Isar kann aufgrund seiner Beschaffenheit mit zahlreichen Kiesbänken und den starken Wasserstandsschwankungen zwar nicht mit großen Schiffen befahren werden, aber dafür mit Flößern. Schon die Römer nutzten die Isar als Transportweg für Handelswaren, die dann weiter über die Donau bis nach Wien und Budapest transportiert werden konnten. Im Mittelalter entwickelte sich eine eigene Flößer-Zunft und zu den Warentransporten kamen vermehrt Personentransporte hinzu. Auch heutzutage kann man mit erfahrenen Flößern Abschnitte der smaragdgrünen Isar erkunden oder selbst mit dem Schlauchboot auf ein Isar-Abenteuer gehen. Von der Quelle bis zur Mündung verläuft der Isarradweg.