Geradeaus. Aber alles andere als geradlinig und einfach. Er spielt unglaublich. Wirklich unglaublich.
Im zweiten und dritten Satz hätte es auch in beide Richtungen gehen können. Ich habe an ein paar Stellen einfach die entscheidenden Punkte besser gespielt und bin natürlich glücklich über den Sieg.
Ich stand hier schon 2020 im Finale. Damals habe ich nicht besonders gut gespielt, habe es trotzdem bis ins Endspiel geschafft und war nur zwei Punkte vom Titel entfernt. Aber ich finde, dass meine Entwicklung seitdem ziemlich deutlich ist. Das ist ein großartiges Gefühl, weil ich wirklich entschlossen geblieben bin.
Es gab Phasen, in denen ich dachte: Das bringt doch alles nichts, ich werde hier nichts erreichen. Und jetzt sitze ich hier und bereite mich auf das Finale am Sonntag vor.
Ben ist einfach ein unglaublich kraftvoller Spieler. Er hat einen riesigen Aufschlag, extrem wuchtige Grundschläge – alles, was er macht, hat sehr viel Power.
Ich glaube an die Arbeit, die wir gemacht haben. Manchmal ist es tatsächlich so einfach.
Gerade in der Umkleide ist mir bewusst geworden, dass ich nur ein einziges Aufschlagspiel davon entfernt war, in allen vier Grand-Slam-Finals zu stehen. Das ist natürlich ein bisschen bitter. Aber insgesamt ist das für mich trotzdem in Ordnung.
Jetzt wartet am Sonntag ein riesiges Match, und darauf konzentriere ich mich.
Ich bin erwachsener geworden und viel fokussierter. Ich kenne meine Ziele und weiß, was meine Aufgabe hier draußen ist. Diesen Zielen bin ich zu hundert Prozent verpflichtet.
Mein Vater hat Anfang dieses Jahres seine Mutter verloren. Sie ist der Grund dafür, dass er überhaupt Tennis spielen konnte. Ohne sie gäbe es Ben Shelton, der heute hier steht, wahrscheinlich nicht.
Deshalb ist dieser Sieg für sie.
Und am Sonntag brauche ich euch. Ich brauche eure Energie.
Ich werde alles geben. Ich werde auf dem Platz wirklich alles lassen.
Und ich hoffe, dass ihr wiederkommt und mich unterstützt.