Da, wo man eigentlich verharren will, kennt er kaum Rast – Philipp Ausserhofer.
Mehr als 25.000 Höhenmeter. 410 Kilometer bergauf und bergab.
„400 Kilometer zu laufen, war für mich eine riesige Unbekannte. Ich weiß, dass ich 100 Kilometer sehr, sehr gut laufen kann. Das war auch die Neugier, das rauszufinden. Dass es mental und körperlich sehr, sehr hart wird, glaube ich, ist jedem klar, wenn er so was angeht.“
Die ein oder andere Verschnaufpause gönnt sich der 33-Jährige dann doch.
Schlaf allerdings wenig:
In vier Tagen heißt es für Ausserhofer gerade mal fünfeinhalb Stunden Augen zu.
Auch in der Nacht wird gelaufen.
„Du hast zwölf Stunden lang einen kleinen Lichtkegel vor dir, der den Weg weist. Und rundherum ist einfach nur dunkel.“
Doch nach Dunkelheit kommt ja auch der Tag – und irgendwann ja auch das Ziel.
Für die Strecke in Österreich von St. Johann in Tirol bis St. Christoph am Arlberg braucht der 33-Jährige unglaubliche 97 Stunden und 50 Minuten – Bestmarke.
Viel Zeit, um den Ausblick zu genießen, bleibt da tatsächlich nicht.