Ein Foto hier, eine Unterschrift da. Es herrscht viel Fan- und Medieninteresse beim ersten deutschen Gruppengegner. Eine eher ungewohnte Situation für die Nationalhelden Curaçaos.
„Wir sind unglaublich stolz, dass wir es zur WM geschafft haben. Für Curaçao bedeutet das viel Aufmerksamkeit – so viele Medien haben wir noch nie gesehen, das ist etwas Schönes. Wir freuen uns, den Menschen zu Hause etwas zurückgeben zu können.“
DIE nennen ihre Nationalmannschaft übrigens „The blue wave". Passenderweise trifft sich das kleinste Land der WM-Geschichte im niederländischen Noordwijk – direkt an der Küste. Die Blaue Welle verbindet karibische und niederländischer Fußballkultur.
„Viele von uns haben Wurzeln in den Niederlanden und auf Curaçao. Die meisten sind sogar hier geboren, unsere Familien kommen aber von der Insel. Deswegen vereinen wir auch beide Kulturen.“
Ähnlich wie Nationaltrainer. Denn Curaçaos Übungsleiter Dick Advocaat zuvor dreimal Oranje-Trainer – übrigens ohne Niederlage gegen Deutschland.
„Das wusste ich nicht. Aber es ist schön zu hören. Für uns ist es etwas Besonderes bei der WM gegen Deutschland anzutreten. Spieler, die man nur aus dem Fernsehen kennt, wo sie in den Top-Ligen spielen. Aber jeder kann überraschen, ähm, warum nicht Curaçao? Also versuchen wir genau das."
Viel Ambition, viel Aufmerksamkeit – Curaçao genießt die größte Fußballbühne der Welt.