„Stell dir vor, du gehst nach dem Training in die Fußballgarderobe, willst mit deinen Teamkolleginnen duschen – und später stellt sich heraus, dass ihr gefilmt und fotografiert wurdet.“
Genau das wird einem ehemaligen Schiedsrichter und Funktionär beim SCR Altach vorgeworfen. Über Jahre hinweg soll er heimlich Aufnahmen von jungen Frauen gemacht haben – darunter auch Minderjährige.
Jetzt das Urteil: sieben Monate bedingte Haft und rund 1.100 Franken, umgerechnet 1.200 Euro, Geldbuße. Außerdem sollen die Betroffenen jeweils rund 657 Euro Schmerzensgeld erhalten. Ins Gefängnis muss der Mann vorerst nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Fußballerin Eleni Rittmann hat zu der Zeit, in der sich der Vorfall ereignet hat, selbst bei Altach gespielt: „Als ich davon gehört habe, musste ich bei meinem neuen Verein in Frankreich erstmal die Garderoben checken, weil ich Angst hatte, dass da irgendwo Kameras sind oder dass ich gefilmt oder fotografiert werde. Mich macht das sprachlos.“
Für die Profifußballerin geht es dabei um mehr als nur um ein Strafmaß. Es geht um Vertrauen. Um Sicherheit. Um einen geschützten Raum.
Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit noch mögliche Rechtsmittel. Besser geschützt fühlen sich viele Spielerinnen dadurch aber nicht.
Verwendete Quelle: Quelle: Instagram/elenirittmann