Den Stein des Anstoßes hatte US-Comedian Jimmy Kimmel bereits in seiner Show am Donnerstag geliefert.
„Und natürlich ist unsere First Lady Melania hier. Schauen Sie sie an! So wunderschön, Frau Trump. Sie haben den Glanz einer werdenden Witwe.“
Eine Aussage, die nun nach den Schüssen auf dem Presse-Galadinner am Samstagabend für scharfe Reaktionen des US-Präsidenten und seiner Frau sorgt. So schreibt Melania.
„Kimmel will mit seiner hasserfüllten und gewalttätigen Sprache unser Land spalten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Comedy. Seine Worte sind zerstörerisch und vertiefen die politische Verkommenheit in Amerika. Leute wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unser Zuhause zu kommen, um Hass zu verbreiten.“
Ihr Mann wird noch deutlicher.
„Jimmy Kimmel sollte sofort von Disney und ABC gefeuert werden.“
Eine Forderung, auf die die Konzerne bisher nicht reagiert haben. Anders als im vergangenen Jahr. Damals war Kimmels Show nach Kritik an einem Witz über den Mord an Charlie Kirk für mehrere Tage abgesetzt worden. Trumps Sprecherin Caroline Lewitt übernimmt auch diesmal die Rolle der Scharfmacherin.
„Solche Worte über den Präsidenten, die First Lady und seine Unterstützer sind komplett geistesgestört und es ist unglaublich, dass die Amerikaner dies Nacht für Nacht konsumieren.“
Dabei fallen Trump und seine Regierungsvertreter selbst immer wieder mit scharfen Attacken gegen Gegner auf. So beschimpfte Trump seine damalige Rivalin im Wahlkampf, Kamala Harris, als „geistig beeinträchtigt“. Ex-Präsident Joe Biden nannte er „son of a bitch.“ Den kalifornischen Gouverneur Newsom beschimpft er oft als „new scum“, also neuen Abschaum. Auch gegenüber Journalisten, vor allem Reporterinnen, wird er häufig beleidigend.
„Sie sind die unausstehlichste Reporterin hier. Sie sind unausstehlich, eine furchtbare Reporterin, und es ist immer das Gleiche mit Ihnen. Sind Sie dumm?“
In der neuesten Ausgabe seiner Show hat Jimmy Kimmel auf die Attacken des Präsidenten reagiert und seinen Monolog verteidigt. Er habe auf den Altersunterschied zwischen dem inzwischen fast 80-jährigen Trump und der 56-jährigen Melania angespielt. Es sei kein Mordaufruf gewesen, und das wüssten Trump und seine Unterstützer.
Verwendete Quellen: Reuters, APTN, APTN ENT, ABC NEWS ONE, CNN