Eigentlich scheint die Botschaft des KI generierten Bildes eindeutig. Der US Präsident inszeniert als jesusähnliche Figur, die Kranke heilt. Nach Blasphemievorwürfen ist der Post von Trumps Social Account gelöscht. Doch statt Einsicht liefert er eine ganz eigene Bildinterpretation.
„Ich habe es gepostet und dachte, es zeigt mich als Arzt, als Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Wir unterstützen ja das Rote Kreuz. Nur die Fake News machen daraus wieder eine Story.“
Aber die Kritik kommt auch aus den eigenen Reihen. Evangelikale Christen in den USA, für die Trump eigentlich eine politische Ikone ist, werfen ihm Gotteslästerung vor. Und Katholiken sind auch eine wichtige Wählergruppe. Trump und das Christentum im Moment eine komplizierte Beziehung. Nachdem der amtierende Papst Leo den Kriegskurs der USA offen kritisiert, wirft der US-Präsident ihm unter anderem schreckliche Außenpolitik vor. Das Oberhaupt der katholischen Kirche aber lässt sich nicht einschüchtern. Ich habe weder vor der Trumpregierung Angst noch davor, die Botschaft des Evangeliums laut zu verkünden.
„Daran glaube ich. Meine Aufgabe ist, das zu tun, wozu die Kirche berufen ist.“
Mindestens acht Mitglieder von Trumps Kabinett sind übrigens Katholiken, darunter J.D. Vance, hier vergangenes Jahr im Vatikan beim inzwischen verstorbenen Papst Franziskus. Eigentlich wollte der US Vize Präsident christliche Werte stärker in der Politik verankern. Sein neues Buch über seinen Weg zum Katholizismus erscheint im Juni.
„Ich finde es eigentlich gut, dass der Papst sich für Dinge einsetzt, die ihm am Herzen liegen. Aber in Fragen der Politik wird es immer Meinungsverschiedenheiten geben.“
Und auch Trump will sich bei Papst Leo bislang nicht entschuldigen.