Lady Susanna – mit bürgerlichem Namen Marion W. – hat lange als Domina gearbeitet und kennt sich mit Fesselspielchen aus. Heute ist sie aber diejenige, die in Handschellen vorgeführt wird. Und zwar, weil sie einen Kunden ermordet haben soll.
Laurent Lafleur vom Landgericht München erklärt:
„Dieser Mord soll zum einen heimtückisch erfolgt sein und zum anderen aus Habgier erfolgt sein. Das heißt, zum einen soll die Angeklagte ihr Opfer überrascht haben. Es soll völlig ahnungslos gewesen sein. Und zum anderen soll die Motivation gewesen sein, an das Erbe des Opfers zu kommen.“
Rund 20 Jahre lang hatten das Opfer, Ulrich Z., und die Angeklagte eine sexuelle Beziehung. Sie war seine Domina. Die beiden sollen laut Staatsanwaltschaft ein enges Vertrauensverhältnis gehabt haben. So eng, dass das Opfer die Domina sogar als Alleinerbin eingesetzt hat. Als es im Juni 2025 aber zum Streit zwischen den beiden kommt, droht das Opfer, die Domina wieder aus dem Testament zu streichen. Daraufhin soll die Angeklagte den Mord geplant haben.
„Es waren extrem aufwändige Ermittlungen, sehr kleinteilige Ermittlungen, die insgesamt aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein Bild ergeben haben, die nur auf die Angeklagte als Täterin schließen lassen.“
Vor Gericht kommen heute erschreckende Details ans Licht. Die Angeklagte soll Ulrich Z. bis zu zwölf Mal mit einem noch unbekannten Gegenstand auf den Kopf geschlagen haben. Der Mann stirbt an einem Schädelhirntrauma. In den Tagen nach dem Mord ruft die Domina mehrfach bei ihrem Opfer an und erstattet sogar eine Vermisstenanzeige. So wollte sie wohl von sich als Täterin ablenken.
In einem Podcast erzählte Marion W. im Jahr 2021 über ihre Vorlieben als Domina.
Quelle: M94.5
„Ich bin Sadistin. Und ich arbeite da natürlich auch einige Dinge auf. Ja, meine persönlichen Dinge im positiven Sinne. Ja. Ich mag es, Menschen, Männern, Männern weh zu tun.“
Jetzt muss sich die Angeklagte vor Gericht für den heimtückischen Mord aus Habgier verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihr lebenslange Haft.