Der Fehler liegt in der Programmiersprache PHP, auf der weltweit zahlreiche Anwendungen im Web basieren. Durch eine Sicherheitslücke ist es möglich, Schadsoftware auf betroffene Server aufzuspielen.
Betreiber müssen dringend ein Sicherheitsupdate installieren, mahnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
„Wir halten eine kurzfristige großflächige Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates für wahrscheinlich. Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren. Es besteht also unverzüglicher Handlungsbedarf.“
In Deutschland sind Einrichtungen quer durch das ganze Land von Ausfällen betroffen. Doch da das Internet nicht an Landesgrenzen haltmacht, sind weltweit zahlreiche Websites nicht mehr erreichbar. Dabei handelt es sich um vorsorgliche Maßnahmen.
„Aktuell haben wir noch keine messbaren Angriffe auf die Systeme. Das sind natürlich im Prinzip Vorarbeiten. Man möchte verhindern, dass zum Beispiel im Krankenhausbereich, wo sensible Daten auch über die Websites verwaltet werden, unbefugte Dritte auf diese Daten zugreifen können.“
Gerade medizinische Einrichtungen wie die Charité in Berlin betonen, dass die Ausfälle lediglich den Internetauftritt nach außen betreffen.
„Wir hören, dass medizinische Abläufe und die Sicherheit der Patienten durch die Datenlücke nicht beeinträchtigt sind. Allerdings ist es aktuell nicht möglich, online Termine zu vereinbaren.“
Bis weltweit alle Seiten wieder online sind, kann es noch dauern.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche