Neue Aufnahmen aus Teheran zeigen ein apokalyptisches Bild:
Auf dem Shahran Boulevard im Nordwesten der iranischen Hauptstadt schlagen Flammen aus Gullys, Menschen rennen in Panik davon. Auf einer benachbarten Straße steht eine Flammenwand.
Ähnliche Bilder auch aus dem knapp 20 Kilometer entfernten Nordosten der Stadt. Mehrere Menschen filmen, wie riesige Flammen aus einem Öldepot schlagen.
Die USA und Israel hatten in der Nacht zum Sonntag mehrere Ziele in der Nähe der iranischen Hauptstadt angegriffen, darunter zwei Öldepots und eine Raffinerie.
„Gegen 20 Uhr habe ich meine erste Fuhre gebracht und entladen. Ich bin los, um ein zweites Mal vollzutanken, als ich feststellte, dass sie die Raffinerie getroffen hatten. Da war ich sicher, dass sie dieses Depot auch treffen werden. Ich fuhr hierher und drehte, um aus der Gefahrenzone zu sein. Als sie das erste Geschoss feuerten, schlugen zwei danach ein. Die erste traf dort drüben. Dann begann der Treibstoff in Richtung der Wohngegenden zu fließen. Alle Autos, die hier geparkt waren, nicht militärische, wurden vom Feuer erfasst und brannten.“
Zahlreiche Fahrzeuge brannten komplett aus.
Israel zufolge sollen die Öldepots von der iranischen Armee genutzt worden sein, um Raketen zu betreiben. Mindestens vier Menschen wurden laut iranischen Angaben bei den Angriffen getötet.
Auch Stunden nach den Einschlägen standen die Depots am Sonntag noch in Flammen. Weiterhin verdunkeln schwarze, giftige Rauchschwaden den Himmel. Bewohner wurden angewiesen, bei Regen ihre Häuser nicht zu verlassen, weil Öl herabregnet. Die Behörden rieten außerdem, Atemschutzmasken zu tragen.
Verwendete Quellen: X: @Vahid, APTN, Reuters