Seit fünf Jahren lebt Valerie von M. gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn und ihrer einjährigen Tochter in Lauben - ein 1.400-Einwohner-Dorf in Bayern. Sie ist passionierte Reiterin, hat zwei eigene Pferde. In einem Einfamilienhaus wohnen sie gemeinsam mit Valeries Lebensgefährten.
Am Abend des 5. August sollen sich Valerie und ihr Partner zu Hause gestritten haben. Sie soll zu ihrem Pferdestall direkt an der Ortsgrenze zu Lauben gefahren sein. Hier findet die Polizei später das Auto der 36-Jährigen, doch auch die Polizeispürhunde verlieren die Spur. Wohin und wie Valerie von dort weggkommt, weiß zunächst niemand. Gegen 21.30 Uhr telefoniert Valerie noch mit einer engen Angehörigen. Danach hört niemand mehr etwas von der zweifachen Mutter - offenbar auch nicht ihr Lebensgefährte. Kurz darauf meldet die Familie Valerie von M. als vermisst.
Rund drei Wochen ermitteln die Beamten in alle möglichen Richtungen. Scheinen lange im Dunkeln zu tappen. Dann kommt wieder Bewegung in den Fall. Die Ermittler durchsuchen das Haus von Valerie und ihrem Partner - und sie starten eine Suchaktion in diesem Waldstück. Die Beamten entdecken eine Leiche. Später die grausame Erkenntnis: Die Tote ist Valerie von M., das hat die Obduktion bestätigt. Verscharrt wurde sie in einem Gebüsch im Wald. Der Täter: wohl ihr eigener Partner, der Vater ihrer Tochter.
Der mutmaßliche Täter lebt schon immer in Lauben. Arbeitet auf dem Hof seiner Eltern. Er und Valerie haben eine gemeinsame Tochter. Die Einjährige und ihr älterer Bruder, aus einer früheren Beziehung, müssen jetzt ohne ihre Mutter aufwachsen.