Die Masche ist immer dieselbe. Zwei Streamer bitten junge Frauen, einen Roboter zu umarmen - der macht plötzlich obszöne Gesten. Klappt immer wieder, zum Teil BERÜHRT der Robo die Frauen sogar. Eine Jugendliche findet das gar nicht lustig und ruft die Polizei.
"In der Nacht zu Sonntag soll auf den Kölner Ringen ein rot-goldener Roboter einer 16-Jährigen ans Gesäß gefasst und anschließend auch Stoßbewegungen in die Richtung des Gesäßes ausgeführt haben."
Den rot-goldenen Roboter findet die Polizei in einem Kofferraum und beschlagnahmt die Handys der 16- und 19 Jahre alten Streamer.
Sie waren auch tagsüber schon in einer Kölner Einkaufsstraße unterwegs, sollen die Übergriffe mit dem Roboter live ins Netz übertragen haben.
Der Vorfall macht Schlagzeilen, auch in der Schweiz, Belgien, Großbritannien, selbst in Singapur und Südkorea.
Denn die Idee HINTER dem Rüpel-Robo ist besonders perfide.
1 "Dass man jetzt anderes Equipment benutzt, um Missbrauch nicht persönlich zu machen, sondern über einen Roboter - also, geht gar nicht."
Zumal das die Strafbarkeit beeinflusst: Die Kölner Polizei ermittelt hier wegen möglicher Beleidigung auf sexueller Grundlage - NICHT wegen sexueller Belästigung.
"Der Bundesgerichtshof hat hier schon mal sich damit auseinandergesetzt, ob es reicht, dass das Ganze durch eine Maschine oder einen Roboter passiert und dabei gesagt: Nein, eine körperliche Berührung setzt die Berührung von Mensch zu Mensch voraus. Und die ist ja hier nicht passiert."
Aber auch diesen mietbaren Roboter hat jemand gesteuert - wer und wie, das versucht die Polizei jetzt rauszufinden.