Die Kleiderständer sind voll. Aber zugreifen dürfen die Kunden hier nicht. Ganze Bereiche in dieser Kölner Galeria-Filiale sind mit Flatterband abgesperrt. Und nicht nur an diesem Standort, sondern bundesweit in vielen Filialen der insolventen Warenhauskette.
Vöxe: man geht ins Kaufhaus, um was zu kaufen und dann Flatterband. Wat soll das, dat is ja wie zu Ostzeiten, oder wat?/
Ob und wie es bei Galeria weitergeht ist ungewiss. Anfang Oktober musste der Konzern erneut Insolvenz anmelden. Die vierte innerhalb von nur sechs Jahren.
Hatte der Warenhauskonzern 2019 noch 174 Filialen, schrumpfte er seither auf 83 Häuser. Der Umsatz fiel um die Hälfte auf zuletzt 2 Milliarden Euro.
Die rund 12.000 Beschäftigten erhalten Insolvenzgeld, ihre Löhne sind damit vorerst gesichert. Doch an mehr als 30 Galeria-Standorten könnten bald endgültig die Lichter ausgehen.
In dieser Berliner Filiale ist das Flatterband inzwischen wieder entfernt worden. Alle Waren sind wieder verkäuflich:
Aufsager Daniel Spliethoff: Das war heute Vormittag anders, erzählen mir MItarbeiterinnen hier gerade eben. Und auf Nachfrage woran das denn liegt, natürlich: Wegen der Insolvenz.
In jedem Fall ist es kein gutes Signal an den Kunden.