Angefacht von heftigen Winden, hat sich das Departement Var in Südfrankreich zu einem der Brand-Hotspots entwickelt. Von dort haben uns deutsche Urlauber auch diese Videos geschickt, gefilmt aus ihrer Unterkunft, kurz bevor sie flüchten, genau wie hunderte Einheimische.
„Die Brandherde sind noch weit über das Gebiet verteilt. Die Feuerfront macht es unsicher, in die betroffenen Zonen zurückzukehren."
In der Nähe vom Flughafen Bordeaux sind in einem Kiefernwald zwei Feuerwehrleute gestorben. Bis zu 30 Meter hohe Flammen hatten die Männer in ihrem Löschfahrzeug eingekesselt. Auch auf der italienischen Insel Sizilien haben sich die Brände in den Bergen bei Palermo gefährlich nah an die Dörfer herangefressen. Tausende Menschen sind vom Strom und der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. In Spanien kämpfen nahe der Hauptstadt Madrid immer noch Hunderte Einsatzkräfte gegen einen der größten Waldbrände in der Geschichte des Landes. Obwohl das Jahr dort feucht begonnen hat.
„Das nach einem vor allem in Spanien sehr regenreichen Winter die Brandsaison vergleichsweise früh beginnt, liegt an der außergewöhnlichen und extremen Hitze im Monat Juni, die auch wir zu spüren bekommen haben. Und deswegen sind die Brände sowohl in der Intensität als auch in der Fläche schon so groß wie sonst oft erst im August."
Etwas niedrigere Temperaturen könnten in den Randgebieten am Wochenende zwar für Entlastung sorgen, die nächste Hitzewelle und damit auch erhöhte Brandgefahr droht aber schon direkt darauf.