Er atmet langsamer, bewegt sich weniger, reagiert kaum noch auf Geräusche und Bewegungen in seiner Umgebung. Der Wal wird schwächer. Damit er etwas Ruhe bekommt, haben Behörden eine 500-Meter-Sperrzone um ihn herum errichtet.
„Gestern habe ich seine Rufe gehört, sehr intensiv – das ist jetzt weniger geworden. Es geht ihm schlecht. Das muss man so einschätzen.“
Seit Freitag hatte der Wal etwa 50 Kilometer zurückgelegt. Doch statt Richtung Nordsee war er weiter in den Osten geschwommen. Dort war er gestern erneut gestrandet, hatte sich in der Nacht befreit um heute wieder in zu flaches Wasser zu geraten.
„Das Gute ist, dass der Wal im Moment nicht aufliegt, das heißt er hat die Möglichkeit selbst freizuschwimmen, wenn er das kann.“
Das versucht der Wal allerdings zurzeit gar nicht mehr. Warum, darüber rätseln die Meeresforscher – Nahrung zumindest sei nicht das Problem.
„Diese Art und diese Tiere sind es gewohnt, wirklich tage- oder wochenlang ohne Nahrung auszukommen, was er braucht ist Ruhe, möglicherweise einen besseren Salzgehalt als hier an der Ostsee.“
Der geringe Salzgehalt hier führt bei dem Wal zu schweren Hautproblemen, möglicherweise hat das Tier auch innere Verletzungen. Abschleppen oder transportieren lässt sich der Buckelwal nicht, und so bleibt wieder nur die Hoffnung, dass er losschwimmt, und diesmal nicht wiederkommt.