„Also, mein Präsident. Verzeihung. Mein Mann. Das ist ein guter Witz. Mein Mann ist hier. Er ist die ganze Woche hier.“
Na, das hat sich Katie Zacharia wohl doch ganz anders vorgestellt. Gleich einmal ein kapitaler Versprecher von Donald Trumps neuer Sprecherin.
Inhaltlich gibt's nicht viel von Zacharia zu hören. Nichts zur Ukraine, nichts zum Iran. Aber ihr Chef mache einen wirklich überragenden Job.
„Trump ist der erste Präsident der modernen Geschichte, der die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente tatsächlich gesenkt hat. Präsident Trump hat in seiner zweiten Amtszeit mehr als eine Million Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft geschaffen. Dank Präsident Trump stellen wir die amerikanische Dominanz im Energiesektor wieder her.“
Genau der Tonfall, den Trump so mag. Er wird gefragt, wie ihm denn Katie Zacharia gefallen habe, die da auch schon wieder hinter ihm steht.
„Exzellent“, antwortet Trump. „Sie hat das sehr gut gemacht. Sehr gut.“
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hatte Trump Zacharia zu seiner neuen Sprecherin gemacht. Selbst seine mächtige Stabschefin Wills soll erst kurz zuvor über die Personalie informiert worden sein, so Insider.
Gut möglich, dass Wills sonst eingegriffen hätte. Denn Zacharia ist umstritten. Sie hat kaum politische und journalistische Erfahrung.
Und dann ist da noch die Sache mit ihrem Studium. Sie habe das chinesische Anwaltsexamen abgelegt, behauptet Zacharia. Das aber dürfen Ausländer in China gar nicht erwerben, so US-Medien.
Und nun also das erste Pressebriefing von Katie Zacharia. Das endet nach nur drei Reporterfragen und gerade einmal 15 Minuten. Dann macht die neue Sprecherin Schluss – trotz zahlreicher Wortmeldungen.
„Zu den Fragen kommen wir am Donnerstag. Dann wird der Präsident zurück sein. Dann werde ich antworten.“
Sagt sie und verschwindet angeblich, weil sie schnell mit Trump nach Alaska reisen müsse. Doch sein Helikopter hebt erst eine Stunde nach Ende der Veranstaltung ab.
Verwendete Quellen: CBS, RTRS, APTN, CNN