In diesem Gefängnis in Paraguays Hauptstadt Asuncion treffen wir Yves S. Der Bayer sitzt in Untersuchungshaft, weil er mit einem anderen Mann die Opfer gefoltert und getötet haben soll.
Yves S., Angeklagter: „Ah, er filmt schon?”
Wenn die Anklagepunkte stimmen, ist er ein grausamer Mörder. Er bestreitet die Tat.
1Yves S., Angeklagter: „Warum sollte ich jemanden umbringen? Gibt ja wirklich gar keinen Grund jemand umzubringen einfach mal so!”
Das Opfer, Bernard von Bredow, wollte sich in Paraguay ein neues Leben aufbauen. Gemeinsam mit seiner Tochter Loreena wanderte er 2016 aus, ließ ein Haus bauen. Und er spielte für die Bauarbeiter auf seiner Violine:
Im Oktober 2021 finden Polizisten die beiden ermordet in ihrer Villa auf.
Hugo Grance, Leiter der Mordkommission: „Die Täter haben den Zaun durchschnitten und wir haben außerhalb des Geländes einen Stuhl im Wald gefunden, wo scheinbar die Täter die Nacht verbracht hatten, um den richtigen Zeitpunkt für die Tat abzuwarten”
Auf dem Boden: überall Blut. Die 14-Jährige liegt mit einem Bauchschuss tot in der Badewanne. Bredow selbst ist offenbar vor seinem Tod gefoltert worden. Angeblich sollen es die Täter auch auf seine wertvollen Stradivari Geigen abgesehen haben. Eine kann bis zu 26 Millionen Euro wert ein.
Frau: „Wir können Ihnen gerade aus ermittlungstaktischen Gründen nicht viele Informationen geben. Dennoch können wir sagen, dass wir sehr viele Beweise haben und drei Menschen verhaftet haben.”
Die Ermittler verhaften zunächst Steffen G., Volker M. und einen weiteren Verdächtigen. Sie alle sind Freunde der Mordopfer. Die Männer werden aber wieder freigelassen.
Angeklagt sind nun Yves S. und ein weiterer Mann. Sie sollen aus Habgier gehandelt haben. Für sie gilt zwar die Unschuldsvermutung, aber die Ermittler sehen klare Beweise.
Was glaubt Yves S., wer hat von Bredow getötet, und warum?
Yves S., Angeklagter: „Ich weiß nur, er hat sich überall lustig gemacht, er wollte überall irgendwelche fantastische Geschäftsideen realisieren. Das ist das Einzigste, was ich jetzt spekulieren kann, dass er sich irgendwo Feinde gemacht hat!”
Zwei Tote, zwei Angeklagte, viele Fragen. Wann genau das Urteil fällt, ist noch völlig offen. Den Männern droht die Höchststrafe für Mord, also 30 Jahre.