„ Mir fehlen die Worte. Ich finde es furchtbar."
Diese Nachricht sendet Sarah Connor kurz nach der Todesfahrt am Rande des CSD in Berlin über Instagram.
„Ich habe diese ganze Liebe da gefühlt. Und es war unfassbar schön. Und den Moment habe ich auf jeden Fall abgespeichert. Und umso furchtbarer, dass wir dann kurz danach wieder aus dem Backstage evakuiert wurden..."
Gerade noch steht die Sängerin am Samstagabend beim Christopher Street Day auf der Bühne - feiert mit Hunderttausenden Menschen Liebe, Vielfalt und Gleichberechtigung.
Wenig später müssen alle evakuiert werden.
„Ich bitte euch, ganz ruhig Richtung Ausgänge zu gehen."
Denn: Gegen 22 Uhr am Samstagabend war ein Fahrzeug unweit der CSD-Veranstaltung mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschengruppe gefahren. Die zentrale Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor wird sofort abgebrochen, das Gelände geräumt.
„ Mein Beileid allen Angehörigen der Verletzten und des Verunglückten."
Als Sarah Connor dieses Video in der Nacht des Geschehens aufnimmt, kennt sie noch keine genauen Details.
Das hier ist ihr allerdings sofort klar:
„Umso mehr Grund, laut zu sein und laut zu bleiben. (...) Ich wollte euch nur sagen Vielen Dank, (...) Für eure Liebe, für euer Dasein, für euer Sein, für euer Lautsein, für euer Bunt sein."
Der CSD in Berlin ist eine Demonstation für die Rechte der LGBTQIA+ Community und gilt als einer der größten Umzüge seiner Art in Europa.
Im Statement des CSD-Dachverbandes Deutschland heißt es am Sonntag:
„ (...) In Momenten wie diesem rücken wir nur noch enger zusammen. (...) Heute trauern wir gemeinsam. Und ab morgen stehen wir wieder gemeinsam auf – füreinander, für die Vielfalt und für eine Welt, in der niemand wegen seiner Identität oder Lebensweise um sein Leben fürchten muss.
Und auch Sarah Connor teilt am Tag nach dem Vorfall diese Worte:
Ich hoffe, wir machen das im nächsten Jahr wieder genauso!!!!