Sie sind wieder da. Die vier Astronauten der Artemis Mission Fallschirme lassen die Orionkapsel mit der Crew an Bord in den Pazifik nahe San Diego gleiten. Spezialkräfte der NASA und des US-Verteidigungsministeriums fischen die sichtbar zufriedenen Crewmitglieder aus dem Wasser. Sie seien gesund und glücklich, heißt es von der NASA. Lobeshymnen über diese Bilderbuchlandung und die geglückte Mission gibt es bei der Pressekonferenz direkt im Anschluss.
Die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Cook und der Kanadier Jeremy Henson hatten die Artemis zwei Mission zur Mondumrundung am 1. April begonnen. Der Flugverlauf glich einer Acht um Erde und Mond. Dabei legten sie mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurück. Sie flogen um den Mond herum und entfernten sich weiter von der Erde als jemals ein Mensch zuvor. Die Rückkehr zur Erde fand unter extremer körperlicher Belastung statt. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erreichte die Raumkapsel eine Geschwindigkeit von etwa 38.400 Kilometern pro Stunde. Die Kapsel war dabei, Temperaturen von etwa 2800 Grad ausgesetzt. Ein spezieller Hitzeschild schützte die Crew.
Zuletzt waren Astronauten der Apollo-17-Mission 1972 auf dem Mond gelandet. Die NASA strebt für 2028 wieder eine Mondlandung an und mittelfristig sogar eine dauerhafte Basis auf dem Erdtrabanten. Dieses Mal kehren wir zurück, um zu bleiben. Lasst uns vollenden, was sie begonnen haben und noch nicht vollendet wurde. Es geht nicht darum, Fahnen aufzustellen und wieder zu gehen, sondern entschlossen, bei unserem Ziel zu bleiben. Jetzt wertet die NASA aber erst mal die großen Mengen an technischen Daten der Artemis 2-Mission aus.