Die mutmaßliche Amoktat erschüttert das oberbayerische Schongau. Der Teenager, möglicherweise ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, wird unter Tatverdacht festgenommen. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird geprüft, ob er womöglich früher schon einmal Drohungen ausgesprochen hat.
Es ist 12.50 Uhr am Mittwochmittag, als ein Notruf über eine Gewalttat am Welfen-Gymnasium die Polizei erreicht. Kurz darauf ist sie mit einem Großaufgebot vor Ort - und findet die beiden schwer verletzten, 13 Jahre alten Mädchen. Wo, das sagen die Ermittler zunächst nicht. Weil die Polizisten so schnell vor Ort sind, können sie den mutmaßlichen Täter festnehmen.
Nach ersten Erkenntnissen war der mutmaßliche Täter laut Polizei mit einem Messer und auch einer Schusswaffe, einer Pistole, bewaffnet. Die Tatwaffe sei das Messer gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Wie Herrmann sagt, war der 16 Jahre alte Kroate, der den Angaben zufolge bei seinen Eltern lebte, in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung.
Während Polizisten das Schulgelände weiter durchsuchen, um auszuschließen, dass es weitere Täter geben könnte, kommt aus der Klink eine gute Nachricht: Die beiden schwer verletzten Mädchen, von denen eines mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gekommen war, schweben am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.