So ein Spektakel möchten viele beobachten: eine Sonnenfinsternis. Hierbei ganz wichtig: Nicht ohne geeigneten Augenschutz in die Sonne schauen. Eine normale Sonnenbrille reicht dafür nicht aus. Wer die Finsternis direkt beobachten möchte, braucht eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille. Sie lässt höchstens 0,001 % des Sonnenlichts durch. Doch solche Brillen sind schnell vergriffen. Was nun? Die NASA und das Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen eine einfache und sichere Alternative. Die indirekte Beobachtung mit einer Lochkamera. Die lässt sich ganz leicht selbst basteln. Erster Trick: die Chips-Dosen-Lochkamera. Das untere Ende einer Chipsrolle etwa fünf Zentimeter abschneiden, über die Öffnung etwas Transparentpapier kleben, den Deckel der Verpackung aufsetzen und danach das Ende der Packung darunter wieder befestigen. In die Mitte des Dosenbodens kommt ein Loch und fertig ist die Lochkamera. Jetzt kommt es auf die richtige Nutzung an. Die Lochkamera niemals direkt in die Sonne halten. Es reicht, sie in Richtung Sonne zu richten, aber leicht daran vorbei. Das Licht fällt durch das kleine Loch und projiziert ein Bild auf das Transparentpapier. Durch die große Öffnung ist es dann auf dem Kopf und seitenverkehrt zu sehen. Wem das zu aufwendig ist, kann es noch einfacher machen. Zweiter Trick: Papier und Alufolie. Ein Stück Aluminiumfolie über ein Loch in einem stabilen Blatt Papier kleben, ein Loch in die Mitte stechen, jetzt ein zweites Blatt Papier auf den Boden legen, das andere mit dem Loch so darüber positionieren, dass auf dem zweiten Blatt darunter ein kleines Sonnenbild entsteht. Während der Sonnenfinsternis ist dort die zunehmende Verdunkelung erkennbar. Für alle Varianten gilt: Niemals direkt in die Sonne schauen, auch nicht durch die Öffnung einer Lochkamera. So bleibt das Himmelsspektakel ein sicheres Erlebnis und die Augen gesund.