Er ist der bekannteste Übeltäter bei der Entstehung von Magenkrebs. Helicobacter ist ein stäbchenförmiges Bakterium, das bei ungefähr jedem zweiten Menschen im Magen lebt. In den meisten Fällen ist das auch kein Problem – außer, das Bakterium siedelt sich in der Magenschleimhaut an. Denn das kann zu Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren und Krebs führen. Die Infektion passiert meistens bereits früh – durch die Übertragung von der Mutter auf ihr Kind, zum Beispiel durchs Küssen. Mit einem Stuhl- Blut- oder Atemtest kann man feststellen, ob man unter einem Helicobacter-Befall leidet, die Behandlung erfolgt dann mit Antibiotika.
So weit, so bekannt. Aber: chinesische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass es noch einen weiteren Übeltäter im Körper gibt, der Magenkrebs begünstigt. Das Bakterium Streptococcus anginosus lebt normalerweise harmlos in unserer Mundschleimhaut – kann aber das Tumorwachstum im Magen beschleunigen. Wird das Bakterium vermehrt nachgewiesen, ist die Chance auf Magenkrebs erhöht – ein Meilenstein für die Früherkennung!