Grace Bell, Mutter
Anny Köppen, Frauenärztin
Isabel Quiroga,
Chirurgin
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Dass Grace Bell ihr Baby selbst zur Welt bringen würde, schien lange unmöglich. Mit 16 Jahren erfährt sie, dass sie zwar mit funktionierenden Eierstöcken aber ohne Gebärmutter geboren wurde. Lange wartet sie auf eine Gebärmutterspende. „Es war eine harte und traurige Zeit, besonders weil ich so viele von meinen Freunden gesehen habe, wie sie Kinder bekamen“, sagt sie.
Normalerweise kommen Gebärmutterspenden von lebenden Frauen - meist Freundinnen oder Familienmitgliedern. Transplantationen von toten Spenderinnen sind sehr selten auch, weil die Gebärmutter nicht unter die normale Einwilligung zur Organspende fällt. Grace Bells Sohn Hugo ist deswegen erst das dritte Baby in Europa, das auf diesem Weg auf die Welt gekommen ist.
„Ich bin meiner Spenderin und ihren Liebsten so dankbar für dieses Geschenk. Ich war noch nie so glücklich in meinem Leben“, so die frischgebackene Mama. Dieses Glück hat seinen Preis: Um die sieben Stunden dauerte das Einsetzen der Spende-Gebärmutter, dann musste Grace ein paar Monate warten, bis sie mit künstlicher Befruchtung beginnen konnte. Ein langer und teurer Prozess. Diese Transplantation kostet über 100.000 Euro.
Hugo ist ein Lichtblick für Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind wie Grace Bell und für sie und ihren Partner Steve Powell ist ihr Wunderbaby erst der Beginn der Familienplanung, verraten sie.