Die Clips wirken professionell, die Versprechen konkret. RTL-Reporterin Maria Nebauer: „Mit solchen Botschaften werben selbsternannte Coaches auf Instagram und TikTok. Der Traum vom schnellen Geld scheint nur ein paar Klicks entfernt.“
Bei Interesse folgt dann auf die Einladung zu einem kostenlosen Erstgespräch. Franziska Geißler, Referentin Verbraucherberatung: „Verkauft wird dann ein teures Coaching. Es gibt so verschiedene Maschen oder verschiedene Tipps, die die also diese Coaches dann da geben. Manchmal sind es Anlagetipps, manchmal sind es auch Livetipps, also wie kann ich besonders selbstbewusst auftreten oder sowas.“
Das Perfide: Während des kostenlosen Erstgespräches wird man dann aber auch schon durch einen Bestellprozess geleitet
Franziska Geißler, Referentin Verbraucherberatung: „Also man bekommt dann einen Link geschickt, gleich live während des Gesprächs. Manchmal ist es auch nur ein Telefonat und soll dann da entsprechend Haken setzen, seine Daten eingeben und wird wirklich auch sehr unter Zeitdruck gesetzt.“ Es heißt: Am Anfang müsse man zwar Geld investieren, aber das nehme man sicher!! in kurzer Zeit doppelt und dreifach wieder ein.
Die Versprechen treffen einen Nerv. Steigende Lebenshaltungskosten, Unsicherheit im Job. Viele suchen nach schnellen Lösungen. Genau darauf setzen die Anbieter. Was aber nun tun, wenn man Opfer einer solchen Masche geworden ist?
Franziska Geißler: „Wichtig ist, dass man sich schnell Hilfe holt. Man kann sich bei der Verbraucherzentrale dazu beraten lassen. Wir können dann prüfen, ob dieser Vertrag wirklich wirksam zustande gekommen ist. Gerade wenn man mit so einem Zahlungsdienstleister bezahlt hat, kann man auch versuchen, diesen Käuferschutz zu involvieren.“
Wer generell an einem Minijob interessiert ist, sollte nur nach seriösen Jobportalen schauen, die (auch) öffentlich bekannt und gut bewertet sind. Wird man auf einen Anbieter aufmerksam, ist es empfehlenswert folgende Dinge zu beachten:
Impressum
Bewertungen
Geldforderungen
Kommunikation
Druck und Zeitstress
Realistische Versprechen
Fehlt ein Impressum oder ist der Firmensitz im Ausland, könnte das ein Warnsignal sein. Auch Bewertungen geben Hinweise: Nur positive Bewertungen könnten gefälscht sein, viele negative sollte man meiden. Seriöse Anbieter verlangen kein Geld, setzen nicht unter Druck und kommunizieren klar und nicht ausschließlich über Nachrichtendienste. Und: Versprechen, die zu gut klingen, sind es meistens auch.
Denn seriöse Arbeit gibt es nicht gegen Vorkasse, schon gar nicht mit Garantie auf schnelles Geld.