Seit 40 Jahren trägt Susannah Jowitt Kontaktlinsen. Wie immer setzt sie sie morgens, ohne groß darüber nachzudenken, ein. Und nie hätte sie gedacht, dass ihre Augen nach wenigen Stunden SO aussehen.
Erst beginnen sie zu jucken, dann sieht sie nicht mehr klar. Und auch als sie die Linsen rausnimmt, bleibt die Unschärfe, wird abends sogar noch schlimmer, bis sie fast nichts mehr sieht. Im Krankenhaus diagnostiziert ein Augenarzt: beidseitige Hornhautinfektion. Verursacht durch verunreinigte Kontaktlinsen. Eine oft nicht bedachte Gefahr:
„Was wirklich gar nicht geht, ist, eine Kontaktlinse zu lange zu tragen, die wirklich unhygienisch anzuwenden. Weil leider ist es so, dass gerade auf Kontaktlinsen, oder eben auch in solchen Behältnissen oder Lösungen, wirklich das eine Brutstätte für Keime ist."
Abhängig vom Keim, der so ins Auge kommt, kann eine Entzündung tatsächlich innerhalb weniger Stunden gefährlich für das Augenlicht werden. Warnzeichen dafür sind: „Häufig ist es so, dass das Auge rot wird und dass man lichtempfindlich wird. Im Zweifelsfall merkt man dann auch schon, die Sehleistung wird weniger. Und dann wirklich nicht warten: Kontaktlinsen raus."
Susannah behandelt ihre Augen stündlich mit antibiotischen Augentropfen, so kann ihr Sehvermögen gerettet werden.
Um solche Infektionen zu vermeiden ist es wichtig:
- Kontaktlinsen nur so lange tragen, wie der Hersteller es empfiehlt.
- Sterile Aufbewahrungslösung nutzen und DIE jeden Tag wechseln.
- Linsen vor dem Einsetzen mit frischer Lösung reiben und spülen.
- Auch den Behälter säubern und trocknen.
... und das alles natürlich nur mit gewaschenen Händen.
„Und dann ist es wichtig, dass man zumindest einmal im Jahr das kontrollieren lässt. Dass man einfach auch guckt: Vertrage ich diese Kontaktlinsen wirklich noch? Sitzt die gut? Ist das in Ordnung? Und noch immer gesund für mein Auge?"
Und eben nicht nachlässig im Umgang mit Kontaktlinsen sein – auch wenn ihre tägliche Nutzung für viele eine Selbstverständlichkeit ist.