Seit dem Jahr 2020 besteht in Deutschland die Möglichkeit, nach Durchlaufen des Insolvenzverfahrens innerhalb von drei Jahren schuldenfrei zu sein.
Aber wann kann ich eigentlich überhaupt einen Antrag auf Verbraucherinsolvenz stellen? Bei Zahlungsunfähigkeit oder drohender Zahlungsunfähigkeit spricht man grundsätzlich von Insolvenz. Voraussetzung für einen Insolvenzantrag ist aber weiterhin das Scheitern des sogenannten außergerichtlichen Einigungsversuches. Bevor ich also einen Insolvenzantrag stellen kann, muss ich versuchen, mich mit meinen Gläubigern zu einigen.
Und wie genau funktioniert das Verbraucherinsolvenzverfahren? Den Antrag auf Insolvenz muss ich beim zuständigen Amtsgericht meines Wohnortes stellen. Wird das Insolvenzverfahren eröffne , wird auch ein Treuhänder bestellt. Dieser Treuhänder verteilt den pfändbaren Teil meines Einkommens an meine Gläubiger. In der Wohlverhaltensphase darf ich keine neuen unangemessenen Schulden machen und muss grundsätzlich arbeiten. Und nach drei Jahren entscheidet das Gericht über meine Restschuldbefreiung.
Und welche Nachteile bringt ein Insolvenzverfahren mit sich? Wer über eine Insolvenz nachdenkt, der muss sich bewusst sein, dass dadurch seine finanziellen Verhältnisse öffentlich werden. Auch der Arbeitgeber wird informiert. Mit der Insolvenz ist auch ein negativer Schufa-Eintrag verbunden und es kann deutlich schwieriger werden, bestimmte Verträge abzuschließen, wie zum Beispiel Handyverträge oder Mietverträge. Zusammenfassend kann ich mir also zum Thema Verbraucherinsolvenz folgende vier Aspekte merken: Erstens: Grundsätzlich ist es möglich, in Deutschland innerhalb von drei Jahren ein Verbraucherinsolvenzverfahren zu durchlaufen. Zweite Voraussetzung ist die Zahlungsunfähigkeit und das Scheitern eines außergerichtlichen Einigungsversuches. Drittens: Ich muss einen Antrag stellen und in der Wohlverhaltensphase keine neuen unangemessenen Schulden machen und grundsätzlich arbeiten. Dann entscheidet das Gericht über meine Restschuldbefreiung. Und viertens: Mit dem Ganzen sind auch negative Konsequenzen verbunden, wie zum Beispiel ein negativer Schufa-Eintrag. Und das Ganze kann dann natürlich dazu führen, dass es schwierig ist, neue Verträge abzuschließen.