Landgericht MönchengladbachFrau soll online nach einem Auftragskiller im Darknet gesucht haben

Heute beginnt am Landgericht Mönchengladbach der Prozess gegen eine Frau. Sie soll online einen Auftragskiller gesucht haben, der ihren Ex-Partner tötet. Der 29-Jährigen wird versuchte Anstiftung zum Mord vorgeworfen. Die Polizei konnte den Mordplan aufdecken.

Es ist die dunkle Seite des Internets. Das Darknet, ein Netz in dem die User fast völlig unerkannt nach allem suchen können. Waffen und auch Killer. Und genau danach soll die 29-jährige im Darknet gesucht haben. Laut Anklage hat sie unter dem Pseudonym "Anonym" einen vermeintlichen Auftragskiller angeheuert. Der Auftrag: Der Killer soll ihre Affäre umbringen und es nach einem Autounfall aussehen lassen.

Ex-Freund ist heute im Gericht

Aufgeflogen ist der Mordauftrag im Darkweb durch das FBI in den USA. Die Agenten dort haben Licht ins Darknet gebracht und die Webseite entdeckt. Als sie in den Dateien den Mordauftrag finden, informieren sie deutschen Kollegen. Die Polizei nimmt Katharina S. fest.

Zweimal soll die 29-Jährige 733 Euro in Bitcoins gezahlt haben. Dass sie dabei anscheinend auf einen Betrüger hereinfällt, ist Glück für das mutmaßliche Opfer. Einen Anschlag gab es nie. Der 32-Jährige ist heute als Zeuge vor Gericht erschienen. Max Z. hatte die Angeklagte bei einer Dating App im Internet kennen gelernt. Heute trifft er im Gericht auf die Frau, die ihn laut Anklage umbringen lassen wollte.

Der Prozess geht weiter. Wird Katharina S. verurteilt, warten 3 bis 15 Jahre Haft wegen versuchter Anstiftung zum Mord auf sie.