Strahlendes Lächeln durch Kokosöl?Diesen Effekt hat Ölziehen auf eure Zähne

Helle Zähne und ein hygienisches Mundgefühl durch Kokosöl – oder nicht?
Schon seit Jahrhunderten wird in ayurvedischen Praktiken das Ölziehen genutzt, um den Körper zu entgiften. Bekannt für das Ölziehen ist das Kokosöl, das präventiv vor Krankheiten im Mundbereich schützen sowie eine pflanzliche Alternative zum Zahnbleaching sein soll. Doch was hat Kokosöl in sich, dass der besagte Effekt stimmen könnte? Wir verraten euch, was dahintersteckt.
Wie wirkt das Öl auf die Zähne?
Laut der Zahnarztpraxis Zahnmedizin im Schweizerbau habe das Kokosöl eine positive Auswirkung auf die Zähne, da es antibakterielle Eigenschaften aufweist, die Plaque bekämpfen und die Bildung von Zahnbelag reduzieren kann. Der Grund dafür liegt in der hohen Konzentration an Laurinsäure im Öl, die die antibakterielle Wirkung verursacht. Somit soll eine regelmäßige Anwendung entzündungshemmend sein und hellere Zähne ermöglichen.
Kokosöl kaufen: Darauf solltet ihr achten
Beim Kauf des Kokosöls solltet ihr laut Verband für ökologischen Landbau e. V. Naturland auf zwei Dinge achten: Das Öl sollte kaltgepresst und biologisch sein. Aus folgenden Gründen sind die zwei Merkmale wichtig:
Biologisch angebautes Öl wird ohne synthetischen Pestizide, Herbizide, und ohne Düngemittel produziert. Ohne den Einsatz der Stoffe sinkt das Risiko schädlicher Chemikalien im Endprodukt, die negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnten. Zudem sollen biologisch angebaute Produkte einen höheren Gehalt bestimmter Nährstoffe und Antioxidantien aufweisen.
Ebenso wie bei der biologischen Produktion werden bei der Kaltpressung keine chemischen Lösungsmittel benutzt, was heißt, dass das Endprodukt natürlicher ist. Außerdem wird kaltgepresstes Öl bei niedrigen Temperaturen hergestellt. Dabei bleiben die Nährstoffe, Vitamine, und Antioxidantien des Öls erhalten, die bei zu hohen Temperaturen zerstört werden könnten. Zudem ist mittels schonender Kaltpressung der Geschmack intensiver, da die Schonung verhindert, dass das Öl oxidiert oder sich die chemische Struktur verändert.
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Ölziehen – so funktioniert's
Für das Ölziehen werden lediglich das Kokosöl und ein Esslöffel benötigt. Empfohlen wird die Anwendung direkt nach dem Aufstehen, da sich nachts die meisten Bakterien im Mund ansammeln. Stehen beide Utensilien bereit, sollte der Ablauf wie folgt erfolgen:
Noch vor dem Frühstück und Zähneputzen gebt ihr etwas Öl auf den Löffel und dann in den Mund. Nachdem das Öl im Mund geschmolzen ist, bewegt ihr die Flüssigkeit für 15 bis 20 Minuten hin und her. Auch Kaubewegungen und das Ziehen durch die Zahnzwischenräume sowie Wangenseiten sind erlaubt. Wichtig ist, dass es die ganze Zeit in Bewegung bleibt. Allerdings sollte es nicht gegurgelt und ebenso nicht heruntergeschluckt werden, da sich am Ende des Vorgangs Bakterien in der Flüssigkeit befinden werden.
Nachdem die Zeit abgelaufen ist, spuckt ihr das Öl in den Mülleimer, bitte nicht in den Abfluss, da das Öl die Rohre verstopfen und durch die ausgeschiedenen Bakterien auch toxisch sein kann. Im Anschluss spült ihr mehrmals mit lauwarmen Wasser nach.
Danach putzt ihr die Zähne, und auch die Zahnzwischenräume dürfen mit der Zahnseide gereinigt werden.
Die Anwendung kann Teil eurer morgendlichen Routine werden oder als Kur über einen Zeitraum von vier Wochen bis drei Monaten durchgeführt werden.
Hinweis: Brückenträger sollten vor der Reinigung die Brücke herausnehmen und dann das Prozedere durchführen.
Gibt es Alternativen zu Kokosöl?
Der Kokosnussgeschmack sagt euch nicht zu? Neben dem Kokosöl eignen sich auch Oliven- sowie Sesamöl zur Mundreinigung. Beide Öle können dank antibakterieller Wirkung dabei helfen, Karies zu reduzieren. Beispielsweise ist Olivenöl reich an Antioxidantien, die die Zähne schützen, während Sesamöl entzündungshemmend wirken soll.
Fazit zum Ölziehen
Ölziehen ist eine gute Methode, neben dem täglichen Zähneputzen die Mundhygiene zu unterstützen. Gerade wenn ihr öfter mit Karies zu kämpfen habt, könnt ihr das Ölziehen über einen längeren Zeitraum ausprobieren und beobachten, ob euren Zähnen die zusätzliche Pflege zugutekommt.
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