„Ihr seht mich gar nicht richtig?“
Der Stromausfall in Berlin trifft auch Sarah Connor. Die Sängerin meldet sich mit Stirnlampe von zu Hause.
„Liebe Grüße aus Berlin vom Stromausfall. Ich dachte, ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell meine Kopflampe aus dem Dschungel wieder rausholen muss. Aber wir rennen hier durchs Haus und sind kopflos und mit Jacken an, weil es ist kalt und es ist dunkel und wir haben leider keinen Kamin und auch irgendwie keine Lampen, die man ohne die man nur mit Batterien nutzen kann. Uns fällt gerade auf, dass wir gar nicht so gut vorbereitet sind für so einen Komplettausfall.“
Und obwohl die 45-Jährige für sich und ihre Familie schnell eine Lösung findet, bleiben bei ihr vor allem die Sorgen um andere.
„Wir haben uns jetzt entschieden, ins Hotel zu gehen, weil es einfach zu kalt ist und weil es ähm, ja, weil es jetzt irgendwie ging. Ich finde es irgendwie, wenn ich drüber nachdenke, echt ganz schön krass und frage mich, ob wir da in so einer großen Stadt nicht besser darauf vorbereitet sein können, weil es ist ja noch nicht mal so ein Major Anschlag, sondern es ist halt halt ein paar Bezirke, aber es sind immerhin 45.000 oder 50.000 Haushalte, also kann man sich ausrechnen, wie viele Menschen das ungefähr sind, die das jetzt betrifft. Und für uns ist es kein Problem. Wir können halt hier ins Hotel gehen und haben es jetzt heute Abend warm. Aber wie machen das andere Leute?“
Und dann richtet sich die Sängerin direkt an die Politik und fordert bessere Lösungen für solche Ausnahmesituationen.
„Liebe Politiker, wie helft ihr denn da jetzt? Also gibt es da nichts, was man machen kann, dass da irgendwelche Notfallaggregate oder irgendwas greift? Was? Was, was Haushalte versorgen kann im Notfall? Also ich sag mal, sind wir echt ganz schön verwundbares Plätzchen hier in Berlin.“
Mehrere Notunterkünfte stehen inzwischen bereit, bis der Strom voraussichtlich am Donnerstag zurückkehrt, heißt es für Sarah Connor und alle Betroffenen: durchhalten.