Dieses Video von 2004 sorgt aktuell für Aufsehen. In einer Livesendung küsst und begrapscht Julio Iglesias die argentinische Moderatorin Susanna Jimenez gegen ihren Willen. Julio Iglesias gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Musiker der Welt. In seiner Karriere veröffentlichte er 80 Alben und verkaufte Hunderte Millionen von Tonträgern. Er galt als Playboy und hat wenig dafür getan, dieses Image zu entkräften.
Aber ein angehimmeltes Sexsymbol zu sein, bedeutet mitnichten, Frauen nach Belieben benutzen zu können. Genau das aber soll Julio Iglesias über Jahre getan haben. Die jetzt erhobenen Vorwürfe von zwei früheren Angestellten haben mit einvernehmlichem Sex nichts zu tun. Das ist das Ergebnis einer dreijährigen Recherche der spanischen Nachrichtenseite elDiario.es und des Senders Univision Noticias. Vielmehr zeugen die Aussagen der Angestellten von systematischem Missbrauch.
Wenn man all diese sexuellen Übergriffe aufzählt, scheinen einige schwerwiegender zu sein als andere. Aber für die Betroffenen ist alles schwerwiegend. Es geht darum, dass sie respektlos behandelt wurden, dass sie sich nicht wie Menschen, sondern wie Sex und Arbeitssklaven fühlen.
Die spanischen Justizbehörden haben Ermittlungen zu den Vorwürfen gegen Julio Iglesias aufgenommen. Der Sänger weist die Vorwürfe zurück.