Nackt, nackter, Heidi Klum. Regelmäßig provoziert das Model mit freizügigen Auftritten – vor allem auf Social Media. Doch was steckt wirklich hinter den Nacktposts? Marketingexperte Hendrik Unger erklärt das Phänomen Heidi Klum.
„Das ist eine Mischung aus Provokation, Empowerment und auch natürlich dem Algorithmus, dem, der sehr gut gefällt. Trotz der strengen Richtlinien, die Instagram und Co. haben, werden solche Bilder natürlich reichweitenstark ausgespielt."
Heidi Klum verspricht sich durch ihre freizügigen Auftritte also vor allem eines: maximale Reichweite. Eine Strategie, die auch Stars wie die Kardashians erfolgreich nutzen. Doch funktioniert diese Taktik auch auf Dauer?
„Der Effekt, dass sie so beliebt ist, weil sie auch viel Haut zeigt, der nutzt natürlich irgendwann ab. Das heißt, dieser Schock-Effekt, dieses Provokative, irgendwann sieht man sich auch satt als Nutzer und möchte vielleicht die echten Stories hören, Behind-the-Scenes-Einblicke in ihr Leben und gar nicht immer nur das Offensichtliche."
Noch aber scheint die Strategie aufzugehen. Fast 13 Millionen Fans folgen Heidi auf Instagram und haben offenbar noch lange nicht genug. Vor allem für ihr Selbstbewusstsein bekommt die 52-Jährige viel Zuspruch.
„Was hier noch als zusätzliches Marketinginstrument mit spielt, ist, dass sie natürlich auch nicht mehr 20 ist, sondern dass sie jetzt auch natürlich altert und auch das darstellt. Auch das ist ein Zeichen von Empowerment."
Dass man auch ohne nackte Haut auf Instagram erfolgreich sein kann, zeigen Stars wie Billie Eilish.
„Es gibt aber auch Personen wie Billie Eilish, die sehr tiefe Einblicke in ihr Seelenleben gibt. Und das interessiert natürlich die Nutzer. Das heißt, da hat auch jeder Star, jeder Influencer so seine eigene Nische, wo die Follower auch sehr stark darauf anspringen."