Drogen und Alkoholexzesse. Es ist kaum zu glauben, was sich hier im offenen Vollzug abspielen soll. Ein ehemaliger Häftling beschreibt den Alltag so.
Wir laufen wie Zombies und beim Frühstück auch fallen teilweise die Leute schon mit seinem Essen auf den Boden. Ich habe da die Leute gesehen, die normal reingegangen sind und als Junkies rausgegangen sind.
Ist die JVA Meppen ein Eldorado für Junkies? Nein, sagt das Justizministerium.
Aber drogenfreie Anstalten wird es nicht geben. Dazu müssten die Gefangenen von sämtlichen sozialen Außenkontakten abgeschnitten werden.
Dieser Insasse zeigt seine Pfeife, Marke Eigenbau. Er stopft sie mit einem Papierschnipsel, das mit der synthetischen Droge Spice besprüht ist. Frage Ist es leichter, hier an Drogen zu kommen oder draußen leichter hier? Die Drogen würden von außen eingeschmuggelt oder sogar mit Drohnen abgeworfen und die Wärter schauen weg, behaupten Insassen. Stimmt nicht, sagt das Justizministerium.
Beispielhaft sind die regelmäßigen Haftraum sowie die Durchsuchungen der Gefangenen zu nennen. Darüber hinaus sind Rauschgiftspürhunde im Einsatz.
Aber reicht das? Wenn jemand ein Suchtproblem hat? Dieser junge Mann ist im Konflikt mit Dealern straffällig geworden. Aber auch im Knast werde ihm nicht geholfen.
Ich bin jetzt zum Arzt, habe gesagt Hören Sie zu, ich habe hier ein schweres Problem. Ich kann da nicht Nein zu sagen. Und der Arzt hat mich darauf verwiesen, mir morgens eine Schlaftablette zu nehmen und einfach wieder den Raum zu verlassen.
Er will seine Haft jetzt absitzen und danach eine Therapiemöglichkeit suchen. Wenn das nicht klappt, ist abzusehen, dass er bald wieder zwischen Drogen und Absinth im Knast landet.