Statt im royalen Scheinwerferlicht steht Marius Borg Hoiby vor Gericht!
Ganze 32 Anklagepunkte werden dem ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit vorgeworfen.
„Die gravierendsten sind hier vier Vergewaltigungsdelikte. Und dann kommen weitere Körperverletzungsdelikte, sexuelle Belästigungsdelikte usw. ins Spiel. Aber die gravierenden Posten sind diese vier Vergewaltigungsdelikte“, erklärt der norwegisch-deutsche Rechtsanwalt Patrick Lundevall-Unger. Die Tatabläufe der einzelnen Vergewaltigungen zwischen 2018 und 2024 unterscheiden sich dabei:
„Also bei einer Person, einer Geschädigten, wird da der klassischen Vergewaltigung angeklagt. Hier ist die Person eingeschlafen und dann kam es zu dem Akt.“
In den drei anderen Fällen soll Marius laut Anklageschrift die schlafenden Frauen nach dem Geschlechtsverkehr ohne deren Einverständnis mit seinen Händen oder seinen Fingern penetriert haben.
Doch laut Anklageschrift habe es noch mehr Opfer von Marius Borg Hoiby gegeben:
„Es sind fünf Frauen. Bei der fünften Frau geht es um häusliche Gewalt, keine Vergewaltigung. Bei der sechsten Geschädigten geht es um Körperverletzung. Und bei der siebten Person geht es um einen Mann. Dort kam es zu Morddrohungen.“
Außerdem werden Marius unbefugtes Filmen und Verletzung der Intimsphäre sowie Zerstörung von Eigentum vorgeworfen. In die Anklageschrift wurden auch mehrere Verkehrsdelikte aufgenommen.
Erst vor kurzem wurde die Anklage um einen Vorwurf erweitert: Marius soll im Jahr 2020 mindestens 3,5 Kilogramm Marihuana entgegengenommen, transportiert und weitergegeben haben.
Der deutsch-norwegische Strafverteidiger ist sich sicher, dass es eng für den 29-Jährigen wird:
„Es gibt gravierende Beweise. Hier muss man auch sagen: Die Staatsanwaltschaft würde nie Anklage erheben, wäre man sich nicht ziemlich sicher, dass diese Taten hier begangen worden sind. Es liegen gravierende Beweise vor, unter anderem Datenträger. Hier ist es ja so, dass er, nachdem er die Tat oder während er die Taten begeht, auch danach die Taten auf seinem Handy filmt, diese lagert und sogar speichert und spielt.“
Der Prozess beginnt am 3. Februar. Mehrere Wochen wird dann verhandelt. Bis ein Urteil fallen könnte, würden laut norwegischem Recht dann noch einmal ein paar Wochen vergehen. Allein für die Vergewaltigungen drohen dem 29-Jährigen bis zu 10 Jahre Haft!
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche