„Das Schnitzel…ne Täuschung.“
Was der Restaurantbesitzer zum Urteil unseres Experten sagt – und wie wir alle echte Hausmannskost von Fertigprodukten unterscheiden können…
„Hier ist direkt…vernünftige Fleischstruktur.“
Wir machen den Restaurant-Fertigessen-Test!
Laut Statistik geben die Deutschen zwischen 13 und 20 Euro für einen Restaurantbesuch aus. Dafür erwarten wir ein leckeres und frisches Essen – aber das ist leider keine Selbstverständlichkeit! Spitzengastronom Jan Philip Stöver hat ein eigenes Restaurant und kennt die Branche gut.
„Meine Erfahrung…Tendenz steigend ist.“
Unser Experte und Reporterin Simone testen genau DAS in drei Restaurants.
Los geht’s bei einem Italiener, der hausgemachte Pasta verspricht.
„Ich würde Gnocchi…okay. /Ravioli sind…von Hand.“
Nach 10 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.
„Also hier zum Beispiel…hausgemacht.“
Auch die Gnocchi sind unterschiedlich geformt und variieren in der Größe, also laut Experte ebenfalls hausgemacht. Sie kosten 13,50 Euro - die Ravioli 16,50 Euro.
„Ich würde hierfür…das muss jemand können!"
Unsere Reporterin gibt sich zu erkennen. Der Inhaber freut sich über unser Lob, denn er kennt viele schwarze Schafe in der Branche.
„Ich bin sauer…andere Welt.“
Und was kommt in diesem Schnitzel- und Steakrestaurant auf den Tisch? Das Lokal hat eine riesige Speisekarte. Wir entscheiden uns für ein Jägerschnitzel mit frischen Rahmchampignons für 13,90 Euro.
Nach knapp zehn Minuten wird das Essen serviert.
„Das wurde halt in die Friteuse geschmissen…Fertigrahmsoße genommen. / Auf der Karte…ne Täuschung.“
Wie das Gericht WIRKLICH frisch gekocht wird, zeigt uns der Spitzenkoch in seinem eigenen Restaurant. Bei ihm gibt es Kalbsschnitzel mit hausgemachten Bratkartoffeln und selbstgemachter Champignonsoße für 26 Euro.
20 Minuten braucht er für die Zubereitung.
Im Vergleich dazu: Tiefkühl-Schnitzel und Pommes aus der Fritteuse inklusive Fertigsoße aus dem Eimer sind in unter fünf Minuten fertig.
„Als Restaurantbesitzer…zu tun.“
2 Euro kosten die Waren für die Fertigvariante.
Beim Selbstgemachten sind es circa 9 Euro. Das zeigt sich natürlich auch in der Qualität.
„Und, wenn wir es…Fleischstruktur.“
Grundsätzlich verteufelt der Profi aber nicht alle Fertigprodukte. Bei Pommes oder Flammkuchenteig greift auch er zu sogenannten Convenience-Produkten.
„Es ist sehr…belegt werden.“
Frisch war beim Jägerschnitzel in diesem Lokal nicht viel - wir stellen den Gastronomen zur Rede.
„Sie haben…kochen frisch?“
Mehr will er nicht dazu sagen.
Wenn das Essen nicht hält, was die Speisekarte verspricht, muss man übrigens nicht den vollen Preis zahlen.
„In den letzten Jahren…zu kaufen.“
Ob auch die Betreiber dieses Restaurants auf solche Produkte zurückgreifen? Sie haben unter anderem eine hausgemachte Currysoße auf der Karte. Wir bestellen außerdem noch einen Flammkuchen.
„Da sind frsisch …selbstgemacht.“
Test bestanden! Und wie sieht‘s mit der Currysoße aus? Ist die hausgemacht?
„Man sieht kleine…selbstgemacht wurde.“
So wie es sein soll! Damit der nächste Restaurantbesuch kein Flop wird, hat der Experte noch drei Tipps:
„Am besten…Essen bekommt.“
In zwei von drei Restaurants haben wir in unserem Test das bekommen, was auf der Karte versprochen wurde. In einem Lokal war das Essen mangelhaft. In einem solchen Fall sollte man sich beschweren und sein Geld zurückverlangen