Star-Koch Tim Raue spricht bei einem Werbetermin für Neudorff Klartext und macht dabei auch aus seiner kriminellen Vergangenheit kein Geheimnis. Denn der 50-Jährige war mal Teil einer gewaltbereiten Jugendgang.
„Ich hatte zwei Möglichkeiten. Ich war als Krimineller schon sehr erfolgreich in meiner Jugend, habe dann aber festgestellt, dass das irgendwie endlich ist und dass ich nicht im Gefängnis den Rest meines Lebens verbringen möchte und habe dann all die Kraft und Energie, die ich eben hatte ins Kochen legen dürfen. Und ich habe Glück gehabt. Ich habe tatsächlich viel, viel Glück gehabt und für mich stand immer an oberster Stelle, fleißig zu sein, demütig zu sein. Und ich habe schnell gemerkt, dass es mir Spaß macht, etwas für andere zu tun.“
Also hat sich der erfolgreiche Koch, der in Berlin-Kreuzberg groß wurde, für ein Miteinander statt ein Gegeneinander entschieden und ist nun für klare Regeln.
„Wenn wir ein wirklich ausgeglichenes und balanciertes Miteinander in unserer Gesellschaft haben möchten, dann müssen wir denen, die eben Taten vollbringen, die für die Gesellschaft schlecht sind, klar machen, dass wir das nicht tolerieren. /Denn das Problem ist, dass wenn zu viele Menschen machen, was sie wollen, wir kein gutes Miteinander schaffen. Das ist genauso, wie wenn ich ein Beet anlegen würde und völlig sinnfrei unterschiedliches Saatgut reinfeuern würde, einmal groß umrühren und dann gucken würde, was dabei rauskommt. Das hat schon einen Sinn, warum der Fenchel beim Fenchel, die Möhren bei Möhren sind und warum das alles schön voneinander getrennt ist und jeder weiß, wo er groß zu werden hat und unter welchen Bedingungen er zu wachsen hat.“
Damit es bei ihm in der Ehe nicht zu Auseinandersetzungen kommt, hat der Unternehmer übrigens ein echt überraschendes Geheimrezept: denn für seine Frau würde er nicht kochen! Wer hätte das gedacht.