Sie alle wollen dabei sein. Hunderte Schaulustige beobachten am Abend die Sprengung an der Dresdner Carola Brücke. Die Explosion durchtrennt Fernwärmeleitungen, die unter der Brücke verlaufen. Danach können Bagger beginnen, die kaputten Brückenteile nach und nach zu zertrümmern und abzutragen.
Grundsätzlich neigt sie sich immer weiter Richtung Boden. Und es ist letztendlich nur eine Frage der Zeit, wann dieses Brücken Teil, dieses Brückenteilhier, was zum Teil ja schon eingestürzt ist weiter versagt und wir versuchen ein bisschen vor die Lage damit zu kommen.
Die Zeit rennt, denn in den Nachbarländern regnet es bereits heftig, wie hier in Österreich, Slowenien und Tschechien. Überschwemmungen dort könnten mit Verzögerung Deutschland erreichen. Und über die Elbe auch Dresden.
Jetzt werden ja bereits die Schleusen geöffnet, das heißt ein sehr kontinuierliches Steigen übers Wochenende und ab Montag könnte der Pegel dann deutlich und schnell ansteigen, wenn das große Hochwasser aus Tschechien abläuft.
Die Trümmer der Carolabrücke würden wie eine Staumauer wirken, die Altstadt gefährden oder könnten gegen andere Brücken gespült werden.
Es liegt nahe, dass die Beseitigung dieser Brücke in dieser Gänze in einer an diesem Woche, in dieser kurzen Zeit absolut nicht realistisch ist.
In Dresden blicken sie mit Sorge auf ihren Fluss. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.